Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg

Wer wir sind und was wir wollen

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Der Seniorenbeirat, ein Organ der Stadt Arnsberg,  baut Brücken zwischen den Interessen der älteren Generation und der Verwaltung. Parteipolitisch unabhängig lebt er von der Lebenserfahrung und den Kompetenzen seiner Mitglieder. Er unterstützt aktiv und bürgernah die allgemeine Teilhabe am gesellschaftspolitischen Leben in Arnsberg, der „Stadt des langen Lebens“. Er hilft mit, auch durch den Dialog zwischen den Generationen, den demographischen Wandel zu gestalten.



Kontakt: email hidden; JavaScript is required

 

www.seniorenbeirat-arnsberg.de



30.11.2011 Text: Katharina Wagner


Zur Person: Ingrid Dormann

Ingrid Dormann, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates und Vorstandsmitglied der Landesseniorenvertretung NRW, wurde als ordentliches Mitglied für die VII. Amtsperiode in die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW entsandt.

Näheres unter: www.medienanstalt-nrw.de

(Presse - Pressemitteilungen - Pressemitteilungen 2021 - 30.11.2021: Neue Medienkommission nimmt ihre Arbeit auf)




28.11.2021 Text und Foto: Katharina Wagner

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Der Kinobetreiber Martin Scheid, das Ehepaar Marks und Kinobesucher des Apollo Kino-Centers Neheim

Endlich wieder Seniorenkino – Seit mehr als 10 Jahren ein Projekt des Seniorenbeirates der Stadt Arnsberg

Vor mehr als einem Jahrzehnt hat der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg „das Seniorenkino“ ins Leben gerufen. Sofort waren die Kinobetreiber des Residenz Kino-Centers in Arnsberg und des Apollo Kino-Centers Neheim bereit, dieses tolle Projekt umzusetzen. Seitdem läuft z.B. im Seniorenkino in Neheim Monat für Monat der neueste Film.

Und seit mehr als 10 Jahren haben der Kinobetreiber des Apollo Kino-Centers, Martin Scheid, und das ehrenamtliche Mitglied des Seniorenbeirates, Dieter Marks, ein Gespür dafür, was die Kinobesucher – in Spitzenzeiten mehr als 450 – um 14.30 Uhr in ihr Seniorenkino lockt. Sie lieben die Filme, die dem heutigen Zeitgeist entsprechen. Es ist kein normaler Kinobesuch. Die Gäste werden mit einem freudigen „Hallo“ von Martin Scheid und Dieter Marks gegrüßt. Sehr viele bekannte Gesichter sind dabei, so dass schon im Vorraum die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden. Der Rest erfolgt später. Ja, es gibt bei den Seniorenfilmen immer eine zweite Halbzeit. Die erste Halbzeit beginnt, wenn alle bequem sitzen, die Temperatur stimmt und Dieter Marks offiziell alle im Namen des Kinobetreibers und des Seniorenbeirates begrüßt hat. Dann gibt er dem Filmvorführer sein Okay zum Abspulen des Films.

Nach etwa einer Stunde friert plötzlich das Bild ein, der Ton verstummt, das Licht geht an und Dieter Marks lädt zu Kaffee und Kuchen ein. Alles im Eintrittspreis von 7,50 € inbegriffen. Ohne die ehrenamtliche Hilfe von Frau Marks würde er es nicht schaffen. Sie kümmert sich um die Kaffeetafel. Wie kriegen Martin Scheid und Dieter Marks das alles bei solch einem niedrigen Eintrittspreis gestemmt? Der Kinobetreiber hat für das Seniorenkino beim Filmverleiher eine vergünstigte Leihgebühr herausgeschlagen. Dieter Marks trifft die Vorauswahl der Filme. Er setzt sich mit den Filmverleihfirmen in Verbindung und informiert sich, welche Filme in einem überschaubaren Zeitfenster angedacht sind. Er sieht sich zusätzlich die Trailer (Filmvorschau) an. Dann schlägt er dem Kinobetreiber die ausgewählten Filme vor. Bei der Kuchenbestellung muss Dieter Marks spitz mit jedem Cent rechnen, damit der günstige Eintrittspreis gehalten werden kann.

Wenn sich dann während der Pause die Gäste bei Martin Scheid, Dieter Marks und seiner Frau sehr herzlich für die tolle Gastfreundschaft bedanken, freudig ihren wohlduftenden Kaffee und Kuchen zu sich nehmen, dabei intensiv noch die restlichen, wichtigen Informationen und E-Mailadressen austauschen, damit „vom Höcksken aufs Stöcksken“ kommen und dabei viel gelacht wird, dann hat sich die Mühe mal wieder gelohnt.

 

Endlich wieder Seniorenkino! Wann der nächste Film gezeigt wird, ist auf www.seniorenbeirat-arnsberg.de im Block „Kino“ zu sehen.


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23.07.2021 Text: Katharina Wagner, Fotos: Binetha Beckmann, Dieter Marks

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Der neue Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg stellt sich vor



Formell konnte der neu bestellte Seniorenbeirat coronabedingt erst am 29. April 2021 mit der konstituierenden Sitzung seine Arbeit aufnehmen, um mit vielen kreativen Ideen in die Zukunft zu starten, um sich – wie der Bürgermeister der Stadt Arnsberg in seinem Grußwort ausführte – als Motor sozialer Innovationen für eine Stadt des guten und langen Lebens einzusetzen. Welche Bereiche sieht der Seniorenbeirat als besondere Herausforderung für seine zukünftige Arbeit? Der Seniorenbeirat wird sich zur Aufrechterhaltung von Lebensqualität unter Beibehaltung der Selbstbestimmung im Bereich der Mobilität stark engagieren. Hier geht es um Pkw, Fahrrad und ÖPNV. Sicherheitstrainings, z.B. mit E-Bikes, Pedelecs, aber auch Fahrfitness-Checks werden angeboten. Im Rahmen des Wissenstransfers ist hier z.B. der Umgang mit Fahrkarten-Automaten und Apps zu nennen.
Vorstand Seniorenbeirat
von rechts: Ludger Maas (Vorsitzender), Ingrid Dormann (Stellvertr. Vorsitzende), Georg Körling (Schriftführer), Ruth Greshake (Kassenwartin) und Katharina Wagner (Pressesprecherin)
Ein wichtiger Bereich ist auch das Gesundheitswesen. Es wird das Rollatoren-Sicherheitstraining durchgeführt und vieles mehr. Besonders zu erwähnen ist der Klimaschutz, da er auch ein langfristiges Ziel und somit eine Generationenaufgabe für die Welt von morgen ist. Es gibt viele Strategien zur Umsetzung. Denn jeder Einzelne kann hierzu seinen Beitrag im Kleinen leisten, sei es durch Vermeidung von Fahrten mit dem Auto; Umstieg auf das Fahrrad oder – falls möglich - Anschaffen eines Elektro-Autos, Reparieren von Dingen; aber auch Abfallvermeidung ist ohne Weiteres möglich. Dies zur lebenswerten Zukunft der nachwachsenden Generationen. Ein Mitglied des Seniorenbeirates lässt sich zurzeit als Klimabotschafterin ausbilden. Sie wird nach Einarbeitung ihr Fachwissen an die Arnsberger Bürger*innen weitergeben, um auch hier einen ständigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine große Herausforderung!

 


 

04.07.2021 Text: Katharina Wagner, Foto: RLG

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Die Busbegleitung für Jung und Alt braucht dringend Verstärkung

Eine helfende Hand beim sicheren Ein- und Ausstieg

Die Busbegleitung – ein vom Seniorenbeirat initiiertes Projekt

Sechs Busbegleiter*innen sind seit vielen Jahren eine tatkräftige Hilfe beim Ein- und Ausstieg, besonders mit Rollator, Kinderwagen und viel Gepäck. Sie geben Auskunft über Fahrpläne, entlasten manchmal auch den Busfahrer beim Manövrieren durch eng parkende Autos. Sie verhelfen ehrenamtlich Jung und Alt mit viel Engagement und Geschick durch ihre helfende Hand zu mehr Mobilität. Es sind aber zu wenig Servicekräfte. Deshalb wird dringend Verstärkung gebraucht.

Ende 2014 sollte die Busbegleitung auf der Linie C2 wegen Personalmangels eingestellt werden. Eine schreckliche Vorstellung für viele, die Unterstützung benötigen. Um sich sicherer zu fühlen, brauchten sie doch jemanden, der zuverlässig im Bus dieser Linie mitfährt; bereit zum Helfen beim Ein- und Ausstieg. Da musste doch Ersatz her. Nach einem öffentlichen Aufruf war die Busbegleitung auf dieser Linie erst einmal gerettet, wenn auch nicht ausreichend.

Welche Eigenschaften muss eine Busbegleitung mitbringen?

Sie muss hilfsbereit und zuverlässig sein. Sie sollte aber auch zupacken können. Es ist aber keine schwere Arbeit.

Wie kommt denn ein Fahrgast mit seinem Rollator in den Bus? Das sehen wir uns mal aus der Nähe an.

Jeden Moment müsste der Bus der Linie C2 zum Neheimer Markt um die Ecke biegen. Da kommt er auch schon. Fahrgäste steigen ein, Fahrgäste steigen aus. Ein älterer Herr mit seinem Rollator will auch mit. Kein Problem. Der ältere Herr ist ganz entspannt. Denn was jetzt kommt, kennt er ja schon. Ah, die Busbegleitung erscheint in der Tür, erkennbar an ihrer blauen Weste. Sie steigt aus.  Ein herzliches Hallo auf beiden Seiten. Und schon geht es los. Hoffentlich hebt der ältere Herr sein Gefährt nicht an und hievt es in den Bus! Denn dann fliegt er wie ein Pilot hinterher. Nein, er macht es nicht.  Er weiß, dass der Rollator eine Kippvorrichtung hat. Die Busbegleitung erklärt nun in Stichworten den Vorgang des Einsteigens. Viel Zeit dazu hat sie nicht. Der Bus  will ja hier nicht stehenbleiben, sondern weiterfahren: Vorderräder hoch, abin den Bus, Hinterräder nachschieben, Bremsen rein. Eine gesunde Hand an die Stange des Busses, die andere an den Rollator, Körper in den Bus (manchmal mit Unterstützung), Rollator an den Platz, Bremsen rein, Mensch auf den Sitzplatz.

Wie kommt der Fahrgast mit seinem Rollator wieder raus aus dem Bus?

Mensch an den Rollator, Bremsen raus, gesunde Hand an die Haltestange, die andere an den Rollator, drehen, Bremsen rein, rückwärts aussteigen (manchmal mit Unterstützung), Hände an den Rollator, Bremsen lösen, Hinterräder abkippen, Vorderteil nachziehen, Rollator drehen. Abmarsch! Es ist etwas kompliziert, ist aber sicher.

Die Busfahrer sind dankbar für die Hilfe der Busbegleitung. Ihre Devise lautet: „Egal, wie lange dieses Manöver dauert, Krankenwagen und Polizei im Sturzflug rufen dauert länger!“

Reicht das Team der ehrenamtlichen Busbegleiter*innen zurzeit aus?

Nein! Es braucht dringend Unterstützung. Denn der Kreis wird durch Alter und Krankheit immer kleiner.


Haben Sie Interesse?

Wenn Sie Lust und ein wenig Zeit für ein bis zwei Vormittage im Monat haben, Jung und Alt zu mehr Mobilität verhelfen und als Dank in glückliche Augen schauen möchten, dann beantwortet Ihnen Manfred Pollmeier (Tel.: 02931 – 16952) oder Marita Paulick (Tel.: 02932 – 9412608) Ihre Fragen.

Trauen Sie sich, solch ein tolles Ehrenamt lohnt sich!

 


 

23.06.2021 Text: Katharina Wagner, Foto: Achim Behnke

Ab sofort zwei neue Verteilstellen für Gelbe Säcke in Neheim und Voßwinkel


In Neheim und Voßwinkel gibt es ab sofort zwei neue Verteilstellen für Gelbe Säcke.

Nämlich bei Fabrizio Passarello, CalPam Tankstelle in Neheim, Im Ohl 4 und bei Kirsten Heimann , Fisch Spa in Vosswinkel, Voßwinkeler Straße 62.

Die Firma Lobbe beliefert nun auf Initiative der beiden Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt Arnsberg, Gerhard Wiedemann und Albert Schweineberg-Bach, diese beiden neuen Ausgabestellen mit Gelben Säcken.
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Neue Verteilstelle in Voßwinkel von links: Ludger Maas (Seniorenbeirat), Susanne Kugel (Dorfgemeinschaft Voßwinkel), Robert Thoma (Fa. Lobbe), Albert Schweineberg-Bach (Seniorenbeirat), Kirsten Heimann, (Fisch Spa), Fabrizio Passarello (CalPam Tankstelle im Ohl), Gerhard Wiedemann (Seniorenbeirat), Victoria Lang (Fisch Spa)



Ralf Paul Bittner
Bürgermeister der Stadt Arnsberg

 

Ein wertvoller Partner in der Gestaltung unserer Stadt

Unsere Welt befindet sich in einem stetigen Wandel. Manche Dinge verändern sich kaum merklich, über Jahrzehnte hinweg, andere verblüffend schnell und abrupt.  Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, diese Veränderungen zu erkennen und Antworten zu finden, gute Rahmenbedingungen zu schaffen für ihre Bürgerinnen und Bürger.

Ein eher leiser, schleichender Veränderungsprozess ist der Demografische Wandel, der sich über Jahre und Jahrzehnte erstreckt und in der Tagespolitik oft nicht richtig greifbar ist. Es geht hier um die erfreuliche Entwicklung, dass wir alle – statistisch gesehen – immer älter werden. So leben in Arnsberg momentan 16.900 über 65 Jahren (22 Prozent der Gesamtbevölkerung). Im Jahr 2040 werden es etwa 22.000 sein (dann ca. 32 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Was bedeutet es für eine Stadt und ihre Bevölkerung, wenn sich ihre altersmäßige Zusammensetzung so stark verändert? Wie wird das Leben auf unseren Straßen und Plätzen aussehen? Welche Anforderungen an Infrastruktur, Mobilität, Arbeiten und Wohnen werden sich verändern? Und wie können wir gesellschaftliche Teilhabe und Mitwirkung sicherstellen und unterstützen?

Es ist gut, dass wir in Arnsberg zur Beantwortung dieser Fragen mit dem Arnsberger Seniorenbeirat einen starken Partner haben. Als Stimme der Älteren bringen seine Mitglieder die Perspektive des „aktiven Alters“, aber auch des „verletzlichen Alters“ in die lokalpolitische Debatte ein. Darüber hinaus engagieren sich viele Mitglieder aber auch ganz unmittelbar in den zahlreichen Projekten, die der Arnsberger Seniorenbeirat oft zusammen mit Kooperationspartnern vor Ort umsetzt.

Auf diese Weise ist der Seniorenbeirat Motor sozialer Innovationen. In den vergangenen Jahren etwa u.a. in den Bereichen Mobilität, Notfallversorgung, soziale Inklusion, Wissenstransfer, Fortbildung und Generationendialog. Und gerade der gelebte Generationendialog bringt die Menschen in Arnsberg zusammen. Das wird auch die besten Lösungen und Ideen für die Zukunft unserer Stadt mit sich bringen.  

Das ist für mich ein wunderbares Beispiel von lebendiger Bürgerschaft. Und da der erste Arnsberger Seniorenbeirat im Jahr 1990 gewählt wurde, möchte ich an dieser Stelle Dankeschön sagen und herzlichen Glückwunsch zu 30 Jahren Engagement für eine Stadt des langen und guten Lebens.

 Brief veröffenticht in "NUN REDEN WIR", Ausgabe 110-02/20 der Landesseniorenvertretung (LSV)



 

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