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Kulturentwicklungsplanung

Kulturentwicklung

Arnsberg, Meschede und Sundern sind direkte Nachbarn im Sauerland. Die Kommunen stehen sich jedoch nicht nur räumlich sehr nah, sondern auch mit dem Wunsch, ihre Kulturangebote besser miteinander zu vernetzen, öffentlichkeitswirksamer darzustellen und zukunftsfähig zu machen. Dass man dabei städteübergreifend zu dritt mit all der Vielfalt vor Ort im ländlichen Raum mehr erreichen, nachhaltiger agieren und schlagkräftiger sein kann, war allen Beteiligten klar.

Deshalb wurde, finanziert über Mittel der Regionalen Kulturpolitik, ein mehrmonatiger „interkommunaler Kulturentwicklungsprozess“ (IKEP) gestartet. Sein Ziel war, unter professioneller, externer Begleitung durch die startklar a+b GmbH eine gemeinsame Strategie für die Kulturlandschaft von Arnsberg, Meschede und Sundern zu erarbeiten.

Der Kulturentwicklungsprozess analysierte die Stärken, Schwächen und Potentiale der drei Städte mit besonderem Blick auf sich ergänzende Strukturen und mögliche Synergien. Mit Unterstützung lokaler Expert*innen und interessierter Bürger*innen wurden Ideen für die Zukunft entwickelt. Die Kommunen schufen einen Rahmen für regen Austausch von Beobachtungen und Ideen.

 

Als Fragen im Prozess stellen sich zum Beispiel:

  • § Was wünschen sich die Menschen der Region als Kultur-Veranstaltungen in ihrem Heimatort?
  • § Welche bestehenden Kultur-Orte und -Einrichtungen werden vom Publikum besonders wertgeschätzt?
  • § Welche (zukünftigen) kulturellen Formate können neue Zielgruppen und besonders junge Erwachsene ansprechen?
  • § Welches Potenzial bietet unsere Kulturlandschaft für den Tourismus?
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger waren von September 2020 bis Februar 2021 herzlich eingeladen, ihre Gedanken und Vorschläge aktiv einzubringen. Per E-Mail an email hidden; JavaScript is required bestand die Möglichkeit, Fragen, Kommentare und Anregungen zu adressieren.
Am 1. und 2. Oktober 2020 stellte sich das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vor. An Infoständen in der Fußgängerzone von Arnsberg, Meschede und Sundern kamen die Mitarbeiterinnen der Kulturbüros und des Büro startklar mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Auf Postkarten hielten sie zum Beispiel fest, welche Kultur-Veranstaltungen sie gerne besuchen und was sie sich für die Kultur in der Region wünschen. Als Dankeschön gab es einen „Kultur-Beutel“ in Sundern sowie Rabatt-Gutscheine für Kinder-Theater in Meschede oder Poetry Slam im Sauerland Theater in Arnsberg.
Auftakt IKEP Meschede_startklar

An der Postkarten-Umfrage nahmen insgesamt 159 Bürger*innen teil, die in Arnsberg, Meschede oder Sundern auf den Markt gingen oder durch das Ortszentrum bummelten. Auf Postkarten konnten sie ihre kulturellen Präferenzen dokumentieren und Wünsche für die Kulturlandschaft formulieren. Die nicht-repräsentative Umfrage machte auf das Projekt des Städteverbundes aufmerksam und bot den Mitarbeiterinnen aus den kommunalen Kulturämtern und des Büros startklar die Möglichkeit, mit Jung und Alt ins Gespräch zu kommen. Hier einige Ergebnisse im Überblick:

  • Zum Lieblings-Kultur-Ort erkoren wurde in Arnsberg die „Kulturschmiede“, in Meschede die Stadthalle und in Sundern der „Kulturtrichter“.
  • Die Lieblings-Kultur-Veranstaltungen der Befragten waren in Arnsberg der „Kunstsommer“, in Meschede das „Volksbank OpenAir“ und in Sundern die „Matinee im Grünen“.
  • Als Wünsche für die Kultur- und Freizeitangebote in der Region sagten die meisten Teilnehmer mehr Musikveranstaltungen / Konzerte, mehr Angebote für Kinder und speziell für Jugendliche sowie mehr Angebote im Freien und auf öffentlichen Plätzen.
IKEP Postkartenumfrage_startklar

Als weiterer Baustein des Kulturentwicklungsprozesses führte das Büro startklar vom 15. Oktober bis 4. November 2020 mit mehreren Personen aus Arnsberg, Meschede und Sundern Interviews zum Thema „Kulturentwicklung“ durch. Anhand standardisierter Fragebögen wurden Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors, der kulturellen Bildung sowie insbesondere der freien Kulturträger zu ihren Einschätzungen und Ideen befragt. Dabei ging es zum einen um die Stärken und Schwächen der drei Städte im Bereich Kunst und Kultur und zum anderen um Entwicklungspotenziale für interkommunale Kulturentwicklung.

Die ursprünglich für Ende 2020 geplante Kulturkonferenz wurde angesichts der geltenden Einschränkungen durch die Covid-Pandemie zunächst auf Februar 2021 verlegt und musste schließlich aufgrund bleibend hoher Inzidenzwerte ganz abgesagt werden.

Gemeinsam mit den Kulturbüros der Städteregion wurde über die Anpassung des Weiteren IKEP-Verfahrens beraten. Zu beachten war dabei besonders der durch die Förderung im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik begrenzte zeitliche und finanzielle Rahmen. Ein kurzfristiges Umsteigen auf eine hybride oder digitale Konferenz – mit hoher Beteiligung bei vielen Teilnehmern, aber auch dem entsprechenden technischen Aufwand – war nicht möglich. Trotzdem sollte weiteren wichtigen Akteuren ein aktives Mitwirken an der Diskussion ermöglicht werden, so dass einerseits die erarbeiteten Ergebnisse und Thesen u. a. aus den Interviews (s.o.) einer kritischen Prüfung unterzogen werden und andererseits neue Perspektiven, Ideen und Impulse aufgenommen werden könnten.

Als Ergebnis wurde digitale Workshops durchgeführt, um drei zentrale Handlungsfelder einer städteübergreifenden Kulturentwicklung zu diskutieren und anzureichern. Hierzu wurden Personen aus diversen Professionen, Wirkungsgebieten und Interessengruppen sowie jeweils relevanten Fachkontexten eingeladen. Es nahmen sowohl Akteure aus Arnsberg, Meschede und Sundern teil als auch aus Nachbarregionen und übergeordneten Vernetzungs- und Förderstrukturen.

 

1)     03.02.2021, Workshop „Kulturelle Bildung“

 

Durch Angebote der Kulturellen Bildung soll die aktive Auseinandersetzung vor allem von Kindern und Jugendlichen mit Kunst und Kultur gefördert, aber auch die Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am kulturellen Leben unterstützt werden. Im Workshop wurden mögliche Projekte und Vernetzungsstrukturen angesprochen, die im Rahmen einer interkommunalen Strategie umgesetzt werden könnten.

 

2)     05.02.2021, Workshop „Zivilgesellschaftliche Vernetzung in der Kultur“

 

Kunst und Kultur in Arnsberg, Meschede und Sundern werden durch eine Vielzahl von Vereinen, Verbänden, Stiftungen und Initiativen getragen. Ein hohes Maß an zivilgesellschaftlichem und ehrenamtlichem Engagement gewährleistet das Bestehen dieser Institutionen, ihrer Aktivitäten und Angebote für die Bevölkerung. Ein städteübergreifender Austausch der Akteure untereinander und eine Verständigung über gemeinsame Ziele kann dazu beitragen, diese Strukturen für die Zukunft auf eine solidere Basis zu stellen und neue Impulse zu setzen. Im Rahmen des Workshops wurden mögliche Maßnahmen und Projektideen sowie denkbare Kooperationsmodelle für die Städteregion diskutiert.

 

3)     11.02.2021, Workshop „Städteübergreifende Öffentlichkeitsarbeit“

 

Um Kunst und Kultur in der Städteregion Arnsberg – Meschede – Sundern insgesamt zu stärken und die Teilhabe möglichst vieler Menschen am kulturellen Leben zu fördern, ist eine gute Sichtbarkeit der Einrichtungen und Angebote entscheidend. Insgesamt braucht es eine attraktive, interkommunale Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gesprächspartner tauschten sich über die aktuellen Stärken des Handlungsfeldes aus, über seine Herausforderungen sowie über das vorhandene Potenzial und die Entwicklungsoptionen.

 

UPDATE Mai 2021

 

Das Vorgehen und die Ergebnisse des gesamten interkommunalen Kulturentwicklungsprozesses wurden von der startklar a+b GmbH in einem Abschlussbericht dokumentiert und ausgewertet.

 

Der Bericht beschreibt den produktiven Dialog- und Beteiligungsverfahren der drei Kommunen mit den Kulturträgern, zivilgesellschaftlichen Gruppen, verschiedenen Stellen der Kommunalverwaltungen und relevanten Institutionen. Dabei wurden für mehrere Handlungsfelder sehr konkrete Ergebnisse erzielt und Ideen entwickelt.

 

Zu den drei Themen „Kulturelle Bildung“, „Zivilgesellschaftliche Vernetzung in der Kultur“ und „Städteübergreifende Öffentlichkeitsarbeit“ enthält der Bericht Expertisen, die unter anderem Hinweise auf die Ressourcenplanung und Organisation für die Handlungsfelder geben, mögliche erste Schritte für die Städteregion aufzeigen und auf potenzielle Förderzugänge hinweisen.

 

Der Abschlussbericht enthält zuletzt Empfehlungen für die weitergehende Zusammenarbeit der drei Kommunen Arnsberg, Meschede und Sundern im Kulturbereich. Er formuliert darüber hinaus acht kulturpolitische Leitlinien als Orientierungshilfe zur Fortführung des interkommunalen Kulturentwicklungsprozesses. Sie sollen handlungsleitend für zukünftige Arbeitsschwerpunkte und Programmplanungen sein.

Ansprechpartner zum Verfahren sind:

Stadt Arnsberg: Kirsten Minkel, Fachdienstleitung Kultur, Tel.: 02932/201-1120, email hidden; JavaScript is required

Stadt Meschede: Anne Wiegel, Fachbereich Generationen, Bildung und Freizeit, Tel. 0291/205-164, email hidden; JavaScript is required

Stadt Sundern: Uta Koch, Fachbereich Bürgerservice, Tel. 02933-81209, email hidden; JavaScript is required

Startklar a+b GmbH, Dr. Ina Rateniek, Tel. 02304/20130-07, email hidden; JavaScript is required

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