Seligsprechungsverfahren hat begonnen

Franz Stock

Die katholische Kirche hat das Seligsprechungsverfahren für Franz Stock am 14. November 2009 in Arnsberg eröffnet. "Das war in jeder Hinsicht ein historischer Tag für unsere Stadt", formulierte Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel nach dem feierlichen Ereignis im "Sauerländer Dom" St. Johannes Baptist in Arnsberg-Neheim, der Tauf- und Primizkirche von Franz Stock.

Zum ersten Mal  wurde ein Seligsprechungsverfahren im Sauerland/Südwestfalen eröffnet. Franz Stock wurde 1904 in Arnsberg-Neheim geboren. In der "Hölle des Nationalsozialismus" in Paris stand er auf den Seiten der Opfer. Er begleitete die von den Nazis zum Tode Verurteilten - insbesondere aus dem französischen Widerstand -  bis hin zu den Erschießungen und unterrichtete trotz Verbots ihre Familien und Freunde. Nach dem Kriege errichtete und leitete er in dem deutschen Kriegsgefangenenlager bei Chartres das größte Priesterseminar der Welt , das als "Stacheldraht-Seminar" in die Geschichte einging.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel: "Franz Stock hat Übermenschliches geleistet. Er hat damit den Weg bereitet zur Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und für ein neues Europa. Er zählt zu den Großen in der Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland und zu den Großen in unserem Land." Zurecht habe Papst Johannes Paul II. Franz Stock in einer Reihe genannt mit Bruno von Querfurth und Benno von Meissen; Hildegard von Bingen und Elisabeth von Thüringen; Hedwig von Andechs und Gertrud von Helfta; Albert der Große und Petrus Canisius; Edith Stein, Alfred Delp und Karl Sonnenschein.

Franz-Stock-Komitee

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