Vor 2.400 Jahren stand ein Mann in Athen vor Gericht – nicht, weil er etwas gestohlen oder jemanden verletzt hatte, sondern weil er Fragen stellte. Weil er dachte, und weil er andere zum Nachdenken brachte. Sein Name: Sokrates. Sein Vergehen in den Augen seiner Ankläger: zu unbequem, zu frei, zu ehrlich… Ab Dienstag, 6. Oktober, lädt eine neue Veranstaltungsreihe der Engagmentförderung Arnsberg dazu ein, gemeinsam mit dem seniorTrainer Friedrich Kuß über Sokrates und im Verlauf allgemein über Fragen des Lebens und Zusammenlebens in der Gesellschaft zu sprechen. Zum ersten Termin am 6. Oktober um 19 Uhr im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg, Clemens-August-Straße 118, sind Interessierte herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos.
Teilnahme kostenlos
Teilnehmende und Besucher:innen der „Denk-Räume Arnsberg“ dürfen sich freuen: Sie erwartet zum ersten Treffen der Schauspieler Achim Lux aus Gronau, der die berühmte Verteidigungsrede des Sokrates zum Leben erweckt – einen Text, der vor mehr als zwei Jahrtausenden geschrieben wurde und sich anfühlt, als wäre er erst gestern entstanden. In der Rede verteidigt sich Sokrates nicht mit Ausreden. Er spricht klar, pointiert und mit erstaunlicher Ruhe über das, was ihm wichtig ist: Wahrheit, Freiheit und die Pflicht des denkenden Menschen, auch unbequeme Fragen zu stellen.
Unbequeme Fragen
SeniorTrainer Friedrich Kuß und die Mitwirkenden laden nach der Aufführung alle Gäste ein, gemeinsam dazu ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Freiheit heute? Was passiert, wenn kritische Stimmen verstummen? Was können wir von Sokrates lernen? Friedrich Kuß ist sich sicher, Demokratien brauchen Menschen, die hinhören, nachfragen und widersprechen dürfen. Dieser Abend soll daran erinnern– auf lebendige, berührende und sehr menschliche Weise.
Kein Vorwissen nötig
Für Interessierte ist kein Vorwissen nötig, kein philosophisches Studium – nur Neugier. In den folgenden Monaten treffen sich Interessierte dann an besonderen, sonst nicht öffentlich zugänglichen Orten in Arnsberg – beispielsweise in einer Synagoge, einem historischen Rittersaal, einem Klosterarchiv – um gemeinsam weiter über die Fragen Lebens und Zusammenlebens mit dem SeniorTrainer Friedrich Kuß zu sprechen.
Fragen des Lebens
Fragen zum neuen Projekt können an die Engagementförderung Arnsberg, Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg, Clemens-August-Str. 118, 59821 Arnsberg, Telefon: 02932/201-2281, E-Mail: n.fuller@arnsberg.de gerichtet werden.