Findet Freiraum Innen statt?

Wanderausstellung des Netzwerks Innenstadt NRW

Nach der erfolgreichen Präsentation der Ausstellung im Foyer der Volksbank Sauerland (04.-14.09.12) war die Wanderausstellung "Findet Freiraum Innen statt?" des Netzwerks Innenstadt NRW vom 17.- Septemeber bis zum 05. Oktober 2012 zu Gast im Foyer der Bezirksregierung Arnsberg.

Ziel der Ausstellung war, die Funktionen von Freiräumen sowie die Anforderungen und Möglichkeiten einer qualitätsvollen Freiraumentwicklung beispielhaft zu zeigen. 40 Projekte aus 20 Mitgliedsstädten, darunter Arnsberg, gaben Antworten und präsentieren

  • Beispiele für innerstädtische Freiraumkonzepte und Grünsysteme,
  • Freiraumprojekte im Kontext der Reaktivierung von innerstädtischen Flächen, Brachen und Gebäuden,
  • Beispiele zur Zwischennutzung von Räumen, Gebäuden, Brachflächen,
  • Aktionen zur Aktivierung von Freiräumen u. a. im Rahmen von "Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW",
  • Projekte von unterschiedlichen Nutzergruppen zur Zwischennutzung freier Räume sowie
  • Beispiele für die Aneignung von "Unorten" oder lange ungenutzten Orten.

Aus Arnsberg wurden zwei Projekte vorgestellt:

Zur Ausstellung

Wo ist Innenstadt heute noch frei und wo sind heute noch freie Räume in der Innenstadt? Im Rahmen der Tagung Innenstadt 2012 ist das Netzwerk Innenstadt NRW diesen Fragen u. a. im Rahmen einer Ausstellung nachgegangen. Anhand realisierter und geplanter Projekte sowie über Veranstaltungen und Aktionen präsentierten die Mitgliedsstädte des Netzwerks die "Gute Praxis" und gaben Antworten auf die zukünftigen Funktionen von Freiräumen sowie die Anforderungen an eine qualitätsvolle Freiraumentwicklung.

Freiräume sind elementare Bestandteile von Stadt. Sie sind gleichberechtigter Part und Ergänzung zur gebauten Struktur und bilden gemeinsam mit dieser das Grundgerüst im Stadtgefüge. Mit Blick auf urbane Stadträume werden Freiräume vielfach zu Projektionsflächen unterschiedlichster Nutzungen. Gleichzeitig beeinflussen ihre Lage und ihr Zustand den Wert angrenzender Nutzungen und Immobilien. Die vielfältigen Nutzungsansprüche an Freiräume stehen vielerorts im Widerspruch zu dem Wunsch nach Ruhe oder auch dem Erhalt von natürlichen Rückzugsräumen. Vor dem Hintergrund der Möglichkeiten dem Klimawandel zu begegnen, erhält gerade das Freihalten von Flächen eine neue Aufmerksamkeit.

Freie Räume in der Innenstadt können grundsätzlich vieles sein: Park- und Grünflächen, aber auch Baulücken, Brachen oder Leerstände in Gebäuden. Für die Stadtentwicklung sind freie Räume Herausforderung und Chance zugleich. Park- und Grünflächen stellen potentielle Oasen der Erholung dar. Baulücken, Brachflächen und "Unorte" bieten die Chance, diese zu beseitigen, sind aber mit Blick auf einen nachlassenden Entwicklungsdruck auch Möglichkeitsräume für temporäre Zwischennutzungen. Im Rahmen der Diskussionen über Privatisierung und Kommerzialisierung wiederum verändert sich das Potential der Räume und ihrer Möglichkeiten.

Die Ausstellung wurde vom "Netzwerk Innenstadt NRW" in Kooperation mit dem bdla – Landesgruppe NRW organisiert und ist derzeit auf Wanderschaft an mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen.

In Arnsberg wurde die Ausstellung im Rahmen des Modellvorhabens "Arnsberger Modell Baukultur" an zwei Standorten gezeigt.

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