Radon in Arnsberg

Bild Radonvorkommen in Arnsberg
In einem Gespräch mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen, Arnsberg, Sundern und Balve hat jetzt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) über das natürliche Vorkommen von Radon in der Region informiert. Bürger*innen können mithelfen, die Radon-Vorkommen genauer zu messen.

Radon ist über Tausende von Jahren auf natürliche Art entstanden, sein Vorkommen im Land soll jetzt weiter und konkreter erfasst werden. In einem Gespräch mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen, Arnsberg, Sundern und Balve hat jetzt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) über das natürliche Vorkommen von Radon in der Region informiert. Alle Bundesländer waren zuvor aufgefordert worden, das Vorkommen von Radon zu erfassen und haben bundesweit Messstellen dafür eingerichtet. Radon ist ein Edelgas, das vor allem dort vorkommt, wo es uranhaltiges Gestein im Boden gibt.

Auch innerhalb des Stadtgebietes von Arnsberg ist solches Gestein zu finden, entsprechend gibt es auch hier Radon. Erhöhte Vorkommen von Radon sind nach ersten Messungen vor allem im südlichen Teil der Stadt zu finden. Eine Überschreitung des so genannten Referenzwertes (NICHT Grenzwertes!) von 300 Becquerel pro Quadratmeter gibt es demnach bei den Stadtbezirken Holzen, Herdringen, Müschede, Bruchhausen, Wennigloh und in Teilen des Stadtteils Arnsberg. Die genaue Verbreitung von Radon muss aber noch gemessen werden.

Dabei können auch die Bürger*innen der Stadt Arnsberg mithelfen: Das MAGS stellt Bürger*innen in Regionen mit erhöhten Radon-Vorkommen kostenlos Messgeräte zur Verfügung. Diese Geräte werden für den Zeitraum von zwölf Monaten an einem festen Standort in den Häusern / Wohnungen aufgestellt, um den Wert von radioaktiven Teilchen in der Raumluft einzufangen. Nach zwölf Monaten werden die Mess-Röhrchen zur Auswertung an das Ministerium geschickt, und die Bürger*innen erhalten eine konkrete Auskunft zur individuellen Radon-Belastung in ihrem privaten Wohnumfeld.

„Das Ministerium hat transparente Strukturen vorbereitet, wir unterstützen das Projekt hier vor Ort nach Kräften“, sagt der Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner. Bürger*innen, die in einem Stadtgebiet mit erhöhtem Radon-Vorkommen wohnen und ein solches Messgerät in ihren Wohnungen aufstellen möchten, können sich direkt beim Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes NRW (LIA) – Zentrale Radonstelle NRW – melden:

 

Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes NRW
Zentrale Radonstelle NRW
Gurlittstraße 55, 40223 Düsseldorf
Mail: email hidden; JavaScript is required
Tel.: 0211 / 31011222

Weitere umfassende Informationen sind auch auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erhältlich: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/radon_node.html