Mit einem neuen Konzept hat der Löschzug Arnsberg unter Leitung von Carsten Aretz und
Sebastian Kortz in diesem Jahr seine traditionelle Agathafeier begangen – und damit einen
würdigen wie gemeinschaftlichen Rahmen geschaffen. Statt wie gewohnt in der Probsteikirche trafen sich die Kameradinnen und Kameraden in der Stadtkapelle. Die feierliche Messe wurde von Probst Schröder gehalten. Die Fürbitten bereitete Feuerwehrkamerad Pastor Johannes Böhnke vor. Zudem bestand für alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, im Stillen eine persönliche Fürbitte mit einer Gebetskerze zum Ausdruck zu bringen – ein Moment der
Besinnung, der vielen besonders nahe ging.
Im Anschluss folgte der offizielle Empfang im Gasthaus zur Börse. Dank des engagierten
Teams der Börse wurde der Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Bevor die
Theatertruppe des Löschzuges mit kurzweiligen Sketchen für heitere Stimmung sorgte, standen zunächst die Grußworte des Bürgermeisters und der Leitung der Feuerwehr sowie zahlreiche
Beförderungen und Ehrungen im Mittelpunkt.
Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Kai Spiegel, unterstrich die zentrale Rolle des
Löschzuges Arnsberg für die Sicherheit in der Stadt. Die Feuerwehr funktioniere nicht ohne
freiwilliges Engagement. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass neben Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr auch vier Quereinsteiger neu für den Dienst gewonnen werden konnten. Sein Dank galt allen Mitgliedern für ihre stetige Einsatzbereitschaft – sowohl im Alarmfall als auch bei Aus- und Fortbildungen.
Bürgermeister Ralf Paul Bittner betonte, dass die Welt – auch in Arnsberg – komplexer gewor-den sei. Das Einsatzgeschehen verändere sich spürbar. Umweltkatastrophen, lange Zeit eher the-oretische Szenarien, träten zunehmend real auf. Starke Unwetterlagen stellten die Stadt vor im-mense Herausforderungen. Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Rettungsdienst seien
daher unverzichtbar, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Trotz angespannter Haushaltslage seien Investitionen in neue Fahrzeuge, moderne Ausstattung und Gerätehäuser notwendig und fest eingeplant.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden geehrt und
befördert.
In die Ehrenabteilung wurde Achim Schwierzeck versetzt.
Befördert wurden
- zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann: Leni Eickhoff, Paul Geyer,
Viktor Baranchikov, Arne Mährlein und Christopher Werker
- zu Oberfeuerwehrmännern: Holger Schöller, Justin Martin und Ian Dominik Stahl
- zu Unterbrandmeistern: Finn Walter und Jan-Felix Wildermann
- zum Brandmeister: Mark Schroller
- zum Oberbrandmeister: Christian Schulenkorf
Für langjährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: 10 Jahre: Fritz Hesse 40 Jahre: Rainer Gabriel und Carsten Aretz 50 Jahre: Wolfgang Ebert und Hans-Joachim Brückmann
Für die erfolgreiche Teilnahme am Feuerwehr-Leistungsnachweis erhielten das
Leistungsabzeichen in Silber: Christian von Canstein und Jan-Felix Wildermann. Das Leistungsabzeichen in Gold für die 25. erfolgreiche Teilnahme ging an Dirk Hansknecht, Ralph Kreienbaum und Sebastian Kortz.
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend in geselliger Runde aus. Dass die Feuerwehr jedoch jederzeit einsatzbereit ist, zeigte sich noch während der Feier: Der Löschzug Arnsberg wurde zu einem Brandmelderalarm am Brückencenter alarmiert. Einige Kräfte unterbrachen umgehend die Veranstaltung, um ihrer Pflicht nachzukommen – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass
ehrenamtliches Engagement keinen Feierabend kennt.
Die Agathafeier 2026 hat deutlich gemacht: Der Löschzug Arnsberg steht für Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und gelebtes Ehrenamt – heute und in Zukunft.