Spezielles für Arbeitgeber*innen

Susanne Beyer

Ansprechpartnerin:
Susanne Beyer
Dicke Hecke 40
59755 Arnsberg
Tel.: 02932 201-2209
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Suchterkrankungen wirken sich nachteilig auf Unternehmen aus

Nach Schätzungen der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) sind in Deutschland sind rd.1,7 Millionen Menschen alkohol- und ca. 1,3 -1,4 Millionen medikamentenabhängig (Quelle: IFT, München).

Noch nicht eingeschlossen sind diejenigen, die akut gefährdet sind. Es ist davon auszugehen, dass aktuell ca. 5 bis 8 % der betrieblich Beschäftigten abhängigkeitskrank sind. Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen sind enorm und binden damit wertvolle Ressourcen.

Im Ergebnis bedeutet das:
Höhere krankheitsbedingte Fehlzeiten, mehr Betriebsunfälle und rd. 25% weniger Arbeitsleistung.

Hier gibt es Möglichkeiten etwas zu tun. Vor Ort bieten wir Lösungen an, die den Betroffenen, ihren Familien und damit auch den Firmen zu Gute kommen und Betriebs- probleme verhindern können.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, wenn es um medizinische-, psycho- und sozialtherapeutische Hilfen geht. Dabei ist es für uns aber ganz wichtig, das Gefüge zu sehen, in dem der Einzelne steht. Der Arbeitsbereich ist dabei eine ganz besonders wichtige Größe. Denn gerade für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, ist der Erhalt der Arbeit von größter Bedeutung. Um ihren Arbeitsplatz zu erhalten, müssen die Mitarbeiter aber ihre Gesundheit schützen. Gerade für eine Firma ist es ganz wichtig, dass sich ihre Mitarbeiter gesund erhalten und ihre Leistungen erbringen können.

Das Suchthilfenetzwerk vor Ort macht von daher ein Angebote an alle, die erkrankten Mitarbeitern und den betroffenen Familien und ihrer Firma helfen wollen. Unser Ansatz:

Wahrnehmen - Intervenieren - Stabilisieren - Aktivieren

Bild eines Arbeiters, der Schweißarbeiten ausführt
Vor Ort bilden:
Wendepunkt -Förderung von Gesundheit (besonders im Kontext von Suchterkrankungen) -, Stadt Arnsberg, LWL Klinik Warstein, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Klinikum Arnsberg und Sozialpsychiatrischer Dienst, Hochsauerlandkreis,

das regionale Hilfenetzwerk für Arnsberg und Sundern. Das Netzwerk schließt ambulante, teilstationäre, vollstationäre und nachsorgende Elemente im Rahmen einer Suchtkrankenbehandlung und die Suchtprävention mit ein.

Dieses Netzwerk beinhaltet für Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige sowie für Familien, Angehörige und/oder Bezugspersonen sowie Personalverantwortliche umfangreiche Angebote:

  • der Prävention
  • der ambulanten Beratung, und therapeutische Intervention
  • der qualifizierten Entgiftungsbehandlung,
  • der integrierten stationär und/oder ambulanten Entwöhnungsbehandlung mit individuellen Behandlungszeiten,
  • der teilstationären bzw. nachstationären ambulanten Rehabilitation.

Ein Fallbeispiel:

  • Aufgrund von Auffälligkeiten im Verhalten und/oder Minderleistungen bittet ein Vorgesetzter einen Mitarbeiter zum Gespräch. Im Raum stehen auch Vorkommnisse im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Der Vorgesetzte spricht mit dem Mitarbeiter, dieser verspricht, sich mit seiner Leistung zu bessern. Ein Problem mit dem Alkohol wird verneint.
  • Es kommt zum einem weiteren Gespräch, weil es erneut Probleme gegeben hat. Die Versprechen des Mitarbeiters wurden nicht eingehalten. Der Verdacht auf ein Alkoholproblem verhärtet sich, wird aber vom Mitarbeiter nicht eingestanden. Nun ist guter Rat teuer. Obwohl der Vorgesetzte helfen möchte und auch den Mitarbeiter schätzt, kommt er nicht weiter. Mit dem Gefühl, so nichts ausrichten zu können kommt es zu Abmahnungen und am Ende zur Trennung von dem Mitarbeiter.

Die Erfahrung mit suchtkranken Patienten zeigt, dass eine Willensbekundung etwas zu verändern allein nicht ausreicht, um wirklich eine Verhaltensveränderung einzuleiten. Besonders im Anfangstadium ist eine freiwillige, konstruktive Mitarbeit in der Regel noch nicht möglich.

Aus diesem Grund werden auch Führungskräfte und Personalverantwortliche bei konfliktbelasteten Situationen und Problemfällen gerne durch die Mitarbeiter des Hilfenetzwerks beraten und unterstützt, um hilfreiche Maßnahmen einzuleiten.

Eine Beratung ist diskret und neutral und wird von den Städten Arnsberg und Sundern finanziert. Ziel ist es, Betroffenen und deren Familien so schnell wie möglich zu helfen und auch besonders darum, Schaden für eine Firma abzuwenden.

Wenn es durch ein kooperatives Zusammenwirken von Verantwortungsträgern einer Firma und Beratern gelingt, dass ein Mitarbeiter in eine Rehabilitationsbehandlung einwilligt, können wir eine schnelle Aufnahme mit so gut wie keinen Wartezeiten garantieren. So bietet die ambulante Rehabilitation einen ambulanten Therapieplatz für einen Mitarbeiter in der Regel innerhalb einer Woche an.

Die Städte Arnsberg und Sundern investieren in dieses Angebot, was sich in unseren Augen sehr auszahlt. Wir möchten durch das Angebot vor Ort mithelfen, dass Mitarbeiter nicht chronisch erkranken oder schnell wieder gesunden und die Firmen hier einen sicheren Standort haben.