SimplyCity - die einfache Stadt

Neben Mülheim an der Ruhr ist Arnsberg vom Land NRW als Modellstadt ausgewählt worden.

Logo des Modellprojektes SimplyCity
25 Städte aus NRW bewarben sich für das Projekt SimplyCity des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Zwei davon wurden als Modellstädte am 03. März 2009 durch eine unabhängige Jury, bestehend aus Vertretern des Städtetags, des Städte- und Gemeindebundes, des Europäischen Hauses der Stadtkultur e.V., des ADAC und des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW, ausgewählt: Mülheim an der Ruhr und Arnsberg.

Was bedeutet SimplyCity?

SimplyCity beschreibt ein neues Stadt- und Mobilitätskonzept, das im Sinne des Leitgedankens "Weniger ist mehr" das Leben in der Stadt und insbesondere die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer konsequent vereinfachen will. Hierzu gehören u.a. die Reduzierung überflüssiger Straßenmöblierungen, Beschilderungen und Markierungen oder der Umbau des Verkehrsraumes.

SimplyCity ist ein "Bürgerprojekt" und setzt darauf, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich aktiv mit ihren Ideen und Hinweisen in das Projekt einbringen. Denn die Bürgerinnen und Bürger als Autofahrer, Bus- und Bahnnutzer, Radfahrer, Fußgänger oder einfach nur als Anwohner wissen am besten, was in ihrer Stadt im Verkehr zu kompliziert, zu aufwändig, zu teuer, zu umständlich, zu gefährlich oder einfach nur überflüssig ist.

SimplyCity beinhaltet nicht nur den Abbau von "Überkomplexität", sondern bedeutet gleichsam die Rückkehr zum menschlichen Maß. So steht neben der konsequenten Verbesserung der Mobilitätsbedingungen für Ältere und Kinder auch das zentrale Anliegen "Verkehrssicherheit" im Focus.

Wie verläuft SimplyCity in Arnsberg?

Arnsberg hat sich mit dem Stadtteil Hüsten als Modellstadt für das Projekt SimplyCity beworben. Anlass war die Eröffnung der B 229n. Da der Durchgangsverkehr in Hüsten seitdem stark zurückgegangen ist, bietet sich nun für Hüsten die Chance, die Ortsmitte neu zu definieren und dem Hüstener Ortskern seine Bedeutung zurückzugeben.

Im vergangenen Jahr konnte schon mit dem Umbau des südlichen Abschnitts der Heinrich-Lübke-Straße begonnen werden. Dieser Abschnitt bis zur Einmündung Drostenfeld wird in 2010 fertiggestellt. In 2011 folgt die Umgestaltung des nördlichen Abschnitts der Heinrich-Lübke-Straße einschließlich der Kreuzung Heinrich-Lübke-Straße/Marktstraße und der angrenzenden Platzräume. Damit ist der städtebauliche Rahmen für die neue, alte Mitte Hüstens gegeben.

Foto eines Werkstattgespräches
Schritt 1 – Bürgerworkshop in Hüsten

In einem ersten Schritt haben sich in einem Workshop ca. 35 Hüstener Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung, Bezirksregierung und verschiedener Interessenvertretungen intensiv mit dem Thema "Was bedeutet SimplyCity für Hüsten?" auseinandergesetzt. Es wurde ein Zukunftsbild konkret aus Sicht der Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sowie der Nutzer des ÖPNV entwickelt. Als Ergebnis wurden, neben vielen sehr guten verkehrlichen und gestalterischen Ideen, auch schon konkrete Maßnahmen formuliert. Was allen Teilnehmern zusätzlich in ihrer SimpyCity-Hüsten wichtig ist, sind Leitwerte wie
  • Lebensqualität / Aufenthaltsqualität / Atmosphäre
  • Sicherheit (unter verkehrlichen und sozialen Aspekten)
  • Miteinander
  • Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit
  • Erreichbarkeit
Beteiligungskarte
Schritt 2 - SimplyCity in der Gesamtstadt Arnsberg - aktive Bürgerbeteiligung

Der SimplyCity-Gedanke soll sich nicht nur auf den Stadtteil Hüsten beziehen, sondern er soll im gesamten Stadtgebiet angewendet werden.

Für alle Arnsberger Bürgerinnen und Bürger besteht nun die Möglichkeit, aktiv ihre SimplyCity zu gestalten. Informationen, Anregungen, Ideen und Hinweise können sowohl online über das Internet unter www.simply-city.de eingegeben werden, wie auch über Dialogkarten, die in den Stadtbüros und Büchereien, in den Banken, der VHS, im Rathaus sowie in zahlreichen weiteren Eichrichtungen in der gesamten Stadt Arnsberg ausliegen.

Alle Anregungen, Ideen und Hinweise sollen den Leitgedanken "Weniger ist mehr" berücksichtigen und die Frage beantworten: "Was ist in der Stadt und ihrem Quartier im Verkehr zu kompliziert, zu aufwändig, zu teuer, zu umständlich, zu gefährlich oder einfach nur überflüssig?"

Schilderwald
Schritt 3 - Entschilderung

In einem dritten noch ausstehenden Schritt soll das Stadtbild von überflüssigen Verkehrszeichen, Wegweisern, privaten Hinweisgebern, Info-Steelen und Werbetafeln befreit werden.

Weitere Informationen zu SimplyCity finden Sie im Internet unter www.simply-city.de.