THERMALSOLEPARK 2013+ | "Arnsberger Thermalsole für alle!"

Konzept des Landschaftsarchitekturbüros GTL, Düsseldorf | Basis für die weitere Entwicklung der "Große Wiese" im Stadtteil Hüsten

Solesprudler zur Identitätsbildung
Auf der Basis des Wettbewerbes "Integriertes Entwicklungskonzept 'Große Wiese'" wurde das Landschaftsarchitekturbüro GTL, Düsseldorf beauftragt, den Siegerentwurf weiter auszuarbeiten und zu konkretisieren. Herausgekommen ist ein Konzept, das Spielraum für Entwicklungsoptionen eröffnet und somit langfristig zu einer deutlichen Positionierung des Stadt Arnsberg und des Stadtteils Hüsten im Themenfeld "Gesundheit", "Wellness", "Sport", "Erholung" und "Freizeit" beiträgt.

Die wesentlichen Merkmale des geplanten THERMALSOLEPARK werden nachfolgend beschrieben:

Der Auftaktplatz | Eingang zum Park

Ein neuer Platz ist Eingang und Auftakt für die neue Adresse THERMALSOLEPARK und hat eine verbindende Wirkung für vorhandene Einrichtungen und Nutzungen (Schule, Freizeitbad, Sport und Park). Das heutige Freibadbecken wird zugunsten eines großzügigen Platzes aufgegeben, der - unter Einbeziehung der heutigen Fläche der Geothermie-Bohrung - mit gartenkünstlerischen Stilmitteln in Form von Gehölzstreifen gestaltet wird. Hierdurch wird mit einfachen Mitteln die städtebauliche Achse vom Erlenbach bis zum NASS repräsentiert, die durch eine direkte Wegeverbindung zwischen dem Eingang des NASS und dem südlich gelegenen Parkplatz verstärkt wird.

Die Straße "Klosfuhr" wird in die Gestaltung eingebunden, ebenso die vorhandene Bushaltestelle. Eine Verstärkung der Adressbildung wird anhand von "Solesprudlern" erreicht, die im Schnittpunkt der Sichtachsen der einzelnen Wege in den Boden eingelassen werden ("Soleplatz") und den Eingang zum THERMALSOLEPARK markieren. Ein Objekt im Eingangsbereich des NASS weist auf die Nutzung von Geothermie zum Klimaschutz (CO2-arme Einrichtung) hin (z. B. der verwendete Bohrkopf).

Langfristig besteht die Option, den gesamten Platz als multifunktionalen Platz zu gestalten und damit auch den heutigen Parkplatz des Freizeitbades NASS für höherwertigere Nutzungen freizumachen.

Gabionenbauwerk mit Gradierwerk | Sole für alle

Mit der jetzigen Stellung des Gradierwerkes wird der Zugang zum Gradierwerk sowohl für zahlende Besucherinnen und Besucher des NASS - und zwar der Saunalandschaft und des Freizeit- und Sportbades - als auch für die Öffentlichkeit möglich. Dabei wird der therapeutisch wirksame Bereich (das eigentliche Gradierwerk aus Schwarzdornpaketen, "Kur vor Ort") in eine - durch ihre Höhe und Länge definierte - raumwirksame und den THERMALSOLEPARK prägende Gabionenwand integriert. Das traditionelle Gradierwerk erhält somit eine moderne Ausprägung, die unterschiedliche Zielgruppen anspricht und sich von bestehenden Gradierwerken deutlich abhebt.

Sole-Quellpunkt und Wegeachsen

Die Neupositionierung des Gradierwerkes hat auch zu einer Neuordnung des Solequellpunktes und der Wegeachsen geführt. Als "symbolischer Quellpunkt" wird die ursprüngliche Bohrung östlich der Sporthalle (Bohrung Arnsberg-Erlenbach 1) in das Zentrum des THERMALSOLEPARK verlegt. Eine Quellpunktinszenierung (z. B. anhand eines Brunnens) ermöglicht ein Erleben des Mediums Solewasser für alle.

In zwei Wegeachsen gegliedert, erschließt sich der THERMALSOLEPARK dem Nutzer auf klar ablesbare Weise mit definierten Anfangs- und Endpunkten. Definiert durch den "Soleplatz" innerhalb des Auftaktplatzes führen zwei Wegeachsen über den neuen Quellplatz in Richtung Stadion. Ausgehend von dem Gabionenbauwerk mit seinem medizinisch wirksamen Bereich führen zwei Wegeachsen über den neuen Quellplatz Richtung Erlenbachbrücke und den dahinter liegenden Parkplatz.

Mit zukünftigen neuen Nutzungen im sportlichen wie im Wellness- und Gesundheitsbereich wird eine stärkere Frequentierung der Wegebeziehungen erreicht. Eine Gehölzauslichtung im Bereich des Erlenbachs verstärkt die Blickbeziehung zwischen Parkplatz, Gradierwerk und Freizeitbad NASS und trägt zu einer höheren Akzeptanz des großen Stellplatzangebotes im südlichen Bereich bei. Später soll durch eine Renaturierung des Erlenbachs die Qualität des THERMALSOLEPARK noch weiter gesteigert werden.

Wasseranwendungen und zusätzliche sportliche Angebote

Das Konzept eröffnet die Möglichkeit vielfältiger zusätzlicher Angebote, die zu einer weiteren Profilierung des THERMALSOLEPARK als Wellness- und Gesundheitspark beitragen. Zwischen der Wegespange östlich der vorhandenen Sporthalle bieten sich Möglichkeiten für Wasseranwendungen in unterschiedlicher Ausprägung [z. B. Anwendungen der Traditionellen Europäischen Medizin (u. a. Kneipp-Anwendungen), "Spielplatz mit Wasser"]. Eine Finnenbahn (Rindenhäcksellaufbahn) umspannt den östlichen Bereich des Parks mit dem Stadion und den beiden Tennenplätzen. Eine Kletterwand an der Außenwand des Stadions eröffnet - je nach Ausprägung - neuen Nutzergruppen zusätzliche Optionen.

Einbindung des THERMALSOLEPARK

Bereits vorhandene Wege im Bereich des zukünftigen THERMALSOLEPARK ermöglichen eine optimale Einbindung des Parks im örtlichen, aber auch regionalen Kontext. Mit einer langfristigen Umgestaltung des Kreuzungsbereiches "Arnsberger Straße/Klosfuhr" als Kreisverkehr wird die Adressbildung des Bereiches weiter begünstigt und für den Kfz-Verkehr ein komfortabler Zugang zum THERMALSOLEPARK geschaffen. Mit der Ausgestaltung des Auftaktplatzes wird sowohl der überregionale (touristische) wie der örtliche Radverkehr in die Planung eingebunden. Der im nördlichen Bereich des Parks vorhandene RuhrtalRadweg ermöglicht darüber hinaus eine Verbindung zum Möhnesee und in das Waldgebiet jenseits der Autobahn.

Eine Anbindung der Parkanlage an das Rad- und Fußwegenetz zum Stadtteil Hüsten ist ebenfalls vorhanden und soll zukünftig weiter optimiert werden. Als Image bildende Maßnahme sollen die in den Boden eingelassenen "Solesprudlern" auch im Zentrum von Hüsten auf das Alleinstellungsmerkmal "Arnsberger Thermalsole" aufmerksam machen und durch ihren "Wiedererkennungswert" die Adressbildung nachhaltig stärken.

Die Bauabschnitte | "Auf dem Weg zum THERMALSOLEPARK 2013+"

Zur Umsetzung des THERMALSOLEPARK werden in den kommenden Monaten neben dem Gabionenbauwerk mit Gradierwerk für Saunabereich und Badebereich des NASS sowie der Öffentlichkeit ("Arnsberger Thermalsole für alle!"), der Auftaktplatz als Eingang zum Park mit gartenkünstlerischen Stilmitteln sowie die Wegeachsen durch den Park in einem Schritt realisiert.

Die Entwicklung der Themen "Sole-Quellpunkt", "Wasseranwendungen" (im Bereich östlich der Sporthalle), aber auch zusätzliche Angebote insbesondere im sportlichen Bereich, tragen zu einer weiteren Profilierung des THERMALSOLEPARK 2013+ bei. Hier sind weitere Konkretisierungen der tatsächlich zu realisierenden Nutzungen in Absprache mit lokalen Akteuren und potentiellen Sponsoren notwendig.

Ein Plakat zum Thermalsolepark (pdf, 662 KB) fasst die wesentlichen Informationen zum geplanten Park zusammen.