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Die ersten Schritte im Projekt


Ein Natur-Erlebnis-Raum für Arnsberg


Im Rahmen der Fragestellung wie Mehrgenerationenflächen, in Verbindung mit gemeinsamer Freizeitgestaltung und Natur aussehen könnten, ist die Idee entstanden, in Arnsberg einen Natur-Erlebnis-Raum einzurichten. Zunächst war es gar nicht so einfach alle davon zu überzeugen, denn in NRW gibt es so etwas nicht so oft. In Süddeutschland, so etwa ab der Mainlinie sind Natur-Erlebnis-Räume dagegen verbreitet  zu finden.
Die erfolgreiche Anlage eines Natur-Erlebnis-Raumes hängt maßgeblich von einer kontinuierlichen und intensiven Benutzerbeteiligung bei Planung, Bau und Pflege ab. Daher wurden, außer der Festlegung des Standortes von der Verwaltung keinerlei Vorgaben gemacht. Die Bevölkerung sollte entscheiden, wie so ein Natur-Erlebnis-Raum aussehen soll. Und bei dieser einen Festlegung, nämlich den Natur-Erlebnis-Raum auf dem „Lüsenberg“ einzurichten, war schon ein maßgeblicher Fehler passiert. Denn die Bevölkerung war absolut gegen diesen Standort und anstelle Anmeldungen zur Mitarbeit in einer Steuerungsgruppe, die eingerichtet werden sollte, „hagelte“ es Kritik.
Die Bürgerinnen und Bürger wollten einen Standort mehr im Zentrum, an der Ruhr.
Die Stadt Arnsberg ist auf die Forderung eingegangen und hat einen Standort im Bereich der Schulstandorte an der Rundturnhalle angeboten.
Als die Bevölkerung merkte, dass sie wirklich entscheiden  wo, was und wie gebaut wird, war der Andrang auf die Plätze in der Steuerungsgruppe groß. So groß, dass nicht alle mitmachen konnten, die wollten. Es wurde eine Gruppe gebildet, so dass alle Altersgruppen vertreten waren. Das jüngste Mitglied war 7 Jahre, das älteste Mitglied 75 Jahre alt.

Es haben mehrere Sitzungen der Steuerungsgruppe stattgefunden. Zunächst wurden Wünsche und Ideen formuliert, die unterschiedlichen Anforderungen dargestellt und Grundlagen zur Planung erarbeitet. Im Anschluss fanden dann drei Planungsworkshops statt, im Rahmen derer drei Planungsgruppen gebildet wurden, die jeweils selbständig einen eigenen Plan erstellt haben. Jede Gruppe hat ihre Planung den anderen Gruppen vorgestellt und erläutert. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe haben daraufhin die aus ihrer Sicht wichtigsten Elemente der einzelnen Planungen herausgearbeitet und festgelegt, was schließlich umgesetzt werden soll. Das Grünflächenmanagement hat anschließend aus den drei Plänen eine Gesamtplanung erarbeitet, die dann von der Steuerungsgruppe in der jetzigen Form beschlossen wurde.

Während der Planungsarbeit kristallisierte sich immer mehr heraus, dass viele Einrichtungen des Natur-Erlebnis-Raumes in Projektarbeiten erstellt werden können, wie beispielsweise die Gestaltung der Portale von Tunneln, das Anlegen des Barfußpfades  das Labyrinth usw.
Als die Planung endgültig stand und von der Gruppe einstimmig beschlossen war, wurde diese öffentlich vorgestellt. Danach ging es an die Umsetzung. Zunächst wurden die groben Strukturen durch Modellierung des Geländes hergestellt. Zeitgleich wurde öffentlich zur Möglichkeit der Mitarbeit in unterschiedlichen Einzelprojekten beim Bau der Anlage hingewiesen.
Die Resonanz war enorm. Im Ergebnis haben sich mehr als 450 Helferinnen und Helfer in 23 Einzelprojekten beim Bau der Anlage engagiert. Am Ende ist ein Natur-Erlebnis-Raum entstanden, der nicht nur mit der Bevölkerung geplant, sondern auch mit Bürgerinnen und Bürgern gebaut wurde.