Stadtumbau in Arnsberg

 

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Möhnepforte in Neheim - Umgestaltung des öffentlichen Raums

Im Rahmen des Masterplan Ruhr (pdf, 2.725 KB) wurden unter anderem Ideen zur weiteren Qualifizierung und Verbesserung des RuhrtalRadweges entwickelt. Entlang des RuhrtalRadwegs liegt eine Vielzahl von Orten mit besonderem Erlebniswert: kulturelle Attraktionen, Freizeiteinrichtungen und Orte mit besonderem Bezug zum Fluss. Der Masterplan Ruhr macht eine Reihe von Vorschlägen zur Aufwertung und Einbindung dieser Stationen.

Im Bereich der heutigen Straße "Möhnepforte" befand sich in historischer Zeit das Möhnetor, durch welches die Menschen seit alters her in die Stadt gelangten. Hier befand sich auch die historische Flussquerung.

Ziel der Umgestaltung der Möhnepforte ist, die räumlichen Bezüge - auch Sichtbezüge - stärker herauszuarbeiten und diesem Bereich eine städtische Ausprägung zu geben. Gleichzeitig wird das touristische Potenzial des RuhrtalRadweges auch für Neheim verstärkt nutzbar gemacht. Mit der Umgestaltung wurde ein vergessener, innerstädtischer Ort einer neuen Nutzung und Attraktivität zugeführt.

Anfang 2008 wurde das Büro wbp Landschaftsarchitekten, Bochum mit der Planung der Umgestaltung des Freiraums entlang der Möhne zwischen Möhnemündung und aufgegebenen Spielplatz an der Möhnepforte beauftragt.

Die Analyse durch das Büro identifizierte im Plangebiet zwei Stadteingänge, die sich auch aus der Historie als Ruhrtor und Möhnetor ableiten lassen. Diese Stadteingänge - heute überwiegend von Fußgängern und Radfahrern genutzt - sollten durch geeignete Maßnahmen aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Die Nähe zur Stadt war für den RuhrtalRadweg-Touristen kaum zu erkennen. Darüber hinaus wurde die Anbindung durch unklare Wegeführung, schmale und verwinkelte Rampen erschwert und die Flüsse Ruhr und Möhne waren durch zugewachsene Ufer kaum sichtbar.

Die Grundgedanken des Entwurfs sind die Wiederheranführung an das Wasser, die Verknüpfung von Stadt und Freiraum, die Erstellung klar strukturierter Wegebeziehungen und die Wiederherstellung einer deutlich erkennbaren und einladenden Eingangssituationen zur Stadt.

Das Projekt ist eingebunden in die Gesamtmaßnahme der Städtebauförderung Stadtumbau West: Neheim-Nord. Die Umgestaltung des aufgegebenen Spielplatzes zu einer offenen, einladenden Fläche wurde nach einer Bauzeit von etwa einem Jahr im Frühjahr 2011 fertiggestellt.

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