Der Holzener Löschgruppenführer Florian Dolle konnte am Samstagabend seine Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, einige Mitglieder der Ehrenabteilung, den stellvertretenden Wehrführer Sascha Ricke sowie Bürgermeister Ralf-Paul Bittner zur Hauptdienstbesprechung im heimischen Gerätehaus begrüßen. Nach der Auflösung der Basislöschzüge und der Neustrukturierung der Feuerwehr Arnsberg im vergangenen Jahr war es die erste Holzener Dienstbesprechung unter seiner Leitung. Unterstützung erhielt er dabei von seinem Stellvertreter Max Otte, der im Verlauf des Abends seine Beförderung zum Brandmeister entgegennehmen durfte.
Als Löschgruppenführer blickte Dolle zunächst auf das Jahr 2025 zurück, in dem die Löschgruppe zu insgesamt 14 Einsätzen alarmiert wurde. Diese gliederten sich in sieben Brandeinsätze und sieben technische Hilfeleistungen. Vor allem Verkehrsunfälle beschäftigten die Einsatzkräfte im weitläufigen Einsatzgebiet rund um Holzen. Insgesamt fünf Unfälle mussten im Laufe des Jahres abgearbeitet werden.
Ein besonderes Highlight war ein Ausbildungstag am Institut der Feuerwehr NRW in Münster, bei dem gemeinsam mit dem Löschzug Oeventrop intensiv geübt wurde. Das Institut ist als Feuerwehrschule des Landes NRW die höchste Ausbildungsstätte der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen. Dolle zeigte sich zudem erfreut darüber, dass im vergangenen Jahr mehrere Neuanschaffungen getätigt werden konnten, darunter eine Wärmebildkamera, die künftig ein effizienteres Arbeiten im Einsatz ermöglicht. Zum Abschluss seines Jahresrückblicks bedankte er sich bei allen Einsatzkräften und deren Familien für ihren Einsatz und die investierte Zeit im Sinne der Sicherheit des Dorfes.
Im Anschluss richtete Sascha Ricke aus den Reihen der Wehrführung das Wort an die Versammlung. Auch er blickte auf die ersten 15 Monate der neuen Wehrführung zurück und zog Bilanz zu den Veränderungen innerhalb der Arnsberger Wehr. Gleichzeitig betonte er, dass mit dem neuen Brandschutzbedarfsplan zahlreiche Aufgaben verbunden seien und der Feuerwehr eine spannende, aber auch arbeitsintensive Zeit bevorstehe.
Insbesondere im Bereich der Feuerwehr-Infrastruktur müsse in den kommenden Jahren viel im Stadtgebiet umgesetzt werden. An erster Stelle stehe der Neubau der hauptamtlichen Wache in Arnsberg. Darüber hinaus solle die Beschaffung neuer Fahrzeuge vorangetrieben werden, um in die Jahre gekommene Einsatzmittel zu ersetzen. Der Brandschutzbedarfsplan sieht vor, dass in der Einheit Holzen langfristig ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie ein Tanklöschfahrzeug stationiert werden sollen. Auch Ricke nutzte seine Rede, um den Einsatzkräften für ihre geleistete Arbeit zu danken.
Den Abschluss der Redebeiträge übernahm Bürgermeister Ralf-Paul Bittner. Er stellte heraus, dass die Mittel für die Feuerwehr im Haushaltsplan der Stadt verdoppelt werden konnten. Dadurch könne sowohl in die Sicherheit der Arnsberger Bürgerinnen und Bürger als auch in die Sicherheit der Einsatzkräfte durch moderne Ausrüstung investiert werden. Laut Bittner sei die Feuerwehr dynamischer denn je, weshalb eine gezielte und vorausschauende Planung unerlässlich sei. Ein erster wichtiger Schritt sei die Erstellung des Brandschutzbedarfsplans gewesen, der nun konsequent und zielgerichtet umgesetzt werden müsse.
Zukunftsweisend sei zudem der weitere Ausbau des Katastrophenschutzes. Hierfür wurde im Rathaus eigens eine zusätzliche Stelle geschaffen, um die Planungen voranzubringen und die Stadt im Katastrophenfall bestmöglich aufzustellen.
Im Anschluss an die Reden nahmen Ricke und Bittner gemeinsam mit den Löschgruppenführern Dolle und Otte die ausstehenden Ehrungen und Beförderungen vor.
Befördert wurden:
• zum Feuerwehrmann: Jens Goebel, Jan Mette
• zum Oberfeuerwehrmann: Thorben Schlinkmann
• zum Hauptfeuerwehrmann: Philipp Schlinkmann
• zum Unterbrandmeister: Torben Moratz
• zum Brandmeister: Max Otte
• zum Stadtbrandinspektor: Michael Deimel
Geehrt wurden:
• für 10 Jahre Feuerwehrdienst: Philipp Schlinkmann
• für 35 Jahre Feuerwehrdienst: Carsten Schleimer
Im Rahmen der Ehrungen wurde zudem Michael Dolle nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der Einsatzabteilung sowie als Ausbilder der Jugendfeuerwehr in die Ehrenabteilung verabschiedet. Als Zeichen des Dankes überreichte ihm sein Sohn und Löschgruppenführer Florian Dolle einen Präsentkorb. Unter dem Applaus der Anwesenden dankten auch Ricke und Bittner für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement.
Zum Abschluss der Versammlung warf Max Otte einen Blick auf das Jahr 2026. Dann steht das 112-jährige Jubiläum der Löschgruppe an, das an zwei Tagen gefeiert werden soll. Die Löschgruppe freut sich bereits jetzt auf das Jubiläum und auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Infos rund um die Löschgruppe Holzen:
• 34 aktive Einsatzkräfte in der Einsatzabteilung
• Acht Mitglieder und drei Ausbilder in der Jugendfeuerwehr
• 12 Mitglieder und fünf Ausbilder in der Kinderfeuerwehr
• Acht Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung