Integriertes Handlungskonzept (InHK) Altstadt Arnsberg

Zur Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes für den Bereich der Altstadt Arnsberg fand am 26.06.2018 von 18.00 bis 20.30 Uhr die öffentliche Auftaktveranstaltung in der Kulturschmiede statt. Ca. 100 Personen haben an der Veranstaltung teilgenommen und an den Diskussionen beteiligt. Zu Beginn der Veranstaltung wurde der folgende filmische Beitrag zur Einstimmung gezeigt.
Video Altstadtbefliegung
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Im Jahr 2014 wurde für die Altstadt Arnsberg (Gebiet der Erhaltungssatzung) ein Integriertes Handlungskonzept als Grundlage für die Aufnahme in die Städtebauförderung des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ erarbeitet.

Mit dem Bund-Länder-Förderprogamm wird die Sicherung, Erhaltung, Modernisierung und die zukunftsfähige Weiterentwicklung von Gebäuden, Ensembles und sonstigen baulichen Anlagen sowie die Erhaltung und Umgestaltung von Straßen und Plätzen mit geschichtlicher,künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung in historischen Stadtkernen der neuen und seit 2009 auch der alten Länder gefördert. Dabei sollen die historischen Stadtkerne und -quartiere nicht zu Museen werden. Vielmehr sollen sie sich zu lebendigen Orten entwickeln, die für Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit gleichermaßen attraktiv sind und sowohl Einwohner als auch Besucher anziehen“ (vgl. https://www.bmi.bund.de/).

Um die erfolgreich begonnenen Stadtumbauarbeiten in der Altstadt weiterführen zu können, hat der Rat der Stadt Arnsberg bereits am 30.09.2014 die Anpassung und Aktualisierung des Integrierten Handlungskonzeptes Altstadt Arnsberg beschlossen (Drs. 86/2014). Das seinerzeit beschlossene Konzept bedarf, vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen einer Anpassung, Aktualisierung und Fortschreibung.

Am 19.09.2017 hat der Haupt- und Finanzausschuss Mittel für die Beauftragung eines externen Büros zur Erarbeitung des Integrierten Handlungskonezptes beschlossen.

Stadtteilzentren, insbesondere die Altstadt, sind identitätsstiftend und imagebildend für jede Stadt. Funktionsverluste und städtebauliche Defizite werden gerade hier als besondere Wunden wahrgenommen. Sie wirken sich nicht nur auf den jeweiligen Stadtteil selbst aus, sondern nehmen auch Einfluss auf angrenzende und umliegende Siedlungsbereiche. Viele Zentren stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Private Gebäude und öffentliche Einrichtungen sind unansehnlich geworden, zeigen Erneuerungsbedarf; Nutzungsstrukturen, aber auch Anforderungen der Nachfrager haben sich verändert.

Das InHK wird die vorhandenen Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des Betrachtungsraums darstellen und daraus konkrete, einzelne Maßnahmenbausteine und Handlungsprioritäten in einem offenen Dialog mit Akteuren und der Öffentlichkeit ableiten. Das InHK schlägt konkrete und vor allem lokal abgestimmte Lösungen für die funktionalen und städtebaulichen Herausforderungen vor. Ein wesentliches Element dabei ist, die gesamtstädtischen Rahmenbedingungen nicht aus den Augen zu verlieren. Leitbild, Ziele und Maßnahmen werden daher immer in Bezug zum gesamtstädtischen Leitbild sowie zu gesamtstädtischen Zielsetzungen erarbeitet.

Im Ergebnis liegt ein Konzept vor, das einen abgestimmten Katalog von ausdifferenzierten und konkretisierten Maßnahmen enthält und damit als Orientierungsrahmen für die nachhaltige Entwicklung Alt-Arnsbergs fungiert. Es bildet damit die notwendige Grundlage und Voraussetzung zur Beantragung von Mitteln der Städtebauförderung.

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Initiativen, den Akteuren vorort werden Ideen und Maßnahmen erarbeitet, mit denen die Entwicklung des Stadtteils unterstützt werden soll. Dabei ist der Erfolg dieses Konzeptes in hohem Maße von der Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger abhängig. In unterschiedlichen Beteiligungsformaten und unterschiedlicher Beteiligung werden differenziert die Themen Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kulur, Bildung, Verkehr und Toursimus in Expertengesprächen aber auch in Workshop-Formaten erarbeitet. Im Juli/August 2018 sollen erste Gespräche mit verschiedenen Akteuren vorort in Arnsberg geführt werden. Parallel werden die Ergebnisse bisheriger Planungen, Konzepte und Ideen analysiert und bewertet und in das InHK aufgenommen. Ziel ist es, das InHK bis zum Sommer 2019 fertigzustellen, um dann anschließend Förderanträge für das Stadterneuerungsprogramm 2020 stellen zu können.

Einbindung weiterer Konzepte, Planungen, ...

In den vergangenen zwei Jahren wurde der Denkmalpflegeplan erarbeitet. Dessen Ergebnisse fließen ebenso in das Integrierte Handlungskonzept wie die Ideen und Ansätze der Energetischen Stadtsanierung. Das Integrierte Handlungskonzept bündelt und definert Prioritäten.

Zeitplanung - ÄNDERUNG


Datum Uhrzeit Ort Titel
Di 26.06.18 18.00 - 21.30 KulturSchmiede, Arnsberg Öffentliche Auftaktveranstaltung
August / September 2018 Orte werden mit Einladung bekannt gegeben Expertengespräche
16.10.2018 18.00 Peter-Prinz-Bildungshaus Perspektiven-Workshop
Do 22.11.18 18.30 - 21.00 Bürgerinformationsveranstaltung WIRD VERSCHOBEN
Di 11.12.2018 18.00 Rathaus, Konrad-Adenauer-Saal Bericht im Ausschuss für Planen|Bauen|Umwelt
Februar 2019 18.30 - 21.00 Ort wird noch bekannt gegeben Konzept- und Maßnahmen-Workshop
Do 21.03.19 17.30 Rathaus, Konrad-Adenauer-Saal Beratung im Ausschuss für Planen|Bauen|Umwelt
Ende März / Anfang April 2019 Ort wird noch bekannt gegeben Bürgerinformation / Kolloquium
Anfang Juli 2019 Ort wird noch bekannt gegeben Bürgerinformation / Kolloquium
26.09.2019 17.30 Ort wird noch bekannt gegeben Beratung und Beschluss in den politischen Ausschüssen

Fachliche Unterstützung durch das Büro ASS

Zur Unterstützung bei der Konzepterstellung und Durchführung des Beteiligungsprozesses hat die Stadt Arnsberg das Büro Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung Hamerla | Gruß-Rinck | Wegmann + Partner (kurz: ASS)" aus Düsseldorf beauftragt. Das Büro unterstüzt die Stadt Arnsberg bei der Durchführung des Gesamtprozesses, insbesondere den Akteursgesprächen und den geplanten Werkstätten sowie der Konzepterstellung.