Fortschreibung des "Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes"

Stadtumbau West - Eine Chance für die Stadtentwicklung in Arnsberg

Städtebauliches Entwicklungskonzept 2007
Im Jahr 2004 startete der Bund ein neues Städtebauförderprogramm Stadtumbau West. Mit dem Programm will der Bund die Städte in den alten Bundesländern veranlassen, sich frühzeitig auf die notwendigen Anpassungsprozesse einzustellen.

 

Vorbereitungsmaßnahmen im Sinne von Stadtumbau West sind die Erarbeitung und Fortschreibung gesamtstädtischer Entwicklungskonzepte, soweit sie explizit die Prognosen und Bewältigung des demografischen und wirtschaftlichen Strukturwandels zum Gegenstand haben. Ziele sind die Anpassung des Bestandes, die Aufwertung und zukunftsorientierte Gestaltung von Städten unter besonderer Berücksichtigung der Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Stärkung der Innenstädte.

 

Das städtebauliche Entwicklungskonzept (§ 171b BauGB) ist die Voraussetzung zur Festlegung von Stadtumbaugebieten. Ein solches Konzept muss die näher konkretisierten Ziele und Maßnahmen der Anpassung und des Umbaus enthalten. Es beschreibt planerische Maßnahmen sowie räumliche und zeitliche Prioritäten für deren Durchführung und bildet damit einen Rahmen für die nachgeordneten Planungsebenen. Ziel ist aber auch die Aktivierung von privatem Kapital und Investitionen für die notwendigen Aufwertungs- und Umstrukturierungsprozesse im Städte- und Wohnungsbau.

 

Stadtumbaugebiete

Als Ergebnis des Beteiligungsprozesses und der parallel gelaufenen gutachterlichen Arbeiten von InWIS, empirica und planlokal wurden diejenigen Gebiete von gesamtstädtischer Bedeutung herausgefiltert, in denen starke städtebauliche und funktionale Verluste (z.B. erhöhter Leerstand, Bevölkerungsverluste, starke Überalterung, hoher Sanierungs-/Modernisierungsbedarf) festgestellt wurden bzw. erwartet werden. Diese Handlungsräume bilden die Grundlage zur Ableitung der Stadtumbaugebiete. Handlungsräume werden als diejenigen Bereiche im Stadtgebiet definiert, die einerseits aufgrund ihrer Lage und Bedeutung im Stadtgebiet besonders geeignet sind die Stadtteilzentren zu stärken und vor dem Hintergrund von Stadtumbaumaßnahmen von demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen besonders betroffen sind, deren Funktionsverluste aber schon heute auch deutlich sichtbar oder aber zukünftig zu erwarten sind. Vor dem Hintergrund der Zielsetzung "Stärkung der Stadtzentren" sollen von diesen Räumen wichtige Impulse für die weitere Stadtentwicklung Arnsbergs ausgehen. Die Handlungsräume werden als Aktions-, Modernisierungs- oder Beobachtungsraum kategorisiert und bilden die Grundlage zur Abgrenzung der Stadtumbaugebiete.

 

Die aus den Analysen und Bewertungen abgeleiteten und abgegrenzten Stadtumbaugebiete Neheim-Nord, "Alt-Arnsberg", Hüsten und "Neheim-Süd" wurden am 13.12.2006 vom Rat der Stadt Arnsberg beschlossen.

Im Rahmen der Fortschreibung wurde das Stadtumbaugebiet "Hüsten" erweitert und am 25.11.2015 in seiner neuen Abgrenzung beschlossen.
Seit 2008 sind in Nordrhein-Westfalen integrierte Handlungskonzepte eine verpflichtende Grundlage für alle vier Teilprogramme der Städtebauförderung – Soziale Stadt, Stadtumbau West, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Städtebaulicher Denkmalschutz. Ein integriertes Handlungskonzept ist ein mehrjähriges strategisches Konzept für einen definierten städtischen Teilraum. Es soll der Lösung von Problemen und der Förderung von Potenzialen in unterschiedlichen Handlungsbereichen in einem mittelfristigen Zeitraum (etwa 5 bis 7 Jahre) dienen.
Die Stadt Arnsberg hat das Städtebauliche Entwicklungskonzept von 2007 fortgeschrieben und für die am 13.12.2006 vom Rat der Stadt Arnsberg beschlossenen Stadtumbaugebiete Arnsberg und Hüsten Integrierte Handlungskonzepte erarbeitet.

Das Städtebauliche Entwicklungskonzept

Im Jahr 2007 wurde das Städtebauliche Entwicklungskonzept - STEK 2007 (pdf, 3.802 KB) der Stadt Arnsberg als strategische Grundlage der räumlichen Entwicklung vom Rat der Stadt beschlossen. Die seither durchgeführten öffentlichen und privaten Maßnahmen sowie einige veränderte gesellschaftliche Entwicklungstrends erforderten eine Fortschreibung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, um bisherige Ziele und Schwerpunktsetzungen zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren.
Auf der Grundlage des überarbeiteten STEK 2030 (pdf, 2,3 MB) wurde eine Neubewertung der Handlungsräume in einzelnen Quartieren des Stadtgebietes vorgenommen, sich abzeichnende Entwicklungstrends dargestellt und bewertet sowie die beiden Integrierten Handlungskonzepte erstellt.

Die Integrierten Handlungskonzepte

Für die Stadtteile Hüsten und Alt-Arnsberg wurden Integrierte Handlungskonzepte erarbeitet, die sich an den Aussagen des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts orientieren und diese räumlich vertiefen. Dabei wurde an zahlreichen Vorarbeiten, Konzepten und Planungen angeknüpft, die vorhandenen Ideen mit gesamtstädtischen Zielen und teilräumlichen Entwicklungsleitlinien zusammengeführt und prioritäre Projekte definiert.

Am 26.11.2015 hat der Rat der Stadt Arnsberg die Integrierten Handlungskonzepte und die Erweiterung des Stadtumbaugebietes Hüsten beschlossen.
So wurde für das Integrierte Handlungskonzept Alt-Arnsberg (pdf, 6,9 MB) insbesondere die Idee einer "Lernstation Ruhrstruktur" mit verschiedenen Bausteinen als neue Maßnahme aufgenommen. Die Idee hierzu wurde im Rahmen der öffentlichen Ideensammlung für den Natur-Erlebnis-Raum entwickelt und soll den Campus "Am Eichholz" weiter stärken.

Für das Integrierte Handlungskonzept Hüsten (pdf, 9,7 MB) wurden insbesondere weitere Maßnahmen zur Nutzung von Franz-Stock-Gymnasium, Kultur-Forum und Rathaus formuliert, die zu einer stärkeren Einbindung dieser Einrichtungen in das Quartier beitragen. Für den Sport- und Solepark wurde u. a. dessen Weiterentwicklung als Erlebnisraum für Jung und Alt sowie zur Stärkung der touristischen Potenziale (Ausbau des Wohnmobilstellplatzes) als neue Maßnahmen beschlossen.

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