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80 Jahre Möhnekatastrophe - Stadt Arnsberg erinnert an Schicksalsnacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 mit mehreren Veranstaltungen

Vor allem bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Arnsberg ist das Ereignis aus dem Zweiten Weltkrieg noch sehr präsent: In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai grif-fen englische Bomber im Kampf gegen Nazi-Deutschland die Sperrmauer der Möhnetalsperre an.

Nach mehreren Versuchen erzielte eine der abgeworfenen Bomben ihre volle Sprengkraft, zerstörte das Mauerwerk und löste eine riesige Flutwelle aus, die sich bis in das Ruhrgebiet ausbreitete. Die genaue Zahl der bei dem Angriff getöteten Menschen ist bis heute unbekannt, aber allein über 1.000 Menschen in Neheim sind Schätzungen zufolge dabei verstorben. Die Mehrzahl von ihnen waren Zwangsarbeiterinnen aus der Ukraine.

Zwangsarbeiterinnen aus der Ukraine

80 Jahre nach dem Angriff und einem weiteren erschreckenden Detail des Zweiten Weltkrieges erinnert die Stadt Arnsberg im 80. Jahr des Ereignisses besonders an die „Möhnekatastrophe“ mit ihren Folgen für die Menschen in der heutigen Stadt Arnsberg und darüber hinaus. Schon vor dem offiziellen Gedenktag am Mittwoch, 17. Mai, beginnen Veranstaltungen, die an die Ereignisse erinnern und zum Frieden auf der Welt mahnen wollen. Maßgebliche Träger des Gedenkens sind der Heimatbund Neheim-Hüsten sowie die „Rote Schule“ und die „Agnes-Wenke-Schule“.

"Auf den Flügeln des Friedens"

So wurde bereits am Samstag die Ausstellung „Auf den Flügeln des Friedens. Aus Kriegserfahrungen lernen – 80 Jahre nach der Möhneflut vom 17. Mai 1943“ des Heimatbundes Neheim-Hüsten in Kooperation mit Neheimer Schulen – der „Roten Schule“ sowie der „Agnes-Wenke-Schule“ – eröffnet.

Offizielle Kranzniederlegung am 17. Mai

Am Gedenktag selbst, Mittwoch, 17. Mai, findet um 14 Uhr die offizielle Kranzniederlegung am Mahnmal zur Möhnekatastrophe auf den Möhnefriedhof in Neheim statt. Die Gedenkworte sprechen der Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Ralf Paul Bittner, sowie Vertreter:innen einer ukrainischen Delegation. An der Gedenkstunde auf dem Möhnefriedhof und dem anschließenden Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche wird auch die Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf, Irena Shum, teilnehmen. Auch der Chor der ukrainischen Kirchengemeinde Osnabrück beteiligt sich anschließend um 15 Uhr in der St. Johannes-Kirche an einem ökumenischen Gottesdienst zum Gedenken an die Möhenkatastrophe. Begleitet wird das Gedenken von einer künstlerischen Aktion der Agnes-Wenke-Schule auf dem Möhnefriedhof, deren Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Botschaft der Friedenstauben“ aktiv geworden sind.

"Botschaft der Friedenstauben" 

Darüber hinaus finden weitere Veranstaltungen der Stadtbibliothek sowie des Heimatbundes Neheim-Hüsten statt. Die Stadtbibliothek Neheim lädt für Samstag, 20. Mai, 19 Uhr, zu einer Lesung mit dem Autor Titus Müller ein. Sein 2013 veröffentlichter Roman „Nachtauge“ setzt sich literarisch mit der Möhnekatastrophe und den Folgen für die Menschen auseinander. Der Autor thematisiert dabei nicht nur die Möhnekatastrophe, sondern beschäftigt sich darüber hinaus mit dem Schicksal osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen in Neheim, Spionage in England und den Experimenten der britischen Luftwaffe. Die einzelnen Handlungsstränge werden von Titus Müller zu einem historischen Spionagethriller verknüpft.

Lesung mit Titus Müller am Samstag

Eine Veranstaltung des Heimatbundes Neheim-Hüsten am Donnerstag, 1. Juni, beendet die Gedenkveranstaltungen zu 80 Jahren Möhnekatastrophe: In der Stadtbibliothek Arnsberg, Klosterstraße, findet unter dem Titel „Gedenken an die Flut“ eine Filmvorführung statt.

Zu allen Veranstaltungen sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Arnsberg herzlich eingeladen. Einer Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungsterminen bedarf es nicht. 

Hinweis zu einzelnen Terminen

Die Ausstellung „Auf den Flügeln des Friedens“ ist bis zum 10. Juni in der Stadtbibliothek Neheim, Neheimer Mark 2, dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Lesung mit Titus Müller („Nachtauge“) findet am Samstag, 20 Mai, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Neheim statt. Karten zum Eintrittspreis von 12 Euro (10 Euro ermäßigt) sind ab sofort an allen drei Standorten der Stadtbibliothek Arnsberg erhältlich.

Die Filmvorführung „Gedenken an die Flut“ vom Heimatbund Neheim-Hüsten findet am Donnerstag, 1. Juni, um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Arnsberg, Klosterstraße, statt. Der Eintritt ist frei.