Stadtumbaugebiet Neheim-Nord

Das Stadtumbaugebiet setzt sich aus dem Industrie- und Gewerbestandort entlang der Möhnestraße einschließlich des Möhneparks und den östlich angrenzenden Wohngebieten Waldsiedlung Loquet und Moosfelde zusammen.
Das Gebiet umfasst eine Fläche von 125 ha, in der 4.800 Personen (Stand: 31.12.2006) leben. Der Bereich der Möhnestraße, u. a. mit den Unternehmen BJB und Honsel, ist ein zentraler Arbeitsplatzstandort für ca. 1.000 Beschäftigte. Vorhandene Branche sind: Metallverarbeitung (v.a. Leuchten), Baustoffe, Kfz- und Baubranche, Speditionsbetrieb, (Fach-) Handel, Dienstleistungen und Beratungsunternehmen.

Gebiet Möhnestraße

Durch die Aufgabe bzw. Verlagerung der Firmen Hillebrand und Thorn entstand bereits vor einigen Jahren im zentralen Bereich eine Industriebrache mit ungenutzten Produktions- und Lagergebäuden. Um den Dienstleistungsstandort Neheim zu stärken und Teile der leer stehenden Immobilien einer neuen Nutzung zuzuführen, wurde das Kaiserhaus (ehem. Kaiser Leuchten) als Mittelstandszentrum und Tagungszentrum entwickelt. Zur Stärkung des Gebietes wird eine neue Adressbildung angestrebt. Hierzu bildet das "Modellvorhaben des Landes NRW: Innenstadtentwicklung durch Freizeit- und Kulturwirtschaft" eine gute Grundlage. Die Ergebnisse werden im weiteren Stadtumbauprozess weiter entwickelt. Für die positive Wirkung des Kaiserhauses ist es wichtig, das Umfeld in eine Neugestaltung einzubeziehen. Aus diesem Grund wird die Neugestaltung des öffentlichen Raumes - ausgehend von der Innenstadt entlang der Möhnestraße - ebenso ein wichtiges Thema des Stadtumbaus sein wie die Aufwertung des Gebäudebestandes und das Einbringen neuer Funktionen und Nutzungen.

Wohngebiet Moosfelde und Waldsiedlung Loquet

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit bildet das Wohngebiet Moosfelde mit der Waldsiedlung Loquet. Der zentrumsnahe Wohnstandort mit ca. 4.000 Einwohnern (Stand: 31.12.2006)unterliegt hohem Handlungsdruck durch die Leerstandsproblematik im wohn- und infrastrukturellen Bereich sowie durch die zum Teil belastende soziokulturelle Situation. Räumlicher Schwerpunkt in Moosfelde der Aufwertungsbemühungen bildet das Quartierszentrum. Dieses spielt als Ort der Versorgung, der Begegnung zwischen unterschiedlichen Bewohnergruppen und der Identifikation eine zentrale Rolle für die Entwicklung Moosfeldes. Durch Leerstände und gestalterische Defizite v.a. im Feiraum wird diese Funktion stark gestört. Andererseits bestehen starke Anknüpfungspunkte in Form einer aktiven Bürgerinitiative, der gesprächsbereiten Wohnungsbaugesellschaften sowie weiterer bürgerschaftlichen Initiativen.

Bereits 2005 wurde ein Prozess zur Wohnumfeldverbesserung initiiert. Die Bürgerinitiative "Bürger für Moosfelde" nimmt sich der Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation im Stadtteil besonders an. Leerstandsproblematik, hoher Anteil sozial schwacher Bevölkerung sowie fehlende Nahversorgung sind die wichtigen Themen der Stadtteilarbeit. Ziel ist es, zusammen mit den Wohnungsgesellschaften als größeren Eigentümern von Wohnungsbeständen die Leerstandsproblematik in den Griff zu bekommen und das Quartierszentrum vor einem weiteren Verfall zu bewahren sowie das Image des Quartiers zu verbessern.

Zielsetzung

  1. Sicherung des Industrie- und Gewerbestandortes Möhnestraße
  2. Weiterentwicklung des Dienstleistungsstandortes Neheim und Ausbau der Cluster (Licht und Design)
  3. Stärkung der Innenstadt durch Einrichtungen und Angebote im Bereich der Freizeit- und Kulturwirtschaft an der Möhnestraße
  4. Aufwertung eines innenstadtnahen Wohnstandortes zu einer attraktiven Adresse
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