Unabhängig im Alter

Süchte sind in der westlichen Welt nach "Depressionen" das größte Gesundheitsproblem und damit eine der größten Herausforderungen für die Prävention und andere Hilfen.

Süchte und Missbrauch spielen in jedem Lebensalter eine Rolle. Der Konsum von Medikamenten nimmt allerdings besonders im höheren Lebensalter einen zentralen Stellenwert ein. Die Zugänge für Veränderung und Hilfe müssen daher zielgruppenspezifisch sein. Das gilt auch für die Gruppe älterer, abhängigkeitskranker Menschen.

Bis vor wenigen Jahren war man der Ansicht, dass Sucht im Alter als Rarität anzusehen sei.

Suchtkranke Menschen hätten eine verminderte Lebenserwartung, sie würden oft nicht alt und der Alkoholkonsum zum Beispiel gehe im Alter zurück. Diese Einschätzungen sind angesichts der konkreten Entwicklungen so nicht mehr haltbar.

Schon allein aufgrund der demographischen Entwicklung wird dieses Thema nach Meinung der Fachleute zukünftig immer wichtiger werden. Schätzungsweise ist davon auszugehen, dass ca. 1/3 der Alkoholkranken, ältere Menschen sein werden. Die Tendenz ist zukünftig noch steigend. Die größte Rolle bei Sucht im Alter spielen die Suchtmittel Alkohol und Medikamente.

Die Fortschritte der Medizin und die Veränderung der Bevölkerungspyramide haben dazu geführt, dass es zunehmend ältere Menschen gibt, bei denen Suchtprobleme neu auftreten. Dazu kommt, dass immer mehr Suchtkranke ihr Suchtverhalten bis ins höhere Alter fortsetzen.

Hilfen für ältere Suchtkranke

Stellt man an sich oder bei einem Angehörigen, Freund oder Bekannten körperliche und seelische Veränderungen fest, dann sollte dringend Hilfe in Anspruch genommen werden.