Stadtumbaugebiet Alt-Arnsberg

Räumliche Schwerpunkte des Stadtumbaugebietes Alt-Arnsberg bilden das Bahnhofsumfeld Alt-Arnsberg, die Entwicklung eines Wohnstandortes Ruhrstraße, das Stadtteilzentrum rund um den Brückenplatz/Europoplatz sowie der Bereich um das leerstehende Hallenbad.
Das Gebiet umfasst eine Flächengröße von 238 ha mit rund 7.600 Einwohner/innen, einem Ausländeranteil von ca. 8 % und einem zusätzlichen Migrantenanteil von ca. 9 %.

Bahnhofsumfeld Alt-Arnsberg

Im Norden des Umbaugebietes befindet sich der Bahnhof, mit dem stadtbildprägendem Empfangsgebäude als Endpunkt einer wichtigen städtebaulichen Achse.

Das Empfangsgebäude befindet sich seit 2004 in städtischem Besitz und wird in Teilen als Bürgerzentrum genutzt. Der Bahnhofsvorplatz und das direkte Bahnhofsumfeld bedürfen einer Umgestaltung, hierfür liegen bereits konkrete Entwurfsplanungen vor. Direkt am Bahnhof befinden sich gewerblich genutzte Bereiche, welche in besonderem Maße von strukturellen Defiziten betroffen sind.

Die Bahnlinie trennt die zwei Gebiete "Zu den Werkstätten" im Norden und "Wintroper Weg" im Süden und bewirkt zusammen mit der Ruhr eine Isolation des nördlichen Gewerbegebietes. Ein großes Entwicklungshemmnis ist die Verkehrsanbindung des nördlichen Teilbereiches, die über die Bahngleise und die Clemens-August-Straße erfolgt sowie die innere Erschließung.

Als mittelfristiges Flächenpotenzial stehen Flächen entlang der Bahngleise im nördlichen Gewerbegebiet zur Verfügung, welche sich jedoch noch im Eigentum der Gesellschaften der Deutschen Bahn befinden. Für die Neuordnung des Gebietes wurde im Jahr 2000 im Zuge eines Werkstattverfahren eine Rahmenplanung erstellt, die auf die Weiterentwicklung zu einem attraktiven Gewerbestandort setzt.

Detaillierte Infos zu den Einzelbausteinen finden Sie hier.

Entwicklungsumfeld Ruhrstraße

Im Bereich der Ruhrstraße wurde die vorhandene Gewerbebrache als Nahversorgungsstandort entwickelt.
In der Gestaltungs- und Entwicklungsstudie von 2003 ist im rückwärtigen Bereich, in unmittelbarer Nähe an der Ruhr eine Wohnbebauung vorgesehen. 2004 wurde ein Investorenwettbewerb "Innovative Wohnbebauung Ruhrauen" ausgelobt mit der Zielsetzung hochwertige innovative Wohnbebauung zu realisieren.
Zur Verbesserung der Anbindung und Anknüpfung an die guten Wohnlagen westlich der Ruhr ist der Bau einer Fuß- und Radwegebrücke vorgesehen. Hierzu wurde im Jahr 2006 ein Realisierungswettbewerb "Fuß- und Radwegebrücke Ruhr-/Uferstraße" durchgeführt.

Stadtteilzentrum Alt-Arnsberg

Innerhalb des Umbaugebietes liegen die zentralen Einzelhandelsbereiche der Neustadt: Brückenplatz und Europaplatz mit dem Brückencenter, Gutenbergplatzes (Standort des Wochenmarktes) und der Bereich Clemens-August-Straße bis zur Rintelenstraße. Durch die Vielzahl der Orte mit Einzelhandelsnutzung ist ein zentraler Bereich nicht eindeutig zu definieren und die Attraktivität des Stadtteilzentrums für Kunden und Händler ist beeinträchtigt.

Die Ruhr ist ein dominierendes, räumlich prägendes Element in der Gesamtstadt. In Alt-Arnsberg hat die Ruhr eine starke trennende Wirkung zwischen Altstadt und Neustadt. Der Masterplan Ruhr hat gezeigt, dass die Ruhr bislang im Stadtgebiet nur wenig zugänglich und erlebbar ist. Zwischen Marienbrücke und Rundturnhalle besitz die Ruhr aber ein besonderes Potenzial als verbindendes, stadtgestalterisches Element mit hoher Aufenthalts- bzw. Naherholungsqualität.

Zielsetzung

  1. Sicherung der Innenstadtleitfunktion Einzelhandel/ Nahversorgungszentrum
  2. Attraktivierung des Gewerbe- und Verwaltungsstandortes
  3. Stärkung der Funktionen als Zentrum für Kultur und Tourismus
  4. Sicherung der Neustadt als zentraler Wohnstandort
  5. Einbindung der Ruhr in das Stadtbild