Busbegleitung

2021-07-04 Text: Katharina Wagner, Foto: RLG

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Die Busbegleitung für Jung und Alt braucht dringend Verstärkung

Eine helfende Hand beim sicheren Ein- und Ausstieg

Die Busbegleitung – ein vom Seniorenbeirat initiiertes Projekt

Sechs Busbegleiter*innen sind seit vielen Jahren eine tatkräftige Hilfe beim Ein- und Ausstieg, besonders mit Rollator, Kinderwagen und viel Gepäck. Sie geben Auskunft über Fahrpläne, entlasten manchmal auch den Busfahrer beim Manövrieren durch eng parkende Autos. Sie verhelfen ehrenamtlich Jung und Alt mit viel Engagement und Geschick durch ihre helfende Hand zu mehr Mobilität. Es sind aber zu wenig Servicekräfte. Deshalb wird dringend Verstärkung gebraucht.

Ende 2014 sollte die Busbegleitung auf der Linie C2 wegen Personalmangels eingestellt werden. Eine schreckliche Vorstellung für viele, die Unterstützung benötigen. Um sich sicherer zu fühlen, brauchten sie doch jemanden, der zuverlässig im Bus dieser Linie mitfährt; bereit zum Helfen beim Ein- und Ausstieg. Da musste doch Ersatz her. Nach einem öffentlichen Aufruf war die Busbegleitung auf dieser Linie erst einmal gerettet, wenn auch nicht ausreichend.

Welche Eigenschaften muss eine Busbegleitung mitbringen?

Sie muss hilfsbereit und zuverlässig sein. Sie sollte aber auch zupacken können. Es ist aber keine schwere Arbeit.

Wie kommt denn ein Fahrgast mit seinem Rollator in den Bus? Das sehen wir uns mal aus der Nähe an.

Jeden Moment müsste der Bus der Linie C2 zum Neheimer Markt um die Ecke biegen. Da kommt er auch schon. Fahrgäste steigen ein, Fahrgäste steigen aus. Ein älterer Herr mit seinem Rollator will auch mit. Kein Problem. Der ältere Herr ist ganz entspannt. Denn was jetzt kommt, kennt er ja schon. Ah, die Busbegleitung erscheint in der Tür, erkennbar an ihrer blauen Weste. Sie steigt aus.  Ein herzliches Hallo auf beiden Seiten. Und schon geht es los. Hoffentlich hebt der ältere Herr sein Gefährt nicht an und hievt es in den Bus! Denn dann fliegt er wie ein Pilot hinterher. Nein, er macht es nicht.  Er weiß, dass der Rollator eine Kippvorrichtung hat. Die Busbegleitung erklärt nun in Stichworten den Vorgang des Einsteigens. Viel Zeit dazu hat sie nicht. Der Bus  will ja hier nicht stehenbleiben, sondern weiterfahren: Vorderräder hoch, abin den Bus, Hinterräder nachschieben, Bremsen rein. Eine gesunde Hand an die Stange des Busses, die andere an den Rollator, Körper in den Bus (manchmal mit Unterstützung), Rollator an den Platz, Bremsen rein, Mensch auf den Sitzplatz.

Wie kommt der Fahrgast mit seinem Rollator wieder raus aus dem Bus?

Mensch an den Rollator, Bremsen raus, gesunde Hand an die Haltestange, die andere an den Rollator, drehen, Bremsen rein, rückwärts aussteigen (manchmal mit Unterstützung), Hände an den Rollator, Bremsen lösen, Hinterräder abkippen, Vorderteil nachziehen, Rollator drehen. Abmarsch! Es ist etwas kompliziert, ist aber sicher.

Die Busfahrer sind dankbar für die Hilfe der Busbegleitung. Ihre Devise lautet: „Egal, wie lange dieses Manöver dauert, Krankenwagen und Polizei im Sturzflug rufen dauert länger!“

Reicht das Team der ehrenamtlichen Busbegleiter*innen zurzeit aus?

Nein! Es braucht dringend Unterstützung. Denn der Kreis wird durch Alter und Krankheit immer kleiner.


Haben Sie Interesse?

Wenn Sie Lust und ein wenig Zeit für ein bis zwei Vormittage im Monat haben, Jung und Alt zu mehr Mobilität verhelfen und als Dank in glückliche Augen schauen möchten, dann beantwortet Ihnen Manfred Pollmeier (Tel.: 02931 – 16952) oder Marita Paulick (Tel.: 02932 – 9412608) Ihre Fragen.

Trauen Sie sich, solch ein tolles Ehrenamt lohnt sich!

 


 

Busbegleiter auf den Linien C2 und C4

Auf den Linien C2 und C4 der RLG in Neheim sind nun Mittwochs- und Samstagsvormittag die Busbegleiter unterwegs. Gut erkennbar an den blauen Jacken mit entsprechendem Hinweis. Für die Strecke C3 (Arnsberg) werden noch Ehrenamtliche gesucht.




Meldungen nehmen Manfred Pollmeier (02931) 16952,
Marita Paulick (02932) 9412608 und