Kommunale Präventionsketten

Die Modellkommune Arnsberg mit dem Schwerpunkt frühe Unterstützung

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40 Kommunen in NRW arbeiten bereits an dem Auf- und Ausbau passgenauer Präventionsketten und stellen so die Weichen für gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Die Koordienierungsstelle des Landes berät und begleitet die Kommunen in ihrer Präventionsarbeit und macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit für alle Kommunen in NRW nutzbar.
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In der abgeschlossenen ersten Phase des Modellvorhabens (2012 bis 2016) konnte die Stadt Arnsberg durch den intensiven Austausch mit der Koordinierungsstelle des Landes und den beteiligten Modellkommunen die vorhandene präventive Netzwerkarbeit kontinuierlich ausbauen und verstetigen. Der Auf- und Ausbau einer lückenlosen Präventionskette bleibt nach wie vor das ambitionierte Ziel aller beteiligten Netzwerkpartner. So ist in der Zahl der Angebote und der Austausch der unterschiedlichen, multiprofessionellen Netzwerke und Fachkräfte ein deutlicher Hinweis darauf, dass man sich auf einem guten Weg befindet.

Die in den Zielkonkretisierungsworkshops beschlossenen Oberziele zu Beginn des Projektes 2012 werden in der Arnsberg weiterhin konkret verfolgt und bilden den Rahmen für die präventive Netzwerkarbeit im Modellvorhaben:

  1. Alle Kinder, Jugendliche, Eltern und junge Erwachsene werden erreicht, um sie zu stärken und zu unterstützen.
  2. Hilfs- und Unterstützungsangebote, im Sinne von Chancengerechtigkeit, werden an den individuellen Bedarfen ausgerichtet.
  3. Koordinierungs- und Vernetzungsstrukturen unterstützen die Fachkräfte in ihrer täglichen Praxis.

Zielsetzung der Arnsberger Entwicklungskonferenz am 11.11.2014 war es, sich auf eine gemeinsame inklusive Leitorientierung zu verständigen. Dazu gehörten u.a. die Formulierung eines Eckpunktepapiers für eine kommunale Gesamtstrategie, die Identifizierung gemeinsamer Aufgabenfelder und Maßnahmenbereiche der Einzelnetzwerke, das damit verbundene Erkennen und Nutzen von Synergiepotenzialen sowie die Implementierung nachhaltiger Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen. Der Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 04.11.2014 Inklusion in allen Lebenslagen in Arnsberg umzusetzen („Arnsberg – Auf dem Weg zur inklusiven Stadt: Stadt für alle – Stadt der Vielfalt“) wurde am 11.04.2015 im Rat beschlossen. Damit liegt ein abgestimmtes, konsensuell vereinbartes Leitbild vor.

Café Mama und Co. auf dem Roten Sofa

Zum 70igsten Geburtstag des Landes NRW und zeitgleich zum 30 jährigen Bestehen der NRW-Stiftung wurde bei einem Geburtstagsempfang am 22.09.2016 die Fotoausstellung von dem bekannten Künstler Horst Wackerbarth in Düsseldorf eröffnet. Von Januar bis Juli 2016 reiste er mit seinem berühmten Roten Sofa durch Nordrheinwestfalen und porträtierte besonders markante und typische Orte und Menschen im Land. Auf der Roten Couch nahmen im Juni auch die Teilnehmerinnen des "Cafés Mama und Co." des Familienzentrums Arnsberg-Süd platz und wurden von Horst Wackerbarth beeindruckend in Szene gesetzt. Die jungen Mütter mit ihren Babys und die betreuende Familienhebamme, Christiane Herbst und Erzieherin, Ute Bartmann des Cafés wurden nun zur Austellungseröffnung nach Düsseldorf eingeladen, wo sie noch einmal, zusammen mit dem Künstler, auf seiner Couch platz nehmen durften. Das "Café Mama und Co." ist ein Angebot des Netzwerks "Frühen Hilfen" in Kooperation mit den Arnsberger Familienzentren. Es wird zur Zeit in drei Familienzentren in Arnsberg angeboten (Arnsberg Süd, Vogelbruch/Hüsten und Moosfelde). Das besondere am "Café Mama und Co." ist, dass dieses Angebot sich an Schwangere und junge Familien richtet und regelmäßig durch eine pädagogische Fachkraft und eine Familienhebamme begleitet wird. Beratung und Unterstützung im Bereich der Jugend- und Gesundheitshilfe können somit an einer Stelle in gemütlicher Atmosphäre in Anspruch genommen werden. Dieses Angebot versteht sich als ein Baustein der sogenannten Präventionskette, die im Rahmen des Landesmodellvorhabens "Kein Kind zurücklassen NRW" in Arnsberg als Modellkommune auf- und ausgebaut wird. Nähere Informationen zu "Café Mama und Co." in den genannten Familienzentren (www.arnsberg.de/familienzentren).

Das Projekt wird auch auf der Seite der NRW-Stiftung vorgestellt:
https://heimat.nrw/aktuelles/kekiz-arnsberg.html

Bildungsteilhabe von Flüchtlingskindern

Dr. Brigitte Mohn, Bürgemeister Hans-Josef Vogel und Eli Nechama im Gespräch
Auf Einladung von Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, und mit besonderer Unterstützung der Stadt Arnsberg hat Eli Nechama, Leiter des Bialik-Rogozin Campus in Tel Aviv, im Rahmen des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen! - Kommunen in NRW beugen vor" am 29.09.2015 von 12.00 - 16.00 Uhr einen englischsprachigen Vortrag zur "Bildungsteilhabe von Flüchtlingskindern" / "Equal Opportunities for Refugee Children" im Kaiserhaus in Arnsberg gehalten. Der Bialik-Rogozin Campus hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder aus sozial schwachen Familien und insbesondere Flüchtlingskindern Perspektiven für eine bessere Zukunft zu geben. Grundlage ist ein umfassendes pädagogisches und soziales Konzept, in dem auch kulturelle Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Vor dem Hintergrund wachsender Flüchtlingszahlen in Deutschland wurde dieses inspirierende Konzept  den Teilnehmerinnen und Teilnehern zugänglich gemacht.

In einer anschließenden Diskussionsrunde wurde auf dem Podium mit
•  Eli Nechama  
•  Christiane Bainski, LAKI, Bezirksregierung Arnsberg  
•  Susanne Blasberg-Bense, Bezirksregierung Arnsberg
•  Esther von Kuczkowski, Bildungsbüro Arnsberg          
•  Dr. D. Wirth, Schulleitung der Wilhelm-Busch-Gemeinschaftshauptschule in Wesseling   
über die Arbeit von Herrn Nechama diksutiert unter der speziellen Frage, wie dieses Konzept auch auf andere Schulen übetragbar ist.



Ein Trailer des Oscar-prämierten Films "Strangers no more" über die Rogozin-School finden Sie unter folgedem Link: http://www.telavivfoundation.org/us/News/Details/29

Delegation aus Österreich besucht Arnsberger Familienzentrum

Im Rahmen des Landesmodellvorhabens "Kein Kind zurück lassen NRW" besuchte nun eine 25-köpfige Delegation aus dem österreichischen Vorarlberg die Modellkommune Arnsberg, um sich vor Ort über die Arbeit der Familienzentren im Arnsberger Modell zu informieren. Die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner begrüßte die Gruppe am 1. September im Familienzentrum Vogelbruch in Arnsberg-Hüsten. Unter dem Titel "Familie plus" wird in Vorarlberg frühzeitig und vernetzt zusammengearbeitet. Aus diesem Grund sind die Österreicher auf das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen" in NRW aufmerksam geworden, welches nach ähnlichen Grundsätzen arbeitet. Die Delegation, die sich aus verschiedenen Bürgermeistern, Politikern und Netzwerkern der Verwaltung des Vorarlberges zusammensetzte, wollte sich neben drei anderen Modellkommen auch die Arbeit in Arnsberg anschauen. Das Interesse galt hier den Familienzentren im Arnsberger Modell. So gab Gabi Schüler, Leiterin des Familienzentrums Vogelbruch, welches sich in Trägerschaft der katholischen Kindertageseinrichtungen Hochsauerlandkreis-Waldeck befindet, einen lebensweltnahen Einblick in die tägliche Arbeit eines Familienzentrums. Der organisatorische Überbau wurde den Besuchern durch die Stadt Arnsberg erklärt. Begleitet wurde die Gruppe von Marco Becker (Familienministerium NRW), der auch die Gesamtorganisation des Besuches koordinierte. In einem angeregten fachlichen Austausch über Verwaltungs- und Landesgrenzen hinweg zeigten sich die Gäste aus Österreich sehr beeindruckt von der Familienzentrumsarbeit in Arnsberg. Folgende Erkenntnis nahmen sie mit auf dem Weg zurück aus dem Land der kleinen Berge in das Land der großen Berge: "Wenn man ein Ziel erreichen will, ist es wichtig, auch mal über die Grenzen hinweg zu gehen" - Womit nicht nur Landesgrenzen gemeint waren.

Arnsberger Entwicklungskonferenz am 11.11.2014

Vielfalt erkennen, wertschätzen und leben - Im Fokus: Kinder und Jugendliche

Besuch der Ministerpräsidentin in Moosfelde

Kein Kind zurücklassen
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Gespräch mit Verteterinnen des AK-Familie Moosfelde
Am 12.03.2014 besuchte Mnisterpräsidentin Hannelore Kraft den Stadtteil Moosfelde. Dort verschaffte sie sich einen Einblick in die wirksame präventive Netzwerkarbeit, die in diesem Sozialraum seit Jahren betrieben wird.

Bildungsteilhabe von Flüchtlingskindern

Bildungsbüro und Bertelsmann Stiftung initiieren Fachtagung mit einer der erfolgreichsten Integrationsschulen aus Tel Aviv.

Frühe Hilfen in Arnsberg

Generation Zukunft Arnsberg

Das Projekt Generation Zukunft Arnsberg ist ein breit angelegtes Beteiligungsprojekt mit der Zielsetzung die Interessen und Bedürfnisse der jungen Generation in Arnsberg aufzunehmen und umzusetzen...

Familienzentren im Arnsberger Modell

In Arnsberg sind bis 2016 zwölf Familienzentren mit dem Gütesiegel "Familienzentrum NRW" ausgezeichnet worden. Sie arbeiten nach einem speziell auf die Bedürfnisse der Stadt abgestimmten Konzept,  dem „Arnsberger Modell“.

Weitere Informationen zum Modellvorhaben, den anderen Modellkommunen und Hinweise zu Veranstaltungen finden Sie auf folgender Seite ...