Teamgeister

Der Heilige Geist von Kloster Wedinghausen

Jede Kirche, Kapelle oder Kathedrale wird bei der Einweihung – wie es der Name schon sagt – geweiht. In der feierlichen Zeremonie einer Heiligen Messe nimmt der Bischof das neue oder frisch renovierte Gotteshaus in Dienst, und es findet eine Übertragung des Profanen ins Sakrale statt. Man könnte auch sagen: Der Heilige Geist zieht ein und wird dem sakralen Gemäuer, nach der Übersetzung aus dem Hebräischen, "eingehaucht".

Selbstverständlich wurde auch das Kloster Wedinghausen in diesem Sinne geweiht. Und der Heilige Geist, den man sich als die Macht Gottes und dessen wirksame Kraft in Aktion vorstellen kann, scheint darin buchstäblich aktiv und ewig lebendig zu sein. Oder wie ist es zu erklären, dass sich die Handwerker der aktuellen Baumaßnahme wie blind verstehen, dass sie Hand in Hand zusammenarbeiten, sich absprechen und immer auch über den momentanen Stand des anderen Gewerks informiert sind?

„Das ist außergewöhnlich“, sind sich Dr. Bettina Heine-Hippler von der LWL-Denkmalpflege und der leitende Architekt Dirk Boländer vom mit Gido Hülsmann betriebenen Büro soan architekten in Bochum und Darmstadt einig. Und sie sprechen aus Erfahrung. Denn beide blicken auf etliche Jahre der Betreuung unterschiedlichster Baustellen und -maßnahmen zurück. „Für mich hat das die positive Konsequenz“, so Dirk Boländer, „dass ich nicht immer vor Ort sein muss und manche Absprachen auch telefonisch vornehmen kann. Einfach weil ich mich darauf verlassen kann, dass es läuft und sich hier alle im Blick haben.“
Bei der Auswahl der einzelnen Betriebe wurde bewusst darauf Wert gelegt, dass sie aus der Region stammen und so die heimische Wirtschaft profitiert. Und natürlich war ausschlaggebend, dass es qualifizierte Fachbetriebe mit entsprechend geschultem Personal sind. Denn Kloster Wedinghausen ist ein jahrhundertealtes Gebäude, in dem entsprechend historisch authentische Materialien wie Techniken erforderlich sind. Das setzt eine hohe Könnerschaft voraus, sei es im Umgang mit sehr altem wie auch passendem jungen Holz, in der sachgemäßen Verarbeitung von Lehm im historischen Fachwerk oder im behutsamen Rückbau und Abriss.  
Behutsamkeit und Fachkenntnis sind auf dieser Baustelle auch deshalb so wichtig, weil sich hinter jedem abgetragenen Stein oder freigelegten Balken ein bedeutender Fund verbergen kann – wie es in den vergangenen Monaten ja nicht nur einmal vorgekommen ist. Und dieser muss natürlich auch als solcher erkannt werden.

„Das ist hier einfach Teamwork, wie es im Buche steht“, schwärmt Bettina Heine-Hippler, wenn sie von „ihrer“ Mannschaft spricht und damit insgesamt knapp 100 Mann meint. Die Freundlichkeit, Expertise und der Respekt, den jeder Einzelne mitbringt und jeweils auch vor der Arbeit des anderen hat, begeistern sie immer wieder aufs Neue. Ob man nun vom Engagement und der Lust an der Arbeit, im besten Fall der Berufung, spricht oder vom Heiligen Geist, der hier ganz un-heimlich sein (Un-)Wesen treibt – das darf natürlich jeder für sich entscheiden.

Hesse Dach, Wand, Abdichtung, Containerservice, Arnsberg
Ob Dächer und Bedachungen, Fassaden und Wände oder Dämmung und Abdichtungen – die Firma Hesse in Arnsberg ist dafür die richtige Adresse. Der alteingesessene Familienbetrieb wird heute in zweiter und dritter Generation von Willy Hesse und Sohn Rolf geführt und sticht mit seinem umfangreichen Leistungsspektrum im gewerblichen wie privaten Bausektor heraus. Auf das eingespielte Team ist Verlass – ebenso bei individuellen wie normgerecht auszuführenden Aufträgen.
Knispel Bau, Arnsberg  
Peter Knispel Bauunternehmung deckt die gesamte Bandbreite vom Hoch-, Tief- und Straßenbau über Abbrucharbeiten und Ausschachtungen bis hin zu Kanal- und Versorgungsleitungen oder Pflasterungen ab – und das seit sechs Jahrzehnten. Mit gut 30 Mitarbeitern, darunter Ingenieure,
Schachtmeister und Techniker, stemmt Firmenchef Peter Knispel Aufträge unterschiedlichster Art und Größe und bürgt für deren termingerechte
und hochwertig ausgeführte Realisierung.
Lehmbau und Tischlerei Linnemannstöns, Hamm
Der Tischlermeister Egbert Linnemannstöns und sein Team sind auf die Verarbeitung natürlicher Bau- und Dämmstoffe spezialisiert. Besonders im Lehmbau – auch von historischen Gebäuden, Fenstern und Türen – sind sie ausgewiesene Fachleute und verbinden das traditionsreiche Handwerk mit zeitgemäßem Know-how. Ob Beratung und Planung, Projektbetreuung oder Ausführung – dem erfahrenen Tischlerbetrieb aus Hamm macht so schnell keiner etwas vor.
Archäologie am Hellweg eG, Münster
Der genossenschaftliche Zusammenschluss von Archäologinnen und Archäologen punktet durch langjährige Berufserfahrung und fundierte Fachkompetenz. Der Name der Firma nimmt Bezug auf die seit Jahrtausenden wichtigste Achse Westfalens für den Austausch von Waren und Ideen und verweist auf die Verankerung in der Region. Das engagierte Team bietet u. a. (Gelände-)Prospektion, Baubegleitung, archäologische Untersuchung, Ausgrabung, Gutachten und digitale Planerstellung an.
Otwin Schlatzer GmbH, Sundern-Hachen  
Der Name Schlatzer steht synonym für Kompetenz und Zuverlässigkeit im Stahlbau, Schlosserhandwerk und der Schweißtechnik. Die gut 30 Mitarbeiter um Geschäftsführer Dirk Schlatzer wurden fast alle in dem Unternehmen ausgebildet. Das schweißt zusammen – und spornt zu dem hohen Qualitätsanspruch an, mit dem der Fachbetrieb aus dem Sauerland in den verschiedenen Techniken sowie im Service aufwartet.
Zimmerei Huckenbeck, Greven
„Ehrliche Arbeit von leidenschaftlichen Handwerkern“, bringt Franz-Josef Huckenbeck die Haltung und Qualität auf den Punkt, die ihn und seine
rund 15 Mitarbeiter auszeichnen. Dass der Familienbetrieb durch hohe Könnerschaft in der Restaurierung, Sanierung sowie im Neubau, Innen- oder Dachausbau hervorsticht, ist weit über das Münsterland hinaus bekannt. 2017 erhielt die Zimmerei Huckenbeck den „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ für ihre herausragende Handwerkskunst.