Montagswissen

 

Heute schon an morgen denken – on Tour mit dem Seniorenbeirat und deren helfende Hand nach Iserlohn

Am 03.02. ging die Busfahrt – besetzt mit sehr vitalen fröhlichen Gästen – zur Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik nach Iserlohn. Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hatte im Rahmen der beliebten Informationsreihe Montagswissen unter dem Motto „Heute schon an morgen denken“ eingeladen. Mit an Bord waren zwei sehr erfahrene, engagierte und hilfsbereite Busbegleiter (eine Dame und ein Herr) des Seniorenbeirates. Deren helfende warme Hand wurde von den Gästen gern in Anspruch genommen. Nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern auch in der weitläufigen bundesweit einzigartigen Dauerausstellung für generationenübergreifendes Wohnen. Immerhin war eine sehr sachkundige zweistündige Führung auf einer Fläche von 1.200 qm mit 1.000 Produkten von fast 100 Herstellern zu meistern, die aber so kurzweilig und außergewöhnlich interessant war, dass selbst der vorsichtshalber mitgebrachte Rolli am Eingang stehen blieb. Bei Bedarf nahmen die Arnsberger Besucher lieber die helfende warme Hand des Busbegleiters in Anspruch.

 

Die Ausstellung, die sich durch Komfort, Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Funktionalität, Ästhetik und Design auszeichnet, ist in einen Mehrgenerationenbereich und in einen Pflege- und Behindertenbereich unterteilt.

Hilfe zur Selbsthilfe


Zunächst ging es in den Küchenbereich. Die ganze Familie, von unterschiedlicher Größe, hätte ihre Freude zum Beispiel an einer Küchenzeile gehabt, deren Hängeschränke sie bequem ohne Leiter hätte öffnen und schließen können. Die Schränke fuhren nämlich per Knopfdruck motorisch nach unten oder oben und sogar nach vorne. Auch Behinderte hätten ohne Mühe Geschirr oder Vorräte aus dem Schrank entnehmen können. Arbeitsplatten mit Unterschränken ließen sich hoch und runter fahren. Für jeden die richtige Arbeitshöhe, auch mit dem Rollstuhl zu unterfahren. Besonders interessant war jedoch der Herdwächter, um Haushaltsbrände zu verhüten.
So ging es zum Erstaunen der Besucher immer, immer weiter. Die aufgebauten Badezimmer luden zum Relaxen ein, alles vom Feinsten, natürlich barrierefrei und so bequem. Die WCs, auf Wunsch sogar mit Neigung oder eingebauter Dusche oder barrierefreie  Waschtische (mit rutschfesten Halteöffnungen) fuhren per Fernbedienung motorisch rauf und runter. Es gab auch Badewannen (auf Wunsch mit wasserdichter Tür  für einen bequemen Einstieg) und Handtuchtrockner, beides mit eingebauten Nachtlichtern oder Einhebelmisch-Armaturen mit thermostatischem Verbrühungsschutz im Mehrgenerationenbad. So legten die Besucher im Badbereich erst einmal einen Zwischenstopp ein. Diese gut durchdachten Komfort- und pflegeleichten Qualitätsprodukte für jede Generation mussten erst einmal ausprobiert und begutachtet werden.

 

Kleines komplettes Pflegebad im Pflegezimmer

Danach ging es über Mobilität, Wohnen, Heim, Freizeit, Telekommunikation in den Behinderten- und Pflegebereich. Dort wurden Treppenlifte, sehr komfortable und bequeme Pflegebetten, denen man es aber nicht ansah, ausprobiert. Es gab sogar eine Pflegebettkabine, die direkt im Pflegezimmer installiert werden kann. Sie benötigt nur eine Stellfläche von 1,2 qm.

 

Somit waren für die meisten Besucher in der Ausstellung viele hilfreiche, gut durchdachte Komfort- und Qualitätsprodukte für alle vorausschauenden Generationen rund um das eigene Zuhause vorhanden, um maßgeschneiderte Lösungen für ein selbstbestimmtes, besseres und barrierefreies Leben zu finden. Die einen nahmen nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen somit viele Anregungen mit nach Hause, die anderen die Erkenntnis, dass sie nach ihrem Umbau alles richtig gemacht haben.

 

Damit die Arnsberger Bürgerinnen und Bürger aber auch außerhalb ihrer vier Wände eigenständig mobil bleiben können, sind die männlichen und weiblichen Busbegleiter im StadtBus Arnsberg ehrenamtlich unterwegs. Dazu brauchen sie nun aber Unterstützung. Denn der Kreis wird durch Krankheit und Alter immer kleiner. Wer etwas Zeit übrig hat (ein bis zwei Vormittage im Monat) und helfen möchte, kann sich an Manfred Pollmeier, 02931-16952 oder Marita Paulick, 02932-9412608 wenden. Sie werden mit offenen Armen aufgenommen.

 

(Text: Katharina Wagner)





Foto: "Affentheater" beim Seniorenbeirat

Computer, Viren, Enkeltrick

Seniorenbeirat weckt Bewusstsein für miese Tricks

„Altentheater“ aus Köln spielt vor Zuschauern im Sauerland-Theater

Arnsberg. Sicherheit im Alter war jetzt Thema eines unterhaltsamen Nachmittags im Arnsberger Sauerland Theater. Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hatte dazu das „Altentheater“ aus Köln eingeladen, und auch das Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis war mit zwei Fachleuten vor Ort. Gezeigt und erklärt wurden die Tricks, mit denen vor allem ältere Menschen in der Gesellschaft immer wieder übers Ohr gehauen werden. Für die Zuschauer ein Blick in den Spiegel und die Chance, sich des aktuellen Themas bewusst zu werden.

„Mir kann so etwas doch nicht passieren! Oder doch…?“, eine provokante Frage, die die zwölf Schauspieler des Altentheaters aus Köln ihren Publikum stellen. Alle sitzen auf der Bühne des Theaters auf einem Stuhl zeigen die verschiedenen Versuche, vor allem Senioren zu betrügen. Es klingelt an der Tür ein Handwerker in Arbeitshose und mit Werkzeugkoffer bittet nachdringlich um Einlass. In der Wohnung darüber habe es einen Wasserrohrbruch gegeben, er müsse die Wohnung nach Feuchtigkeit absuchen. Die aufgeregte Seniorin bitte den vermeintlichen Handwerker hinein und vergisst ganz, die Tür zu schließen. Die Chance für den Kumpan, sich Eintritt zu verschaffen und in der Wohnung nach Wertsachen umzuschauen.

Die Szene ist gerade vorbei da werden die Zuschauer von den Spielern angesprochen: „Unsere Generation ist noch zu Tugenden erzogen worden“, so die Aussage. Ganz nach dem Spruch „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“ Doch was hätte ein junger Mensch getan, fragen sie weiter. Der, so erfahren die Senioren und zweifeln nicht an der Antwort, hätte sehr wohl gezweifelt und gefragt – und sich nicht mit dem Vorwand des Wasserrohrbruchs abgefunden!

Dass alle bösen Taten reell sind und hier überzogen deutlich dargestellt werden, sagen den Zuschauern schon die Namen. „Dr. Gauner“ stellt sich auf der Bühne vor, „Frau Rohr“ oder „Frau Engel“ öffnen bereitwillig die Türen. Mit Fragen über Fragen werden die Zuschauer schließlich konfrontiert: Warum, so will es das Altentheater wissen, reagieren wir immer erst wenn es zu spät ist? Das „Altentheater“ aus Köln bringt insgesamt 1800 Jahre Lebenserfahrung auf die Bühne, ein Teil davon spielte jetzt in Arnsberg. Von der Haustür ging es weiter zur Betrugsmasche Telefon, gerade vom so genannten Enkeltrick hatten wohl alle schon gehört. Und auch die Tricks an der Gewinnspiel-Hotline wurden eindrucksvoll nachgespielt. Ja, wer kann bei einem in Aussicht stehenden Autogewinn schon „Nein!“ sagen?

Dass sie alle viel häufiger auf ihre innere Stimme hören sollten, und dem gesunden Menschenverstand mehr Beachtung schenken müssten, mit dem Appell an das Vertrauen wurden symbolisch auch das Geld auf die Bühne geschmissen. Nach dem Theaterspiel wurde das inzwischen aufgeweckte Publikum direkt mit einbezogen. Ingrid Berzau führte nicht nur bei den Szenen Regie, sondern moderierte auch die Fragestunde, bei der alle ihre Fragen und Sorgen loswerden konnten. Die ehemalige Kommissarin bei der Polizei punktete mit ihrem Fachwissen und gab im Gespräch Rat zu Preisausschreiben, Adressbüchern und merkwürdigen Anrufen. Ingrid Berzau warnte vor dubiosen Lockanrufen oder den Spendensammlern an der Haustür, alles Situationen, wie sie schon von einigen aus dem Kreis der Zuschauer erlebt wurden. Und dann noch der Enkeltrick! „Wenn man nicht hundertprozentig sicher ist, sollten alle Alarmglocken schrillen“, rät die ehemalige Kommissarin. Alle gezeigten Themen seien noch immer aktuell, und die so genannten Straftaten zum Nachteil älterer Menschen hätten um 45 Prozent zugelegt. „Viele haben alles schon mal gehört“, so Berzau, „aber es trifft ja immer nur die anderen!“ Merkt sie zum Schluss kritisch an…

Hintergrund:

Das „Altentheater“ ist schon 40 Jahre alt. Seine Stücke handeln alle von verschiedenen Situationen der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden. Das aktuelle Stück „Ausgetrickst“ ist in Kooperation mit der Polizei Köln entstanden. „Die guten Qualitäten der Alten werden oft missbraucht“, klagt Ingrid Berzau, die Trickbetrüger seien ihnen immer ein Stück voraus.

 


 

 

Reihe Montagswissen:
„Friedensprojekt Europa“

Podiumsdiskussion am 06.Mai 2019  um 17:00 Uhr Festhalle Arnsberg, Promenade

  • Europa mitgestalten!

Vom 23.-26. Mai 2019 wird in 27 Mitgliedsstaaten zum neunten Mal ein europäisches Parlament gewählt. Der Aufruf zur Wahl ist gleichzeitig ein Auftrag an alle Bürger, an alle Generationen aller teilnehmenden europäischen Länder, ihre Gegenwart und ihre Zukunft gemeinsam zu gestalten.

  • Die Wahl geht uns alle an!

Europa, das ist nicht nur ein geographischer Begriff, nicht nur eine politische Idee, nicht nur ein wirtschaftlicher Plan. Europa, das ist ein umfassendes, dynamisches und gemeinsames Projekt von rund 500.000.000 Menschen mit dem Ziel, ihre Sicherheit, Freiheit und kulturelle Vielfalt zu erhalten und damit gleichzeitig ihre Lebensqualität zu steigern.


  • Europa, das ist unser Friedensprojekt!

Die Geschichte des europäischen Kontinents war eine Geschichte von Kriegen. Seit über siebzig Jahren jedoch tragen wir Konflikte mit unseren Nachbarländern mit Worten und Verträgen aus, nicht mehr mit Waffen. Das ist die Lehre aus Millionen von Toten, der große, historische und humanistische Fortschritt in Europa - und nur der ist es, der unsere Zukunft sichert.

Grenzen innerhalb Europas gibt es nicht mehr, weder für Menschen noch für Waren - für die Um-weltverschmutzung gab es sie noch nie. Auch dieses drängende Problem können wir deshalb nur gemeinsam lösen. Klima- und Umweltschutz ist eine multinationale Angelegenheit, eine unserer wichtigsten Aufgaben der Gegenwart für die Zukunft. Auch Klimaschutz ist eine Form von Friedensarbeit.

  • Über die Zukunft der Jugend wird heute entschieden.

Wir leben gut in Europa. Wir leben in Freiheit, haben gemeinsame Grundrechte, Pressefreiheit, eine stabile, einheitliche Währung, einen hohen technologischen Standard, länderübergreifenden juristischen Schutz und Sicherheit. Wir genießen diese Annehmlichkeiten, sie sind uns längst vertraut, doch selbstverständlich sind sie nicht. Sie wurden in vielen Jahren durch harte und oft auch zähe und zermürbende politische Anstrengungen erarbeitet. Aber Europa ist nicht fertig. Es gilt, die Errungenschaften und unsere Werte in einem globalen System immer wieder aufs Neue zu verteidigen, zu festigen und auszubauen. Bedrohungen von innen und von außen gibt es genug. Sehr aktive Kräfte versuchen massiv unsere Erfolge und Ziele zu schmähen und verächtlich zu machen, um so das gesamte Projekt Europa zu schwächen und damit letztendlich zu zerstören. Die Antworten darauf müssen klare, demokratische Voten sein. Nur so können wir unsere europäische Heimat erhalten und die Miesmacher davon überzeugen, dass wir fest an eine Zukunft Europas glauben und stärker sind. Die Bedürfnisse und Entscheidungen der Jugendlichen sind dabei von zentraler Bedeutung.

Im Vorfeld der Europawahl organisiert der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg eine große Podiumsdiskussion in der Festhalle der Bürgerschützen in Arnsberg.

Eingeladen sind:

Dr. Peter Liese (CDU), Birgit Sippel (SPD), Klaus Willeke (FDP), Jan Ovelgoenne (GRÜNE),  Guido Reil (AFD), Reinhard Prange (DIE LINKE)

und natürlich alle Bürger unserer Stadt, insbesondere aber auch die Erst- und Jungwähler. In einer offenen Diskussion sollen die Gemeinsamkeiten und die unterschiedlichen Positionen der Kandidaten herausgestellt, offene Fragen geklärt und den Kandidaten Wünsche und Bedürfnisse der Wähler vermittelt werden.

Die Einführung übernimmt Klaus Kayser, ehemaliger Leiter des Gymnasiums Laurentianum, und mit 92 Jahren und als Kriegsteilnehmer ein authentischer Augenzeuge einer Zeit, in der Konflikte noch nicht durch Diskussionen und Worte gelöst wurden.

Die Senioren habe die Erfahrungen, die Jugend die Zukunft. – Gemeinsam kann unser Europa gestaltet werden.

Der Seniorenbeirat Arnsberg lädt ein zur großen Podiumsdiskussion zum Thema:

„Friedensprojekt Europa“

am Montag, 06.Mai 2019, Beginn 17:00 Uhr, (Einlass ab 16:00 Uhr)

in der Festhalle der Bürgerschützen Arnsberg, Promenade


 

Neues Thema: Aktiv älter werden

Kein Widerspruch: Alt sein - und trotzdem aktiv!

Wie können wir Geist und Körper fit halten?

Eigentlich eine Binsenweisheit: So wie es keinen Jahresverlauf ohne Herbst gibt, gibt es kein Leben ohne Altern. Altern ist ein selbstverständlicher Teilbereich unseres Lebens mit spezifischen, ganz eigenen Bedingungen, mit Vor- und mit Nachteilen.

Altern betrifft uns alle.


In der Reihe MontagsWissen lud der Seniorenbeirat zu einer Veranstaltung am  mit den Medizinern Prof. Dr. Sebastian Seitz, Facharzt für Orthopädie und Dr. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Klinik Psychologie. Beide sind im Klinikum Hochsauerland beschäftigt.
Weiterlesen im Veranstaltungsbericht...

 


 

Foto F.Albrecht

E-Bike-Touren für Senioren sind eine besondere Herausforderung

Seniorenbeirat bringt Fahrradtraining in der Reihe "Montagswissen" in städtisches Mobilitätskonzept ein

Hüsten. Sonnenschein, motivierte Akteure und eine bestens präparierte Strecke auf dem Fahrrad-Kurs am Kirmesplatz in Hüsten: Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hatte am Montagnachmittag alle Interessierten zum Kennenlernen und Testen von E-Bikes unter fachlicher Anleitung und mit Rahmenprogramm eingeladen. Die Veranstaltung fand als Teil der Beteiligung des Seniorenbeirates am Mobilitätskonzept der Stadt Arnsberg statt. Rund 100 Menschen – teilweise mit eigenen Rädern angereist – nutzen die Möglichkeiten auf dem Rundkurs und an den Infoständen einiger Aussteller. Informationsstände des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit der Spaßaktion „Radler für Radler“, des Verkehrssicherheitsberaters der Kreispolizeibehörde sowie der Stadt Arnsberg und vor allem die Unterstützung der heimischen Zweirad- Fachgeschäfte „Quadflieg“ und „Wierleuker“ sorgen zur Veranstaltung in Hüsten für einen runden Ablauf.

Die Aktion des Seniorenbeirates Arnsberg, der personell selber stark vertreten war, bietet alle Möglichkeiten, sich umfassend rund um das Thema Fahrradfahren in Arnsberg zu informieren. „Wir haben dazu bewusst keinen festen Ablauf mit Vorträgen gewählt“, erklärte Hans-Werner Wienand, Pressesprecher des Seniorenbeirates. Und so blieb es allen Teilnehmern frei gestellt, sofort eines der zur Verfügung gestellten E-Bikes auf der mit kleinen bunten Pylonen abgesteckten Strecke zu nutzen, oder sich Informationen über die städtische Radwegeplanung und anderes zu holen. Hauke Karnath, Verkehrsplaner und Radverkehrsbeauftragter der Stadt Arnsberg, kann sich über mangelndes Interesse der Besucher des Aktionstages nicht beklagen. „Es wird nicht nur gefragt, wann und wo welche Radwege in der Stadt gebaut werden, Besucher kommen auch mit vielen Detailfragen zu mir“, so Karnath. Natürlich sei die Entschärfung der kritischen Stelle des Ruhrtalradweges in Höhe des Bruchhauser Sportplatzes genauso Thema geworden, wie ungünstige Streckenführungen auf dem Möhnetalradweg in Neheim. „Es hat aber auch viel positives Feedback gegeben“, sagt der Planer. So seien die an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgestellten Service-Stationen mit Werkzeug und Luftpumpe auf große Zustimmung gestoßen. Und wegen der aktuell ausgeschriebenen Bauarbeiten zur Verlegung des Radweges an der Sauerlandstraße haben sich zahlreiche Besucher über die Perspektiven informiert. Michael Riwolt ist mit Ehefrau Uschi aus Alt-Arnsberg mit dem E-Bike geradelt und lässt sich bei Verkehrssicherheitsberater Raphael Paven von der Kreispolizeibehörde HSK auf ein Experiment im Parcours ein: Welche Auswirkung hat die Nutzung der Vorder- bzw. Hinterradbremse im Wechsel auf die Bremswirkung bei zügigem Fahren? Und bei zügigem Tempo mit dem E- Bike merken er wie auch andere auf der Teststrecke, dass es gar nicht so einfach ist, ein schnelles E-Bike

in Gefahrensituationen sicher und zügig zum Stillstand zu bringen. „Es gibt einfach mehr Unfälle mit E-Bikes, weil auch die Mobilität auf zwei Rädern gestiegen ist“, erklärt der Polizist. Einigen der Teilnehmer am Infotag des Seniorenbeirates müsse er allerdings ins Gewissen reden: Wer lange kein Rad gefahren sei, der solle gerade für die Nutzung eines E-Bikes ein entsprechendes Training einlegen. Ursula Risse aus Arnsberg fühlt sich angesprochen: Sie nutze ihr neues E-Bike erst seit 14 Tagen. „Ich bin sonst wenig Rad gefahren, habe aber mit dem neuen Rad auch den Vorsatz gefasst, jetzt häufiger auf zwei Rädern unterwegs zu sein“, erklärt sie. Aus diesem Grunde sei sie auch mit dem eigenen Rad vorbei gekommen, um sich hier Tipps und Informationen zu holen. Auf die hat es auch Claudia Buchmann aus Hüsten am Kirmesplatz abgesehen. Nach drei Jahren im Sattel eines E-Bikes genieße sie die Möglichkeiten für größere Touren und wolle sich vor allem über Tourenangebote, aber auch die Rechtslage für Radfahrer informieren. Für die Informationsbedürfnisse dieser Art wird am Stand des ADFC bestens gesorgt. Thomas Gleisberg ist mit einem Team von Mitgliedern nach Hüsten gekommen, um über das eigene Vereinsprogramm und die Angebote der neuen acht Tourenguides zu sprechen, die beim ADFC ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Und natürlich wird auch am Stand des Fahrradclubs über Radewegeplanung – Notwendigkeiten und Wünsche der Radfahrer in Arnsberg – gesprochen! Nach etwas mehr als einer Stunde sind die Wege auf dem Rundkurs in Hüsten mit den Bikes abgefahren, und die Besucher machen sich wieder auf die Reise. „Wir sind mit der Resonanz unserer Aktion durchweg zufrieden“, sagt Ulrich von Dreusche vom Vorstand des Seniorenbeirates. Es wurde von den rund 100 Besuchern viel ausprobiert, teilweise sei Routine auf dem Fahrrad deutlich geworden, andererseits aber auch die Erkenntnis, dass man den Ausflug mit einem schnellen E-Bike doch lieber lassen solle, so von Dreusche. Auch sei das Konzept der Veranstaltung aufgegangen, dass sich jeder seine Informationen, die er haben wolle, direkt bei den Ansprechpartnern holen könne. „Einen großen Dank schicken wir jetzt in Richtung aller Unterstützer“, sagt von Dreusche abschließend. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Beteiligung des Seniorenbeirates an den Diskussionen über das städtische Mobilitätskonzept noch längst nicht zu Ende seien.



 

Reihe „Montagswissen“: Den ÖPNV praxisnah erlebt

Tatort Busbahnhof Neheim: Der Seniorenbeirat Arnsberg hatte in seiner Reihe „Montagswissen“ zu einem besonderen Event eingeladen. Ein Bus der Verkehrsbetriebe stand zu einer außergewöhnlichen Sonderfahrt bereit. Ganz praxisnah sollten die Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs vorgestellt werden. Als Fachleute und Ansprechpartner mit an Bord waren Herr Lins vom RLG Verkehrsmanagement, Frau Schäfer und Herr Hondorf als Fahrdienstleiter sowie Herr Karnath, Verkehrsplaner der Stadt Arnsberg.

Der Busbahnhof Neheim als Ausgangspunkt wurde nicht zufällig gewählt. Er ist das Zentrum des innerstädtischen Nahverkehrs. 5.000 Menschen nutzen täglich von hier aus den ÖPNV. 2019 soll dieser Platz komplett umgebaut und nutzerfreundlicher werden. Die Planungen laufen, erste Grundgedanken wurden kurz vorgestellt. Eine E-Bike-Station soll eingerichtet werden, ein Kiosk, ein WC, ein Warteraum, das alles unter einer großflächigen, wetterfesten Überdachung für einen angenehmen Aufenthalt bei allen Wetterbedingungen, mit einem Aufzug als barrierefreien Zugang zum Marktpatz und zur Einkaufsmeile. Die Pläne sind vielversprechend.

Danach wurde der Bus zu einem rollenden Klassenzimmer. In einer Sonderfahrt ging es entlang der Linie C1 in Richtung Arnsberg. Mehr als die Hälfte der mitfahrenden, sehr interessierten Bürger sind bisher keine regulären Buskunden. Aber genau die sollte ja auch angesprochen werden. Sie waren überrascht über die Möglichkeiten, die öffentlicher Nahverkehr bietet.  ABO-Ticket 60+ für 28,80 Euro pro Monat im ganzen Stadtgebiet? Tolle Sache! Leider sind dagegen die Einzeltickets unverhältnismäßig teuer, wird kritisiert. Die Verantwortlichen hören zu, nehmen Anregung auf, machen sich Notizen. Genau so war es geplant: Ein echter Informationsaustausch in beide Richtungen.

Und weiter ging`s. Wo gibt es Fahrpläne? Kann man die auch übersichtlicher gestalten? Auch über günstigere Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten zu entfernteren Stadtteilen müsste mal gesprochen werden. Warum gibt es keine kostenlosen Testfahrkarten für ältere Mitbürger, die darüber nachdenken, vielleicht freiwillig ihren Führerschein abzugeben? Eine gute Idee! Vielleicht lässt sich da ja was machen.

Eine gute Idee sind auch die Busbegleiter, ein seit vielen Jahre bereits praktiziertes Hilfsangebot des Seniorenbeirats. Busbegleiter helfen auf den Linien C2 und C4 an Markttagen Rollatoren und Kinderwagen an Bord zu nehmen, tragen Einkaufstaschen und sind überall da, wo Unterstützung gebraucht wird. Das müsste auch auf andere Linien ausgedehnt werden, wird verlangt. Klar! Aber dazu werden noch weitere freiwillige Helfer gebraucht. Ohne ehrenamtliche Mitarbeit läuft gar nichts. Vielleicht gibt es ja Meldungen nach dem heutigen Tag.

Nach eineinhalb Stunden Rundfahrt durch die Stadt hält der Bus wieder an seinem Ausgangspunkt. Eine tolle Veranstaltung. Hier wurde klar, was der ÖPNV jetzt schon leistet, aber auch, wieviel es noch zu tun gibt um noch attraktiver zu werden und damit das Leben in unserer Stadt lebenswerter zu gestalten.

Hans-Werner Wienand

12.03.2018


 

"60plus Abo" macht mobil und schont die Umwelt!


Ob für den Einkauf, die Theaterpremiere oder das Hobby: Ältere Arnsberger haben viele Gründe, unterwegs zu sein. In Zukunft ist das nicht nur einfach und umweltschonend, sondern auch günstiger als bisher möglich: Die Verkehrsunternehmen RLG, BRS und DB bieten ab August gemeinsam mit der Stadt Arnsberg das "60plusAbo Arnsberg" an.






Bürgermeisterwahl Arnsberg

Reihe „Montagswissen“: Die Bürgermeisterwahl

Der Saal war rappelvoll! Die, die zu spät kamen, mussten stehen oder sich am Rand auf den Tischen ein Plätzchen ergattern. Mehr ging wirklich nicht. Fast 200 interessierte Bürger waren der Einladung des Seniorenbeirats gefolgt, um der Podiumsdiskussion mit allen vier Kandidaten, die sich um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Arnsberg bewarben, zu folgen.

Zur Wahl standen Ralf Paul Bittner, studierter Verwaltungsfachmann und bereits viele Jahre als Ratsmitglied in zahlreichen Gremien der Stadt vernetzt, Peter Erb, ein Mann der Wirtschaft mit Führungsposition in einem großen Unternehmen, Emilio Peluso, gebürtiger Italiener, politischer Quereinsteiger und Teamplayer im Rennstall eines namhaften deutschen Automobilunternehmens und Reinhard Wilhelm, als Volljurist bestens mit Fragen der Verwaltung vertraut. Von vorneherein versprachen die unterschiedlichen Qualifikationen einen interessanten Abend.

Nach den persönlichen Vorstellungen der Kandidaten ging es dann auch gleich zur Sache. Der Seniorenbeirat war Veranstalter der Diskussion, aber er war nicht Themengeber. Die beiden Moderatoren Ulrich von Dreusche und Hans-Werner Wienand vom Beirat forderten das Publikum von Anfang an auf, ihre Fragen zu stellen. Ziel sollte ein generationsübergreifendes, alle Probleme der Stadt berücksichtigendes Gespräch sein. Und das Konzept ging auf. Stichworte waren Inklusion, die Schul- und Wirtschaftspolitik, öffentliche Baumaßnahmen sowie neue und alte Gewerbegebiete. Gebannt verfolgten die Zuhörer die unterschiedlichen politischen Konzepte und Ziele der Kandidaten, konkretisierten, wenn es sein musste auch mit verschärften, kritischen Zwischenfragen. Dabei wurden gleichzeitig Wünsche deutlich, die der neue Bürgermeister, wer auch immer das sein wird, gleich mit in seine Arbeit aufnehmen könnte. So geht lebendige Demokratie.

Der Abend war ein voller Erfolg. Für die vier Kandidaten, die gern die Gelegenheit nutzten, sich erstmals gemeinsam den Bürgern zu stellen um ihre persönlichen Schwerpunkte hervorzuheben, für die anwesenden Bürger, die ihre Sorgen und Wünsche vortragen konnten, auch wenn die zwei Stunden viel zu kurz waren, die Fülle der anliegenden Probleme wirklich umfassend anzusprechen und für den Seniorenbeirat Arnsberg, der hiermit wieder einmal sein bürgerschaftliches Engagement und seine Bedeutung als Organisator bei wichtige Themen der Stadt unter Beweis stellen konnte.

Man kann gespannt sein, was die zukünftigen Themenabende unter dem Reihentitel „Montagswissen“ bringen werden. Die nächste interessante Aufgabe steht jedenfalls schon fest: Sicherheit im Verkehr.

Und das schreibt die örtliche Presse über den Abend (Quelle:  Gaby Decker, Sauerlandkurier Arnsberg, 17.1.2018):

https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/arnsberg/grosses-interesse-gespraechsrunde-vier-buergermeisterkandidaten-9530146.htm




 

Montagswissen –
Die neue Informationsreihe des Seniorenbeirates

Unter dem Schlagwort „Montagswissen“ startet der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg eine neue Informations- und Vortragsreihe. Vierteljährlich, immer an einem Montag, werden Fragen behandelt, die allen auf den Nägeln brennen. Dabei geht es um ganz praktische Alltagsthemen, etwa der Schutz vor Einbruch und Betrugskriminalität, über Fragen des Steuer- und Versicherungsrecht im Alter bis hin zu politischen, tagesaktuelle Themen wie der anstehenden Wahl des neuen Bürgermeisters. Ganz wichtig dabei: Immer soll die Präsentation durch fachkundige Moderatoren so ansprechend arrangiert und gestaltet werden, dass durch neue Blickwinkel überraschende, interessante und vor allem wirklich nützliche Antworten gefunden werden.

Am 13.November um 17:00 Uhr geht es los. „Was mache ich, wenn die piepen?“ Der Einbau von Rauchmeldern ist inzwischen auch in Nordrhein Westfalen Pflicht. Aber es reicht nicht, die kleinen Geräte an die Decke zu montieren und regelmäßig auf Funktion zu überprüfen. Entscheidend ist, wie verhalte ich mich richtig, wenn es wirklich einmal Alarm gibt? Die 112 wählen, das weiß noch jeder. Aber in einem verqualmten Raum habe ich nur wenige Sekunden, bis zur Bewusstlosigkeit. Jetzt kommt es darauf an, schnell und überlegt zu handeln, um sich selbst und die Mitbewohner zur retten. Die ersten Augenblicke sind die entscheidendsten.

Was ich tun muss und was ich tun kann, wird in den Räumen des Feuerwehrmuseums neben dem Arnsberger Bahnhof anschaulich gezeigt. Ergänzend werden Maßnahmen zur Vorbeugung erklärt, damit es nicht erst zum Äußersten kommt. Gerade in der Adventszeit sollte gelten: Es reicht, wenn die Kerze brennt – mehr nicht!

Die Vortragsreihe „Montagswissen“ richtet sich an alle Altersgruppen, auch wenn der Seniorenbeirat als Initiator auftritt. Die Themen betreffen jeden und damit ist auch jeder angesprochen und eingeladen.