Umgebungslärm

Neue Lärmkarten für Arnsberg online

Auszug Straßenkarte

Da Lärm belastend wirken kann, stellt er ab einem gewissen Level ein Umweltproblem dar. Aus diesem Grund hat die Europäische Union die sogenannte „Umgebungslärmrichtlinie" verabschiedet. Dabei werden in einer europaweit angeglichenen Lärmkartierung lokale Lärmbelastungen ermittelt. Mithilfe von Lärmaktionsplänen sollen anschließend Maßnahmen dargestellt werden, mit denen der Lärm gemindert werden kann. Auf Basis der Richtlinie werden Lärmkarten in einem 5jährigen Zyklus neu erstellt.

Für die Stadt Arnsberg bedeutet das: Auf Basis der EU-Umgebungslärmrichtlinie wurden im Stadtgebiet Lärmkarten für Hauptverkehrsstraßen - also Bundesautobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen jeweils mit einem Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr - vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW erstellt und im zuletzt im Januar 2018 neu veröffentlicht.

Die Stadt Arnsberg wird auf Grundlage dieser neuen Kartierung nach den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Straßenbaulastträgern die Ergebnisse bewerten. Ziel ist es, erneut einen Lärmaktionsplan auszuarbeiten, der verschiedene Maßnahmen von passivem Lärmschutz über Verkehrslenkung bis zu Geschwindigkeitsbegrenzungen beinhalten kann. Dabei wird die Öffentlichkeit beteiligt.

Die Umgebungslärmrichtlinie selbst gibt keine Grenz- oder Richtwerte für die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes vor. Ein gesetzlicher Anspruch auf die Durchführung konkreter Maßnahmen entsteht durch die Aktionspläne nicht. Maßnahmen müssen zudem im Einvernehmen mit dem jeweiligen Straßenbaulastträgern durchgeführt werden.



Lärmkarten:

Die Lärmkarten sind hier veröffentlicht: Der Karteninhalt ist grundsätzlich identisch. Unterschiedliche Darstellungen sind systembedingt. Die Lärmkarten zeigen die Lärmsituation für den Straßenverkehr. Sie beziehen sich auf den 24-Stunden-Tageszeitraum oder den 8-Stunden Nachtzeitraum. Die Karten bestehen aus graphischen Darstellungen der Lärmsituation mit Isophonen-Bändern für die Lärmpegel in 5 dB Schritten.

 



Öffentlichkeitsbeteiligung:

Gemäß § 47d BImSchG ist in den nächsten Monaten von der Stadt Arnsberg ein Lärmaktionsplan aufzustellen, in dem die Situation bewertet und nach Möglichkeiten einer Verbesserung zu suchen ist. Die Öffentlichkeit soll dabei die Möglichkeit erhalten, an der Ausarbeitung der Lärmaktionspläne aktiv mitzuwirken.

Bis zum 10. April stand für die Eingabe von Anregungen und Vorschlägen sowie weiteren Informationen ein Onlineformular zur Verüfgung. Alternativ können diese auch direkt mitgeteilt werden.



Weitere Dokumente:



Weitere Informationen sind auch auf dem Umgebungslärmportal des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.