Integriertes Handlungskonzept (InHK) Altstadt Arnsberg

Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2014 wurde für die Altstadt Arnsberg (Gebiet der Erhaltungssatzung) ein Integriertes Handlungskonzept als Grundlage für die Aufnahme in die Städtebauförderung des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ erarbeitet.

Dieses wird nun angepasst, aktualisiert und fortgeschrieben, um die erfolgreich begonnenen Stadtumbaumaßnahmen in der Altstadt auf der Grundlage eines aktualisierten Konzeptes und vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen weiterführen zu können.
Dabei fließen die Ergebnisse von Konzepten und Planungen, die in den vergangenen Jahren für die Altstadt erarbeitet wurden (hier vor allem des Denkmalpflegeplans sowie der Energetischen Stadtsanierung), in die Überarbeitung des Handlungskonzeptes ein.

Hierzu hatte der Rat der Stadt Arnsberg bereits am 30.09.2014 die Anpassung und Aktualisierung des Integrierten Handlungskonzeptes Altstadt Arnsberg beschlossen (Drs. 86/2014). Und am 19.09.2017 wurden vom Haupt- und Finanzausschuss Mittel für die Beauftragung eines externen Büros bereitgestellt.

Das InHK wird die vorhandenen Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des Betrachtungsraums darstellen und daraus konkrete, einzelne Maßnahmenbausteine und Handlungsprioritäten in einem offenen Dialog mit Akteuren und der Öffentlichkeit ableiten. Das InHK schlägt konkrete und vor allem lokal abgestimmte Lösungen für die funktionalen und städtebaulichen Herausforderungen vor. Ein wesentliches Element dabei ist, die gesamtstädtischen Rahmenbedingungen nicht aus den Augen zu verlieren. Leitbild, Ziele und Maßnahmen werden daher immer in Bezug zum gesamtstädtischen Leitbild sowie zu gesamtstädtischen Zielsetzungen erarbeitet.

Im Ergebnis liegt ein Konzept vor, das einen abgestimmten Katalog von ausdifferenzierten und konkretisierten Maßnahmen enthält und damit als Orientierungsrahmen für die nachhaltige Entwicklung Alt-Arnsbergs fungiert. Es bildet damit die notwendige Grundlage und Voraussetzung zur Beantragung von Mitteln der Städtebauförderung.

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Initiativen, den Akteuren vor Ort wurden in den vergangenen Monaten Ideen und Maßnahmen erarbeitet, mit denen die Entwicklung des Stadtteils unterstützt werden soll.

In unterschiedlichen Beteiligungsformaten und unterschiedlicher Beteiligung wurden hierzu differenziert die Themen Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kulur, Bildung, Verkehr und Toursimus in Expertengesprächen aber auch in Workshop-Formaten erarbeitet, die Ergebnisse bisheriger Planungen, Konzepte und Ideen analysiert und bewertet und in das InHK aufgenommen.

Zeitplanung


Di 26.06.18 18.00 - 21.30 KulturSchmiede, Arnsberg Öffentliche Auftaktveranstaltung Präsentation der Auftaktveranstaltung (pdf, 22 MB)
August / September 2018 Orte werden mit Einladung bekannt gegeben Expertengespräche
16.10.2018 18.00 Peter-Prinz-Bildungshaus Perspektiven-Workshop Präsentation des Perspektiven-Workshops (pdf, 5.600 KB)
Do 22.11.18 18.30 - 21.00 Bürgerinformationsveranstaltung - VERSCHOBEN
Do 07.03.2019 18.30 - 21.30 Historische Klosterbibliothek Konzept- und Maßnahmen-Workshop mit Akteuren
Do 21.03.19 17.30 Rathaus, Konrad-Adenauer-Saal Beratung im Ausschuss für Planen|Bauen|Umwelt
Do 04.04.2019 18.30 - 21.00 Kulturschmiede Bürgerinformationsveranstaltung / Kolloquium Präsentation der Konzepte und Maßnahmen (pdf, 12,8 MB)
17.30 Beratung im Bezirksausschuss Arnsberg
Di 25.06.2019 17.30 Rathaus, Konrad-Adenauer-Saal Beratung im Ausschuss für Planen|Bauen|Umwelt
Do 11.07.2019 19.30 Kulturschmiede Bürgerinformation / Kolloquium Präsentation zur Bürgerinformation (pdf, 13,6 MB)
Mi 09.10.2019 17.30 Ratssaal Beschluss im Rat der Stadt Arnsberg

Das Bund-Länder-Förderprogramm

Mit dem Bund-Länder-Förderprogamm wird die Sicherung, Erhaltung, Modernisierung und die zukunftsfähige Weiterentwicklung von Gebäuden, Ensembles und sonstigen baulichen Anlagen sowie die Erhaltung und Umgestaltung von Straßen und Plätzen mit geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung in historischen Stadtkernen der neuen und seit 2009 auch der alten Länder gefördert. Dabei sollen die historischen Stadtkerne und -quartiere nicht zu Museen werden. Vielmehr sollen sie sich zu lebendigen Orten entwickeln, die für Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit gleichermaßen attraktiv sind und sowohl Einwohner als auch Besucher anziehen“ (vgl. https://www.bmi.bund.de/).

Stadtteilzentren, insbesondere die Altstadt, sind identitätsstiftend und imagebildend für jede Stadt. Funktionsverluste und städtebauliche Defizite werden gerade hier als besondere Wunden wahrgenommen. Sie wirken sich nicht nur auf den jeweiligen Stadtteil selbst aus, sondern nehmen auch Einfluss auf angrenzende und umliegende Siedlungsbereiche. Viele Zentren stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Private Gebäude und öffentliche Einrichtungen sind unansehnlich geworden, zeigen Erneuerungsbedarf; Nutzungsstrukturen, aber auch Anforderungen der Nachfrager haben sich verändert.

Video Altstadtbefliegung
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Zur Einstimmung auf den Planungsprozess wurde zu Beginn der Auftaktveranstaltung im Juni 2018 ein vierminütiger Film gezeigt, der das Planungsgebiet aus der Vogelperspektive zeigt. Dieser Film wurde von de Stadt Arnsberg, Fachdienste 4.1 und 4.5 erstellt.

Fachliche Unterstützung durch das Büro ASS

Zur Unterstützung bei der Konzepterstellung und Durchführung des Beteiligungsprozesses hat die Stadt Arnsberg das Büro Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung Hamerla | Gruß-Rinck | Wegmann + Partner (kurz: ASS)" aus Düsseldorf beauftragt. Das Büro unterstüzt die Stadt Arnsberg bei der Durchführung des Gesamtprozesses, insbesondere den Akteursgesprächen und den geplanten Werkstätten sowie der Konzepterstellung.