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KlimaExpo.NRW zeichnet Renaturierung von Gewässern in Arnsberg aus

Im Rahmen der Jahresveranstaltung „Fortschrittsmotor Klimaschutz 2015 - Ausgezeichnete Vorreiter" in Köln wurde heute das Projekt „Klimafolgenanpassung an Gewässern" als Ausgezeichnetes Projekt in die Riege der besten Projekte NRWs aufgenommen.

NRW-Bauminister Michael Groschek zeichnete vor rund 350 Gästen das Projekt aus Arnsberg als Musterbeispiel für die Klimafolgenanpassung Das Projekt hat in der Themenwelt „Quartiere entwickeln" den dritten Platz erreicht. Bis zum Jahr 2022 gibt die KlimaExpo.NRW in 1.000 Schritten, dem Fortschrittsmotor Klimaschutz in NRW ein Gesicht. Dazu werden einmal im Jahr die zwölf besten Projekte durch die KlimaEx-po.NRW ausgezeichnet und die positiven Wirkungen für den Klimaschutze einem breiten Publikum vorgestellt. In der Themenwelt „Quartiere entwickeln" sucht die KlimaExpo.NRW insbesondere Sanierungs-, Quartierentwicklungs- oder innovative kommunale Konzepte zum Klimaschutz. Hier sind die größten Herausforderungen auszumachen, wenn es darum geht, dem Klimawandel mit Anpassungsmaßnahmen zu begegnen.

In der Themenwelt „Quartiere entwickeln" sucht die KlimaExpo.NRW insbesondere Sanierungs-, Quartierentwicklungs- oder innovative kommunale Konzepte zum Klimaschutz. Hier sind die größten Herausforderungen auszumachen, wenn es darum geht, dem Klimawandel mit Anpassungsmaßnahmen zu begegnen.

Video: Klimafolgenanpassung an Gewässern - Ruhr-Renaturierung Stadt Arnsberg

Zurück zur Natur

Bloßes „Reagieren" auf den Klimawandel kann gefährlich und teuer werden. Das gilt insbesondere beim Hochwasser, wo die Vorwarnzeiten kurz sind. Die Stadt Arnsberg hat sich deshalb entschieden, die Ruhr konsequent auf bislang zwölf Kilometern Länge zu renaturieren. Die Arnsberger haben den Fluss auf natürliche Weise an die Folgen des Klimawandels angepasst. Die Uferbereiche wurden abgeflacht, das Flussbett verbreitert. So werden Hochwassersituationen deutlich abgemildert. Die Menschen vor Ort profitieren zudem von erhöhter Lebensqualität und wirtschaftlichen Verbesserungen im Tourismus, ebenso wie sich die Natur stark erholt. Mit ihrer natürlichen Klimafolgenanpassung geht die Stadt aus Südwestfalen einen vorbildlichen Weg.

„Konsequentes Handeln, gerade auch auf kommunaler Ebene, wird in Arnsberg vorgemacht. Hier sind Erfahrungen gesammelt worden, die sehr gut auf andere Regionen übertragbar sind. Ein echtes Vorbildprojekt!" sagte NRW-Bauminister Michael Groschek im Rahmen der Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW.

„Das Arnsberger Renaturierungsprojekt ist vor allem deshalb ein echter Fortschrittsmotor, weil die Maßnahme in einem Schwung verschiedene wichtige Ziele gleichzeitig erreicht: Klimafolgenanpassung, Lebensqualität und Stärkung der Wirtschaft", erklärt Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion nahm Dr. Gotthard Scheja, Leiter des städtischen Umweltbüros, die begehrte KlimaExpo.NRW-Auszeichnung entgegen. „Wir sind stolz auf die Auszeichnung unserer Renaturierungen. Wir haben nun nicht nur den langfristig kostengünstigsten Hochwasserschutz geschaffen, sondern auch den Fluss wieder zu einem Magneten für die Menschen aus der Umgebung gemacht und gleichzeitig Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten geschaffen" resümierte Scheja auf der Veranstaltung.

Die Südwestfalen Agentur GmbH ist eine von sieben Regionalen Partnern der KlimaExpo.NRW. Da freut es den Geschäftsführer Hubertus Winterberg, dass auch ein Projekt aus Südwestfalen zu den ausgezeichneten Projekten gehört. „In Arnsberg verbinden sich die Stärken einer innovativen Stadtentwicklung mit einem neuen Bewusstsein für den Naturraum. Damit entsteht eine besondere Form der Lebensqualität, wie sie in Südwestfalen an vielen Stellen neu entdeckt wird."

Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW in Köln

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel, NRW-Bauminister Michael Groschek und NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten heute im Rahmen der Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW die Bedeutung des Fortschrittsmotors Klimaschutz. In spannenden Podiums- und Publikumsdiskussionen wurden Projekte präsentiert und ausgezeichnet.

Über die KlimaExpo.NRW

Die KlimaExpo.NRW ist eine ressortübergreifende Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren.

Die KlimaExpo.NRW zeigt 1.000 Schritte in die Zukunft auf. Die Schritte sind gleichermaßen Roadmap und Erfolge, Kommunikationsanlässe und Aktivitäten – aber vor allem eines: Die Aufforderung zum Mitmachen. Die Schritte strukturieren die Aktivitäten der KlimaExpo.NRW und damit den Prozess, das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens im Klimaschutz zu präsentieren. Die KlimaExpo.NRW ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022.

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