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Arnsberger Präventionskette (APK)

Kooperation und Vernetzung entlang der Lebenskette

Die Lebensbedingungen und die Unterstützungsbedarfe von Menschen verändern sich fortlaufend. Gleichzeitig nehmen die Herausforderungen in Beratungssituationen zu – vor allem durch die zunehmende Komplexität von Familiensystemen. Eine fach-, bereichs- und generationsübergreifende Betrachtung, sowie ein frühzeitiges, abgestimmtes und ganzheitliches Handeln gewinnen daher zunehmend an Bedeutung in unserer Gesellschaft– insbesondere im Hinblick auf die Lebenslagen von:

  • Kindern
  • Jugendlichen
  • jungen Erwachsenen
  • Erwachsenen mittleren Alters
  • älteren Erwachsenen

Die Präventionsstrategie der Stadt Arnsberg beruht daher auf dem Auf- und Ausbau einer gemeinsamen Präventionskette. 

Diese soll auf die  Lebensphasen von der Schwangerschaft bis zum Lebensende ausgerichtet sein, dabei entscheidende Übergänge bzw. Abschnitte, sowie Themen in der Lebenskette betrachten, um  frühzeitig und passgenaue Unterstützung anzubieten und transparente Strukturen vorzuhalten. 


Gemeinsam für ein gutes Leben in Arnsberg – in jedem Alter

Gemeinsam stark - Arnsberger Präventionskette

Ob wir eine Familie gründen, zur Schule gehen, ins Berufsleben starten oder älter werden: Jede Lebensphase bringt neue Chancen, Fragen und Herausforderungen mit sich.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der alle Menschen gut aufwachsen, leben und älter werden können – unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Lebenssituation.

Mit der Arnsberger Präventionskette möchten wir gute Voraussetzungen für Gesundheit, Bildung, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe schaffen – von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter.

Dabei setzen wir auf das, was Arnsberg bereits stark macht: engagierte Menschen, vielfältige Angebote und gewachsene Netzwerke.

Bewährtes stärken – Zukunft gemeinsam gestalten

Seit 2012 setzt sich die Stadt Arnsberg dafür ein, Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig zu unterstützen und bestehende Angebote besser miteinander zu verbinden.

Seit Sommer 2025 entwickeln wir diesen Gedanken für alle Generationen weiter. Dabei beziehen wir verstärkt auch die Bedürfnisse und Herausforderungen im mittleren und hohen Lebensalter ein.

Die langjährigen Erfahrungen und gewachsenen Kooperationsstrukturen bilden dafür eine wertvolle Grundlage.

Unter dem Leitgedanken „Zusammen wachsen – gemeinsam leben“ möchten wir die Zusammenarbeit über Fachbereiche, Zuständigkeiten und Generationen hinweg weiter stärken.

So entwickelt sich Arnsberg Schritt für Schritt zu einer Stadt des langen und guten Lebens für alle Generationen.

Was möchten wir gemeinsam erreichen?

Die Arnsberger Präventionskette verbindet Menschen, Angebote und Netzwerke. Ziel ist es, Unterstützung frühzeitig zugänglich zu machen, möglichst bevor Schwierigkeiten entstehen oder größer werden.

Dabei verfolgen wir gemeinsame Ziele:

  • Chancen verbessern: Gesundheit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe in jedem Alter fördern.
  • Stärken nutzen: Bewährte Angebote und bestehende Netzwerke unterstützen und weiterentwickeln.
  • Zusammenarbeit fördern: Menschen und Einrichtungen über Fach- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg verbinden.
  • Kurze Wege schaffen: Informationen und passende Unterstützung leichter zugänglich machen.
  • Übergänge begleiten: Angebote in unterschiedlichen Lebensphasen besser aufeinander abstimmen.
  • Ressourcen sinnvoll einsetzen: Vorhandene Potenziale erkennen, Kräfte bündeln und gemeinsame Lösungen entwickeln.

Gemeinsam handeln – Angebote besser verbinden

In Arnsberg gibt es bereits zahlreiche Netzwerke und Möglichkeiten zum fachlichen und persönlichen Austausch. Die verschiedenen Bereiche der Stadtverwaltung bieten gemeinsam mit ihren Partnern unterschiedliche Austausch- und Vernetzungsformate an.

Sie bringen Fachkräfte, Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch. So können Erfahrungen geteilt, Bedarfe frühzeitig erkannt und Unterstützungsangebote besser aufeinander abgestimmt werden.

Denn gute Prävention gelingt dort, wo Menschen und Einrichtungen zusammenarbeiten, Verantwortung teilen und Unterstützung frühzeitig ermöglichen.

Um diese Zusammenarbeit weiter zu stärken und neue Ansätze zu entwickeln, nutzt die Stadt Arnsberg auch gezielt passende Förderprogramme des Landes und des Bundes.

Eine gemeinsame Strategie, die mitwächst

Das Rahmenkonzept der Arnsberger Präventionskette gibt Orientierung für die gemeinsame, langfristige Weiterentwicklung.

Dabei geht es nicht darum, bewährte Angebote zu ersetzen oder neue Parallelstrukturen aufzubauen. Vielmehr möchten wir vorhandene Stärken verbinden, Lücken erkennen und gemeinsam passende Lösungen entwickeln.

Die Arnsberger Präventionskette ist ein lernender Prozess. Durch regelmäßigen Dialog, unterschiedliche Vernetzungsformate und gemeinsame Standortbestimmungen werden Erfahrungen und Bedarfe aufgegriffen, Ziele überprüft und Maßnahmen weiterentwickelt.

So bleibt die Präventionskette offen für neue Ideen und gesellschaftliche Veränderungen.

Ihre Perspektive zählt – gestalten Sie mit!

Was läuft in Arnsberg bereits gut? Wo fehlen kurze Wege, passende Angebote oder eine bessere Zusammenarbeit? Welche Ideen können unsere Stadt noch lebenswerter machen?

Die Arnsberger Präventionskette lebt von den Erfahrungen, Ideen und dem Engagement der Menschen unserer Stadt.

Deshalb laden wir Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Vereine, Verbände, freie Träger, Ehrenamtliche, Politik und Verwaltung herzlich ein, ihre Perspektiven einzubringen und die Weiterentwicklung mitzugestalten.

Machen Sie mit! Werden Sie Teil der Arnsberger Präventionskette.

Wir bauen auf dem auf, was Arnsberg bereits stark macht, und entwickeln gemeinsam weiter, was Menschen in jeder Lebensphase brauchen.

Zukunfts-Workshop Arnsberger Präventionskette am 14. Oktober 2026

Arnsbergs Zukunft gemeinsam gestalten

Ein wichtiger Schritt in der gemeinsamen Weiterentwicklung ist der Zukunfts-Workshop zur Arnsberger Präventionskette am 14. Oktober 2026 im Kaisershaus Arnsberg.

Hier möchten wir die Präventionsstrategie vorstellen, gemeinsam betrachten und mit den Erfahrungen und Perspektiven aus der Stadtgesellschaft weiterentwickeln.

Eingeladen sind Fachkräfte, Ehrenamtliche, Vereine, Verbände, freie Träger, engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Interessierte.

Bringen Sie Ihre Perspektive ein und gestalten Sie Arnsbergs Zukunft mit!

Anmeldung E-Mail: praeventionskette@​arnsberg.de

Sie haben Fragen, Anregungen oder möchten sich an der Weiterentwicklung beteiligen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

 

Präventionsansatz - Leitgedanken - Grundlagen der Zusammenarbeit

  1. Alle Kinder, Jugendlichen, junge Erwachsene und junge (werdende) Eltern in Arnsberg werden frühzeitig erreicht und beteiligt, um sie zu stärken und zu unterstützen
  2. Ganzheitliche Hilfs- und Unterstützungsangebote im Sinne von sozialer Inklusion, werden an dem individuellen Bedarf der Zielgruppe sozialräumlich ausgerichtet.
  3. Durch den gezielten Auf- und Ausbau von verbindlichen Koordinierungs- und Netzwerkstrukturen werden die multiprofessionellen Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit unterstützt, um mit den komplexen Lebenswelten der Zielgruppen passgenau zu agieren.
  • Prävention versteht sich als Querschnittsaufgabe in alle Arbeitsbereiche
  • Fachkräfte agieren frühzeitig bereichsübergreifend
  • Perspektive vom Kind, Jugendlichen, Erwachsenen aus
  • Sozialraumbezug - Lebenswelt kennen und berücksichtigen
  • Partizipation der Bürger:innen, Fachkräfte
  • Sicherung von Übergängen
  • Zur Feststellung der Bedarfe und Passgenauigkeit der gewährten Unterstützungsleistungen ist wesentlicher Bestandteil, die Lebenssituationen und Ressourcen der Arnsberger Bürger und Bürgerinnen zu kennen und sie in eine bereichsübergreifende Maßnahmenplanungen mit einfließen zu lassen.
  • Verlässliche Kooperationsstrukturen und fachübergreifende Vernetzungsstrukturen verschaffen Orientierung.
  • Je besser Angebote und Ansprechpartner vor Ort bekannt sind, desto frühzeitiger kann eine abgestimmte Kooperation passgenauer erfolgen
  • Koordinierte Netzwerke und gemeinsame Projekte unterstützen hierbei die Kooperationsstrukturen von Organisationen und stärken die Kooperationsbeziehungen untereinander.

Förderprogramme zur Unterstützung der Präventionsarbeit vor Ort

Zur Unterstützung und zum Aufbau der Arnsberger Präventionskette werden unterschiedliche Förderprogramme entlang der Lebenskette gezielt genutzt. 

Neben der fachübergreifenden und strategischen Ausrichtung der Förderprogramme haben alle das gemeinsame Ziel verbindliche Strukturen auf der Kooperationsebene auf - und auszubauen.

Zudem verfolgen die Förderprogramme das Ziel bedarfsgerechte, lebensweltorientierte und frühzeitig Unterstützungsleistungen anzubieten und im Rahmen der Angebotsebene koordinierde Netzwerkstrukturen vorzuhalten.


Vernetzungsstrukturen - frühzeitig und ganzheitlich

Angefangen beim Arbeitsfeld Frühen Hilfen bis zum hohen Lebensalter

Der Kreis der Akteure innerhalb einer Präventionslandschaft hängt von der statregischen Ausrichtung einer Kommune und den Menschen, die sie mitgestalten ab. 

Aus diesem Grund gibt es auch nicht die “Präventionskette”. 

  • Möchten Sie mehr über die Mitglieder der bisherigen Vernetzungsstruktur im Rahmen der Arnsberger Präventionskette erfahren?
  • Werden Sie machmal gefragt, warum es sich lohn sich fach- und bereichsübergreifend zu vernetzen?
  • Möchten Sie sich selber noch einmal wieder insprieren lassen oder suchen gezielte Austauschformate? 

Die Vernetzungskarte für die Stadt Arnsberg bietet eine gute Übersicht der bisherigen Akteure. 

Der Film “10 Jahre Vernetzung” zeigt wie viele Fachkräfte einen Mehrwert in der Vernetzung und sich als Teil der Präventionslandschaft sehen.  

Die aktuellen Austauschformate bieten eine erste Orientierung der Anknüpfung. 


Kooperationsverbünde - Netzwerke - Konzepte

Um bedarfsgecht eine Präventionskette aufzubauen bedarf es vieler motivierter Akteure und Personen, die Netzwerke koordinieren im Sinne der Verknüpfung der Akteure  und als Motivator im Rahmen der ganzheitlichen Ausrichtung der Kooperationsstrukturen. 

  • Um Netzwerk zu gründen, bedarf es einer Bereitschaft und den Willen vieler Akteure zur Kooperation.
  • Um Netzwerke zu halten, bedarf es einer Koordination und einer verbindlichen, sowie transparenten Struktur.
  • Um Netzwerke nachhaltig zu gestalten und die neuen Kooperationsstrukturen in den Praxisalltag zu überführen und zu halten, bedarf es Ausdauer und Pflege.

In einer bereichs- und generationsübergreifenden Präventionskette sind Netzwerke für die strategisch - operative Ebene ein wichtiges Element.