| 👛 Investition: | rund 69 Millionen Euro |
| 💶 Fördermittel: | rund 25 Millionen Euro |
| 👥 Mitarbeitende nach Fertigstellung: | rund 310 |
| 🔋 Energieeinsparung: | rund 85 % |
| 🌿 CO₂-Einsparung im Betrieb: | rund 550 Tonnen pro Jahr |
| 🌿 Zusätzliche CO₂-Einsparung durch Erhalt des Hochtrakts: | rund 724 Tonnen |
| 🌏 Energieversorgung: | 100 % erneuerbar, ohne Erdgas |
| ♨ Geothermie: | 40 Erdwärmesonden à 150 Meter |
| ☀ Photovoltaik: | 150 Solarmodule mit 66 kWp Leistung |
| 🏁 Geplante Fertigstellung (Stand Oktober 2026): | 4. Quartal 2027 |
Ein Gebäude aus einer anderen Zeit
Als das Rathaus 1968 eröffnet wurde, entsprach es den Anforderungen seiner Zeit. Doch über die Jahrzehnte veränderten sich die Ansprüche an Verwaltung, Barrierefreiheit und Energieeffizienz grundlegend.
Das Gebäude hatte zuletzt mehrere große Herausforderungen:
Besonders der Energiebedarf war enorm: Das Rathaus verbrauchte jährlich rund 1,6 Millionen Kilowattstunden Energie.
Nach einem politischen Grundsatzbeschluss wurde untersucht, wie die Verwaltung langfristig untergebracht werden kann. Dazu gehörten eine Machbarkeitsstudie, eine Standortanalyse und ein Architektenwettbewerb.
Bewertet wurden unter anderem:
✅ zentrale Lage
✅ Nachhaltigkeit
✅ Wirtschaftlichkeit
✅ Bürgerfreundlichkeit
✅ Fördermöglichkeiten
2019 wurde das Projekt in die Städtebauförderung aufgenommen.
Das Gesamtprojekt umfasst Investitionen von rund 69 Millionen Euro.Davon stammen rund 25 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund und Land. Diese Fördergelder ermöglichen die Umsetzung hoher energetischer Standards und reduzieren den Eigenanteil der Stadt erheblich.
Die Investition umfasst:
Das Ergebnis der Untersuchungen war eindeutig: Die Kombination aus Sanierung des Hochtrakts und Neubau des Bürgerzentrums war wirtschaftlich und ökologisch die sinnvollste Lösung. Durch den Erhalt des Hochtrakts konnten große Mengen Baumaterial weiter genutzt werden. Allein dadurch werden rund 724 Tonnen CO₂ eingespart.
Den Architektenwettbewerb gewann das Büro v-architekten mit dem Konzept „Offen & Klimaneutral“.
Der Entwurf verbindet:
Vor Beginn der Bauarbeiten mussten 341 Mitarbeitende auf verschiedene Ausweichstandorte verteilt werden. Anschließend begann die Entkernung des Gebäudes.
Die Materialien wurden sorgfältig getrennt und recycelt.
Arbeitsschritte:
Bei Untersuchungen wurden typische Schadstoffe der Bauzeit festgestellt:
Diese mussten fachgerecht entfernt werden
Bereits vor Baubeginn war bekannt, dass sich auf dem Gelände früher Industrie befand. Während der Erdarbeiten zeigte sich jedoch eine deutlich größere Belastung als erwartet.
Historische Recherchen ergaben, dass sich im 19. Jahrhundert eine Holzessigfabrik auf dem Gelände befand.
Dadurch wurde eine umfangreiche zusätzliche Altlastensanierung erforderlich.
Während der Arbeiten wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt:
Im Januar 2023 begannen die Rohbauarbeiten.
Am 4. Mai 2024 konnte Richtfest gefeiert werden.
Während der Bauarbeiten wurden Schäden an Teilen der bestehenden Betonkonstruktion festgestellt.
Dadurch wurden zusätzliche Betonsanierungen erforderlich, die bei Projektbeginn nicht absehbar waren.
Von Januar bis Juni 2025 wurden die Geothermieanlagen hergestellt:
Die Anlagen liefern künftig Heiz- und Kühlenergie.
Für den Hochtrakt wurden insgesamt 712 Fassadenelemente montiert.
Besonderheiten:
Stand Oktober 2025:
Das alte Rathaus verbrauchte jährlich rund 1,6 Millionen Kilowattstunden Energie.
Nach der Sanierung werden es voraussichtlich nur noch rund 239.000 Kilowattstunden sein.
Das entspricht einer Einsparung von rund 85 Prozent.
Mit der eingesparten Energiemenge könnten etwa 68 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizt werden.
Der verbleibende Energiebedarf wird vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt:
Auf Erdgas wird vollständig verzichtet.
Die Sanierung spart damit nicht nur Energie, sondern vermeidet bereits beim Bauen erhebliche CO₂-Emissionen.
Große Bauprojekte entwickeln sich nicht immer wie geplant.
Zu den wichtigsten Ursachen für Verzögerungen und Kostensteigerungen gehören:
Ein erheblicher Teil dieser Entwicklungen war bei Projektbeginn nicht vorhersehbar.
Nach aktueller Neubewertung des Baufortschritts ist die Inbetriebnahme des Gebäudes nun für das 4. Quartal 2027 vorgesehen.
Die Stadt Arnsberg arbeitet mit allen Beteiligten unter Hochdruck daran, zeitliche Einsparpotenziale zu identifizieren und konsequent umzusetzen.