Digitale Agenda 2015 – 2020 | Ergebnisse der Online-Konsultation

Online shoppen, per Smartphone unterwegs die aktuellsten News aus aller Welt erfahren, Kommunikation mit Freunden via Facebook, Whatsapp & Co.: Die Digitalisierung ist vollends in unserem Alltag angekommen. Kaum noch jemand, gerade aus den jüngeren Generationen, der kein Internet über das Handy empfängt, kein Social-Media-Profil hat, der nicht auch oder sogar ausschließlich Nachrichten online rezipiert. Diese gewandelte Realität ist auch bei Unternehmen, Vereinen, Politik sowie der öffentlichen Verwaltung angekommen. Das bedeutet: Wer seine Zielgruppe erreichen will, sollte auch die digitalen Kanäle bespielen.

Die Stadt Arnsberg bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern daher schon seit längerem verschiedene Wege zur Kontaktaufnahme an: Neben persönlichem oder telefonischem Kontakt gibt es die Website; die Möglichkeit, Anregungen per Online-Formular zu übermitteln, natürlich die E-Mail, aber auch verschiedene Social Media Kanäle sowie einige Apps – beispielsweise die Jugend-App, die Melde-App wie auch die Adventskalender-App.

Doch nicht nur im Bereich der Kommunikation ist die Digitalisierung angekommen, sondern auch in allen anderen Themenbereichen der öffentlichen Verwaltung. Das bedeutet: Die Stadt Arnsberg möchte alle Leistungen, bei denen es Sinn macht, in den kommenden Jahren digitalisieren. Sinn macht es dann, wenn eine Digitalisierung der Leistung zur Folge hat, dass der Prozess schneller und effektiver läuft. Das Ziel dabei ist, die Leistungen der Stadt für die Bürger zu beschleunigen und es den Bürgern zu erleichtern, städtische Leistungen bequem und flexibel hinsichtlich Ort und Zeit in Anspruch zu nehmen.

Um dieses umfangreiche Vorhaben zu strukturieren, hat die Stadt im Sommer des vergangenen Jahres die Digitale Agenda „#ARNSBERGdigital“ vorgestellt, die auf rund 50 Seiten Hintergründe zur Digitalisierung und konkrete Themenschwerpunkte der städtischen Digitalisierung zusammenfasst. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein festgezurrtes Programm, sondern um ein Grünbuch, das zur Debatte und Beteiligung auf Grundlage der erarbeiteten Ideen einlädt.

Um in diesem Sinne auch die Bürgerinnen und Bürger und generell alle Interessierten in die Gestaltung der Digitalen Agenda mit einzubinden, lief bis Anfang des Jahres 2016 eine Online-Konsultation zur Agenda. Im Rahmen dieses Online-Fragebogens konnten die Teilnehmer unter anderem angeben, welche Schwerpunkte des städtischen digitalen Handlungsprogrammes ihnen persönlich besonders wichtig sind oder welche Medien sie persönlich nutzen. Die Ergebnisse der Konsultation sind nun fertig ausgewertet und aufbereitet worden und sollen natürlich mit in den Umsetzungsprozess der Digitalen Agenda mit einfließen. Folgende Ergebnisse hat die Online-Konsultation erzielt:
 

Grafik zu Frage 1

Online-Medien liegen hier klar vorne. Von 70 Befragten gaben 64 an, privat Online-Medien zu nutzen. Knapp dahinter folgen mit 60 bzw. 49 Nennungen das Fernsehen und das Radio. Die Zeitung und Zeitschriften bilden hier das Schlusslicht.

Grafik zu Frage 2

Das mobile Internet unterwegs – also Internet-Empfang auf dem Smartphone oder Tablet – ist mit 31 bzw. 26  Prozent dem größten Teil der Befragten nicht oder weniger wichtig. Doch auch die Gruppe der Befürworter ist nicht klein: 22 Prozent der Befragten halten mobiles Internet persönlich für wichtig, ganze 15 Prozent sogar für sehr wichtig. Nur 6 Prozent allerdings haben die stärkste Kategorie – „äußerst wichtig“ – gewählt.

Grafik zu Frage 3

43 Prozent der Befragten finden es wichtig oder sogar sehr wichtig, dass die Stadtverwaltung digitale Dienste anbietet (beispielsweise die Melde-App).

Grafik zu Frage 4

Mit dieser Frage wollte die Stadtverwaltung herausfinden, welche Kriterien den Bürgerinnen und Bürgern konkret bei der Inanspruchnahme von Online-Diensten wichtig sind. Die Ergebnisse zeigen Folgendes: Am wichtigsten sind den Teilnehmern der Umfrage die zeitliche Unabhängigkeit (jederzeit online Dienste in Anspruch nehmen können) und die Datensicherheit (52 bzw. 46 Nennungen). Knapp dahinter folgt der Wunsch nach einfacher Bedienbarkeit der Systeme (43 Nennungen). Weiter hinter liegen die Aspekte Schnelligkeit, Informationsbeschaffung und Zuverlässigkeit der Systeme.

Grafik zu Frage 5

In dieser Frage ging es darum, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mitteilen, welche drei der insgesamt acht Themenfelder der Digitalen Agenda ihnen persönlich besonders wichtig sind. Auf diese Weise kann die Stadt die Gewichtung der Bürger bei der Umsetzung von Maßnahmen aus den einzelnen Themenfeldern berücksichtigen. Mit Abstand das wichtigste Feld ist für die Umfrage-Teilnehmer das Thema "Superschnelles Breitband", gefolgt von den "Bürgern als Mitgestalter öffentlicher Dienstleistungen" und den "Optimierten Bürgerdiensten". Eher weniger wichtig sind den Teilnehmern die Aspekte Digitale Wirtschaft, Digitale Bildung, Digitale Kompetenzen der Älteren und Digitale Kooperationsprojekte.

Zur digitalen Agenda der Stadt geht es hier: http://www.arnsberg.de/digitale-agenda/gruenbuch.pdf

 

Kurzübersicht zu den acht Themenfeldern:

  1. Superschnelles Breitband für alle -> Grundlageninfrastruktur schaffen
  2. Mobiles Internet: Freies WLAN schaffen -> Freies WLAN in möglichst vielen Teilen der Stadt
  3. Optimierte Bürger-Dienste/Digitaler Bürger-Service -> Verschiedene Leistungen der Stadtbüros online erledigen
  4. Der Bürger als Mitgestalter öffentlicher Leistungen -> Bürger über Online-Beteiligungs-Tools mit in städtische Prozesse miteinbeziehen
  5. Digitale Bildung und digitale Souveränität vorantreiben -> Schulen fit für die digitale Welt machen und vernetzen
  6. Digitale Wirtschaft -> Wirtschaft auch online darstellen, Stadt als Unterstützer, Kunden auch online eine Plattform bieten
  7. Digitale Kompetenzen der Älteren unterstützen - > Ältere Menschen fit in digitalen Angelegenheiten machen, sie im Umgang mit neuen digitalen Entwicklungen schulen
  8. Beispielgebende digitale Kooperationsprojekte/Vernetzung für gemeinsame Ziele -> Sich vernetzen mit anderen Kommunen/Akteuren, um gemeinsam digitale Entwicklungen zu erreichen