Suchtbehandlung – nachhaltige Erfolge durch gelungene Kooperation

Spezielles für Ärzte

Susanne Beyer

Ansprechpartnerin:
Susanne Beyer
Dicke Hecke 40
59755 Arnsberg
Tel.: 02932 201-2209
E-Mail: email hidden; JavaScript is required

Der*die Patient*in steht im Mittelpunkt, wenn es um medizinische-, psycho- und sozialtherapeutische Hilfen geht.

Damit die eingeleiteten Hilfen auch Früchte tragen und zu langfristig positiven Veränderungen führen wird in Arnsberg und Sundern ein koordinierter Beratungs- und Behandlungsverlauf angeboten.

Ziel ist es, den Zugang zu medizinischen und psycho- sozialen Hilfsangeboten zu erleichtern und eine Rückfallgefahr für Betroffenen zu verringern.

Sie können als behandelnder Mediziner*in gerne Gebrauch von diesem Angebot machen.

Das Prozedere ist einfach und effektiv.

Fallbeispiel:

  • Aufgrund der Diagnose eines Suchtmissbrauchs oder einer Abhängigkeitserkrankung bittet der*die Mediziner*in seinen Patient*in, sich im Wendepunkt vorzustellen. Dieser sichert zu, dem Rat zu folgen und wirklich etwas zu tun.
  • Der*dier Patient*in kommt erneut in die Praxis, hat aber nichts unternommen. Der*die Mediziner*in versucht einen zweiten Anlauf. Wieder geschieht nichts. Nun ist guter Rat teuer. Vielleicht ist der*die Patient*in ja auch in eine andere Praxis gegangen, weil er*sie sich ertappt fühlte und lässt sich gar nicht mehr blicken.
  • Die Erfahrung mit suchtkranken Patienten*innen zeigt, dass eine Willensbekundung allein nicht ausreicht, um wirklich eine Verhaltensveränderung einzuleiten. Besonders im Anfangstadium ist eine freiwillige, konstruktive Mitarbeit in der Regel noch nicht möglich.

Diese Probleme treten fast immer auf. Um in der Sache aber weiterzukommen, haben wir sehr gute Erfahrungen mit einer strukturierten Kooperation gemacht. Der Ablauf ist dann wie folgt:

  • Betreffende Patienten*innen bekommen von ihrem behandelnden Mediziner*in  eine Empfehlung für den Wendepunkt. Auf diesem Vordruck werden Mediziner*in und Berater*in gegenseitig von der Schweigepflicht befreit. Wichtig ist für die Berater*in noch der Grund der Vorstellung (das kann nach ICD sein, muss aber nicht).
  • Der*die Berater*in/Therapeut*in führt ein Gespräch im Wendepunkt; motiviert den*die Patient*in zum Einstieg in einen Beratungsprozess und zur Annahme notwendiger, weiterer Hilfen.
  • Nach Abschluss des Gesprächs, bekommt der*die Patient*in den Überweisungsvordruck zurück mit einer obligatorischen Rückmeldung an den*die Mediziner*in. Informationen über die weiteren Ziele und Planungen werden dabei beschrieben.

Sehr gute Erfahrungen einer unbürokratischen, strukturierten Zusammenarbeit  vor Ort haben wir in folgenden Situationen:

  • Motivation zu - und Organisation von ambulanten und stationären Therapien
  • Beratungen und Therapie von Suchtmittelkranken und deren Angehörigen in Einzel- und Gruppensettings
  • Übernahme der psychosozialen Betreuung bei Substitutionstherapien
  • Nachsorge und sozialarbeiterische Betreuung von den Erkrankten

Gerade bei Suchtpkranken ist die feste Einbindung in örtliche Unterstützungsstrukturen, um eine Nachhaltigkeit positiver Verhaltensveränderungen zu erreichen, sehr wichtig. Eine gut funktionierende Kooperation zwischen dem behandelnden Mediziner*in, dem örtlichen Suchthilfenetzwerk und der Selbsthilfe, ist dabei ein primärer Erfolgsfaktor.