REHK - Regionales Einzelhandelskonzept

Gemeinsam für eine verträgliche Entwicklung des Einzelhandels

Seit zwei Jahren beraten die Mitglieder des Regionalen Einzelhandelskonzeptes – kurz REHK – über die stadt- und innenstadtverträgliche Entwicklung des Einzelhandels im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis.
Auf Grundlage eines umfassenden konzeptionellen Leitfadens (pdf, 38 KB), welcher die "Spielregeln" von großflächigen Einzelhandelsansiedlungen für die Region festlegt, vereinbarten die zwanzig teilnehmenden Kommunen im März 2014 die gemeinsame Zusammenarbeit.
Mittlerweile wurden zahlreiche Vorhaben diskutiert und auf ihre Verträglichkeit hin überprüft. Das beinhaltet insbesondere die Frage, ob durch entsprechende Projekte des Einzelhandels schädliche Auswirkungen auf Nachbarkommen z.B. in Form von Kaufkraftabflüssen zu erwarten sind.
Das oberste Ziel des REHK ist dabei stets die Stärkung der Innenstädte und in letzter Konsequenz die Vermeidung von Leerständen in den städtischen Zentren. Neben dem Prüfauftrag für konkrete Projekte dient das REHK auch dem Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen über aktuelle Entwicklungen des Einzelhandels.

Personeller Wechsel bei der Geschäftsstelle und dem Vorsitz des REHK

Der Vorsitz des REHK wurde in den letzten zwei Jahren durch Heinrich Horstmann von der Stadt Lippstadt gestellt. Die Führung der Geschäftsstelle und der stellvertretende Vorsitz oblagen in dieser Zeit Bettina Dräger-Möller und Thomas Vielhaber von der Stadt Arnsberg.
Auf der letzten Plenumssitzung im historischen Rathaus in Lippstadt wurde nun Olaf Steinbicker von der Stadt Soest einstimmig für den Vorsitz des REHK gewählt. Stephan Rach und Klaus Wahle von der Kreis- und Hochschulstadt Meschede werden zukünftig die Geschäftsstelle und den stellvertretenden Vorsitz stellen. Die Erfahrungen der letzten Jahre werden somit genutzt, um die Entwicklungen des Einzelhandels in der Region auch in Zukunft gemeinschaftlich begleitet zu können.

Das REHK

Ziel des Konzeptes, das von mittlerweile 20 der 24 Städte und Gemeinden im Kooperationsraum mitgetragen wird, ist es, die Einzelhandelsentwicklung untereinander abzustimmen, um die Innenstädte in ihren Funktionen zu sichern und als attraktive Kernbereiche der Städte und Gemeinden weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll ein Konsens über regional bedeutsame Einzelhandelsvorhaben innerhalb und außerhalb des Kooperationsraumes erzielt werden.

Konkret erhoffen sich die Kommunen mit dem Konzept, das in ähnlicher Form in 12 weiteren Regionen in Nordrhein-Westfalen Anwendung findet, dem ungebremsten Flächenwachstum von Fachmärkten außerhalb der Ortskerne entgegenwirken zu können. Aber auch die Nahversorgung in den Städten und Gemeinden soll gestärkt werden. Insgesamt soll dem erwünschten Wettbewerb zwischen den Standorten und den Händlern ein verlässlicher Rahmen geboten werden, der die städtebauliche Entwicklung der Ortskerne und Stadtzentren positiv beeinflusst. Auf diese Weise kann dem Handel durch die regionale Abstimmung auch Investitionssicherheit gegeben werden.

Die für das Regionale Einzelhandelskonzept erarbeiteten Ziele und Steuerungskriterien gehen dabei nicht über die Vorgaben und Aussagen der kommunalen Einzelhandelskonzepte hinaus, sondern führen diese zusammen und garantieren so ein regional abgestimmtes Handeln. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt über inhaltliche Aussprachen u.a. im Rahmen eines Plenums zwischen den Vertretern der beteiligten Städte und Gemeinden des Kooperationsraumes. Diese finden Unterstützung durch die Bezirksregierung Arnsberg, den Kreis Soest, den Hochsauerlandkreis, die Industrie- und Handelskammer und den Einzelhandelsverband.

Folgende Städte und Gemeinden im Kooperationsraum haben die Vereinbarung unterzeichnet:



Hochsauerlandkreis Kreis Soest
Arnsberg Anröchte
Bestwig Bad Sassendorf
Eslohe Ense
Hallenberg Erwitte
Marsberg Geseke
Meschede Lippetal
Olsberg Lippstadt
Schmallenberg Rüthen
Sundern Soest
  Warstein
  Wickede