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Frauen im Erwerbsleben

Die Gleichstellung von Frauen in Beschäftigung und Beruf ist in den letzten Jahrzehnten zentrales Anliegen von Gleichstellungspolitik geworden. Nationales Ziel ist es bis zum Jahr 2010 60 Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig wird versucht, auch die Stellung von Frauen im Beruf zu verbessern und eine gerechte Entlohnung zu bewirken. Dies ist in einer Phase, in der sich die Konkurrenz um Arbeitsplätze verschärft, nicht einfach.


Die letzten Jahrzehnte sind von tief greifenden Veränderungen und Umbrüchen auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichnet. Auch in Deutschland werden immer mehr Personen, die eine kontinuierliche Beschäftigung anstreben, auf prekäre Beschäftigungsformen verwiesen. Gleichzeitig hat das Teilzeitangebot zugenommen. Obwohl Teilzeitbeschäftigungen den Lebensunterhalt der Beschäftigten meist nicht absichern können, erweisen sie sich gegenwärtig doch vielfach für jene als attraktiv, die familiale Aufgaben übernehmen und eine Vollzeitbeschäftigung damit nicht vereinbaren können:
Das traditionelle Familienmodell der Ernährer-Hausfrauen-Ehe weicht einer moderni-sierten Form, in der Frauen sich nicht ganz vom Arbeitsmarkt zurückziehen, sondern vielfach nach einer Teilzeitbeschäftigung in der aktiven Familienphase suchen. Immer mehr Frauen nehmen auf diese Weise am Erwerbsleben teil, auch wenn sie Kinder haben.


Obwohl Frauen vom Anstieg ihres Bildungs- und  Ausbildungsniveaus auf dem Arbeits-markt generell profitieren, erzielen sie noch immer geringere Einkommen. In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft sind kaum Frauen zu finden. Vor dem Hinter-grund sinkender Geburtenziffern, steigender Lebenserwartung und einem zu erwartenden Fachkräftemangel wird in Deutschland eine generelle Ausweitung der Erwerbstätigkeit  von Frauen für das Funktionieren des Wirtschaftskreislaufs, für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und insbesondere für die sozialen Sicherungssysteme erforderlich sein. 


Die volle Nutzung der Humankapitalinvestitionen beider Geschlechter ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit: Sie ist gleichzeitig für die Frauen selbst - angesichts hoher Scheidungsquoten und eigener günstiger Erwerbschancen - immer erstrebenswerter, zumal nur Erwerbsarbeit eine eigenständige Sicherung des Lebens-unterhalts gewährleistet. Bisher wird die Erwerbsbeteiligung von Frauen allerdings noch ganz erheblich durch die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit Berufsarbeit beeinträchtigt.

[Textpassagen aus Gender Datenreport des BMFSFJ: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Publikationen/genderreport/2-Erwerbstaetigkeit-arbeitsmarktintegration-von-frauen-und-maenner/2-1-einleitung.html]

 

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