Interessenvertretung (BIV)

Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung der Stadt Arnsberg

Zusammensetzung

Die Interessenvertretung ist ein Gremium der Selbstvertretung. Dies bedeutet, dass die Mehrzahl der Mitglieder selbst Menschen mit Behinderung sind. Neben Mitgliedern aus der Selbsthilfe können bis zu drei interessierte Bürger/innen sowie bis zu zwei Träger der Wohlfahrtspflege mitarbeiten.
Nach Möglichkeit soll das Gremium durch die Zusammensetzung seiner Mitglieder unterschiedliche Arten von Behinderungen repräsentieren (z. B. Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen, eingeschränkter Mobilität, psychischen Erkrankungen oder anderen Lernmöglichkeiten).

Arbeitsweise

Die Interessenvertretung wird jeweils nach der Wahl des Rates der Stadt Arnsberg neu gebildet. Hierzu lädt die/der Beauftragte/r für die Belange von Menschen mit Behinderung zu einem Gesamttreffen die interessierten Gruppen, Vereine, Verbände und Bürger/innen ein. Auf dem Treffen informiert er/sie über die Arbeit und bittet sie um Benennung von Mitgliedern.

Die Interessenvertretung trifft sich mindestens viermal jährlich zu ihren Sitzungen. Die Sitzungen sind öffentlich und werden nach Möglichkeit barrierefrei ausgestaltet.

Neben den Mitgliedern der Interessenvertretung können sich auch Gäste mit ihren Anliegen zu Wort melden.

Sofern Bedarf für Unterstützung benötigt wird (z. B. Gebärdensprach- oder Schriftsprachdolmetscher), muss dieser Bedarf mindestens zwei Wochen vor den Sitzungen angemeldet werden.


Mitglieder der Wahlperiode bis 2020

Name ggf. Organisation / Verband
Sigrid Alberti
Meinolf Franke CeBeeF Arnsberg e.V.
Erika Kiesewetter Sauerländischer Gehörlosenverein
Britta Kinze Caritas-Verband Arnsberg-Sundern e.V.
Herbert Kleine-Wolter Blinden- und Sehbehindertenverein Arnsberg/Sundern
Barbara Köster-Ewald
Karl-Heinz Scheel Sozialverband VdK Ortsverband Neheim
Susanne Schmidt Selbsthilfegruppe "Schwerhörige Arnsberg"
Vera Schröer Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.
Willi Seibold
Martin Werner Selbsthilfegruppe Autismus

 

Ziele

Die  Interessenvertretung  von  Menschen mit  Behinderung  versteht  sich  als Fürsprecherin  aller  Menschen  mit Behinderung und ihrer Angehörigen in der Stadt Arnsberg. Sie arbeitet überparteilich und religionsunabhängig. Ihr  Ziel  ist  die  Umsetzung  der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung nach  den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention.

Inklusion - Neue Denkweise im Umgang mit Behinderung

Die UN-Behindertenrechtskonvention, von Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert, führt den Begriff Inklusion ein. Ziel ist ein selbstverständliches Miteinander, bei dem Abweichungen und Vielfalt normal sind. Behinderung wird nicht mehr als ausschließlich individuelles Defizit betrachtet. Vielmehr entsteht Behinderung erst, wenn ein Mensch auf Barrieren in seiner Umwelt trifft und dadurch „behindert wird“.

Diese Barrieren können baulicher Art sein, aber auch gesellschaftlicher Natur (z. B. Vorurteile).

Die Inklusion geht weit über die reine Integration hinaus, bei der die Betroffenen durch Anpassung an den „Normalzustand“ gesellschaftliche Teilhabe erreichten und ansonsten fürsorglich betreut und meistens ohne viel Selbstbestimmtheit unter sich blieben. Ein Mensch mit Behinderung soll sich nun nicht mehr an seine Umgebung anpassen und im Falle des Scheiterns auf Teilhabe verzichten müssen, sondern die Gesellschaft öffnet sich und berücksichtigt verschiedene Fähigkeiten.

Teilhabe für Menschen mit Behinderung bedeutet Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und Gleichstellung als staatlich garantiertes Menschenrecht.

Zur Verwirklichung der Teilhabe gehören zum Beispiel:

Barrierefreie Nutzbarkeit

  • Rampen für Rollstuhlfahrende
  • Sichtanzeigen für Menschen mit Hörbehinderung
  • taktil erfassbare Leitsysteme, an denen sich Menschen mit Sehbehinderung orientieren
  • Informationen in leicht verständlicher Sprache und in Gebärdensprache

Barrierefreiheit als „"Design-für-alle" ist eine Erleichterung auch für Menschen ohne Behinderung.

Inklusive Bildung + Qualifizierung

Kinder mit Behinderung können wahlweise eine Fördereinrichtung oder eine wohnortnahe Kindertagesstätte oder Regelschule besuchen. Auch Erwachsenen wird lebenslang eine gemeinsame Bildung ermöglicht.


Weitere Bereiche sind Arbeit, Partnerschaft, selbstbestimmt Wohnen, Gesundheitsversorgung und vieles mehr.

Aktuelles

Sitzung vom 4. September 2018

Das Protokoll der Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung vom 4. September 2018 kann nun abgerufen werden.

Einladung zur Sitzung am 3. Dezember 2018

Die nächste Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung findet am 3. Dezember 2018 statt.

Einladung zur Sitzung am 4. September 2018

Die nächste Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung findet am 4. September 2018 statt.

Sitzung vom 5. Juni 2018

Das Protokoll der Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung vom 5. Juni 2018 kann nun abgerufen werden.

Sitzung vom 19. März 2018

Das Protokoll der Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung vom 19. März 2018 kann nun abgerufen werden.

Einladung zur Sitzung am 5. Juni

Die nächste Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung findet am 5. Juni 2018 statt.

Einladung zur Sitzung am 19. März

Die nächste Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung findet am 19. März 2018 statt.

Sitzung vom 13. Dezember 2017

Das Protokoll der Sitzung der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung vom 13. Dezember 2017 kann nun abgerufen werden.