Neben weiteren Brandschutzmaßnahmen wurde an der Heinrich-Knoche-Schule in Holzen ein zweiter Rettungsweg errichtet. (Foto: Rolf Kossmann, Stadt Arnsberg)
Am Gebäude der Grundschule St. Josef Bergheim wurden eine Fluchttreppe und einer zweiter Fluchtweg errichtet. (Foto: Rolf Kossmann / Stadt Arnsberg)
Türen, Fluchtwege, Brandwarnanlagen und baulicher Brandschutz gehören zu den Bereichen eines Schulgebäudes, die im Alltag häufig wenig Aufmerksamkeit bekommen. Gleichzeitig sind sie entscheidend dafür, dass Gebäude auch im Ernstfall sicher genutzt werden können. Im Jahr 2026 wurden an elf Arnsberger Schulen mehr als 70 Einzelmaßnahmen abgeschlossen.
An verschiedenen Standorten fanden unter anderem die Erneuerung oder der Neueinbau von Brandschutztüren statt. Darüber hinaus erhielten Türen Panikbeschläge, Fluchtwege wurden optimiert, Fluchttreppen errichtet und Kennzeichnungen für den Notfall auf den neuesten Stand gebracht.
Zusätzlich erhielten mehrere Schulen neue Brandwarnanlagen. Sie ergänzen die bestehenden Maßnahmen und sorgen dafür, dass im Ernstfall frühzeitig vor Gefahren gewarnt wird.
Umfangreiche Baumaßnahmen erfolgten unter anderem an der Graf-Gottfried-Schule in Neheim, der St.-Josef-Schule in Bergheim, der Regenbogenschule in Niedereimer und Schreppenberg sowie an den Grundschulen in Hüsten (Röhrschule), Holzen, Herdringen, Müschede, Voßwinkel, Bruchhausen und Moosfelde.
Teilweise waren dafür auch bauliche Anpassungen notwendig. Dazu gehörten beispielsweise Abtrennungen, Schottungen oder Veränderungen an Treppenhäusern und Rettungswegen.
„Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen sich darauf verlassen können, dass sie in unseren Schulen sicher sind. Daher investieren wir regelmäßig in den Brandschutz und passen unsere Maßnahmen an die aktuellen Vorgaben und Richtlinien an. Viele dieser Maßnahmen fallen im Schulalltag kaum auf, können aber im Ernstfall Leben retten,“ erklärt Sebastian Gerke, Fachdienstleiter Gebäudemanagement der Stadt Arnsberg.
Die Arbeiten orientierten sich an den jeweiligen Brandschutzkonzepten und den baulichen Gegebenheiten der einzelnen Schulstandorte.
Mit den 2026 abgeschlossenen Maßnahmen wurden die brandschutztechnischen Voraussetzungen an den betreffenden Schulen weiter verbessert.
Arnsberg investiert in Schulen
Die im Jahr 2026 abgeschlossenen Maßnahmen sind Teil der kontinuierlichen Sanierung und Modernisierung der Arnsberger Schulgebäude. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr an 12 Schulstandorten Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 21 Millionen Euro umgesetzt. Dabei wurden sowohl einzelne Räume und Gebäudeteile modernisiert als auch umfangreichere Bau- und Sanierungsprojekte realisiert.
Mit den Investitionen trägt die Stadt Arnsberg dazu bei, die vorhandene Schulinfrastruktur dauerhaft zu erhalten und die Gebäude an die Anforderungen des heutigen Schulbetriebs anzupassen.
Bürgermeister Ralf Paul Bittner: "Gute Schulen sind die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Stadt. Allein für die Jahre 2026/27 sind rund 36 Millionen Euro für unsere Schulen, Sporthallen, Schulhöfe, den OGS-Ausbau und die gesamte Bildungsinfrastruktur vorgesehen." Wichtig für das Verständnis: Die im städtischen Haushalt ausgewiesenen Beträge bilden meist nur einen Ausschnitt ab – oft die Mittel für konkrete Planungs- oder Bauabschnitte im aktuellen Doppelhaushalt. Große Schulbauprojekte sind jedoch langfristige Großprojekte, die sich über mehrere Jahre erstrecken.
„Sowohl in den vergangenen Jahren als auch in den kommenden Haushaltsjahren fließen fortlaufend erhebliche Summen in unsere Bildungseinrichtungen. Meilensteine wie die Neubauten der Grimmeschule und der Grundschule Dinschede oder der umfassende Umbau der Grundschule Mühlenberg – neben zahlreichen weiteren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an Schulen – zeigen deutlich: Die aktuellen Baumaßnahmen sind kein einmaliges Programm, sondern Teil einer kontinuierlichen, millionenschweren Zukunfts- und Bildungsoffensive unserer Stadt“, ergänzt Bürgermeister Bittner.