Mobilitätstraining der RLG in Kooperation mit dem Seniorenbeirat (Text und Bilder: Angela Langner-Wintergalen)
Arnsberg.
Mobilitätstraining der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) mit offizieller Verabschiedung ehrenamtlicher Busbegleiter am 07.05.2026
Herr Julian Lins, Verkehrsmanager bei der RLG, hat am 07.05.2026 gemeinsam mit dem Seniorenbeirat eine Informationsveranstaltung mit praktischem Mobilitätstraining für Menschen angeboten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Herr Lins hat an diesem Tag den Veranstaltungsteilnehmern während einer Sonderfahrt mit einem RLG-Bus vom Busbahnhof nach Niedereimer Tipps und Informationen zum Busfahren gegeben. Zu Beginn wies er darauf hin, dass die Busse zum leichteren Einstieg keine hohen Einstiegsstufen mehr haben, absenkbar sind und dass die vorhandenen Mehrzweckflächen für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen die Nutzung der Busse erleichtern sollen. Während der Fahrt zeigte er den Teilnehmern die speziellen Tasten mit Rollstuhl- oder Kinderwagensymbol, die dem Busfahrer durch ihr Drücken signalisieren, dass ein mobilitätseingeschränkter Fahrgast an der nächsten Haltestelle aussteigen will. Er wies auch auf die Monitore im Bus hin, die die nächsten Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten anzeigen. Darüber hinaus wird die nächste Haltestelle im Bus auch immer angesagt.
Am Busbahnhof und an der barrierefrei ausgebauten Haltestelle in Niedereimer bestand für Teilnehmer mit Rollator und Rollstuhl die Gelegenheit, den Ein- und Ausstieg mit den eigenen Mobilitätshilfen zu üben. Zu den Vorteilen des barrierefreien Ausbaus einer Haltestelle gehört, dass die Bordsteine zum leichteren Einstieg in den Bus erhöht sind und dass für sehbehinderte Personen zur besseren Orientierung geriffelte Bodenplatten verlegt sind. Digitale Anzeigetafeln zeigen die nächsten Abfahrtzeiten der Busse in Echtzeit an. Für Sehbehinderte besteht die Möglichkeit, sich per Knopfdruck den Fahrplan ansagen zu lassen.
Zudem gab Herr Lins allgemeine Informationen zu den Tickets, den unterschiedlichen Abo-Möglichkeiten und den Fahrplänen. Trotz zunehmender Digitalisierung kann man weiterhin Einzeltickets beim Busfahrer mit Bargeld kaufen. Dies wird vor allem auch im Hinblick auf ältere Menschen weiter aufrechterhalten und kommt diesen entgegen. 4-Fahrten-Tickets mit der Möglichkeit, diese im Bus zu entwerten, gibt es dagegen nicht mehr. Für Personen ab 60 Jahren, die regelmäßig mit Bus und Bahn fahren, gibt es ein „60plusAbo“ für den Bereich der Stadt Arnsberg. Dieses Abo kostet zur Zeit 37 Euro pro Monat und hat eine Mindestlaufzeit von drei Monaten. Für Menschen ab 60 Jahren, die den Führerschein freiwillig abgegeben haben, bietet die RLG bei Nachweis drei Monate lang ein kostenloses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr an. Für Fahrten mit der RLG kann auch das Deutschlandticket genutzt werden. Die Fahrpläne der RLG sind insbesondere im Hinblick auf ältere Menschen immer noch gedruckt erhältlich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, telefonisch kostenlose Fahrplanauskünfte unter der Nummer 08006/504030 zu erhalten.
Ferner informierte Herr Lins darüber, dass die RLG zur Zeit 27 Elektrobusse im Einsatz hat, deren Anzahl im nächsten Jahr auf 38 erhöht werden soll. Zudem werden weiterhin fortlaufend immer mehr Haltestellen barrierefrei ausgebaut, wobei vorrangig die am
stärksten frequentierten Haltestellen berücksichtigt werden. Ziel sei zudem, zeitnah in jedem Ortsteil mindestens eine barrierefreie Haltestelle zu errichten.
Zum Schluss dankte Herr Lins Frau Heidi Schirp sowie in Abwesenheit Herrn Herbert Kulpe für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement als Busbegleiter, die an den Markttagen vormittags älteren und/oder mobilitätseingeschränkten Menschen, die beim Busfahren Hilfe benötigten, z.B. beim Ein- oder Ausstieg oder beim Tragen der Einkaufstaschen, geholfen haben. Dieses Hilfsangebot wird unter anderem wegen des zunehmenden barrierefreien Ausbaus der Haltestellen beendet.