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Ralf Herbrich

Stadt Arnsberg
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Kaiser-Wilhelm-Bruecke

Denkmal des Monats April 2006

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die 1908-1909 als Straßenbrücke über die Ruhr und die Bahnlinie Dortmund-Kassel errichtet wurde, dient heute als Geh- und Fahrradbrücke und ist ein wichtiges Bindeglied auf dem stark frequentierten RuhrtalRadweg. Sie ist zudem von großem landschaftsprägenden Wert und akzentuiert in ihrer eleganten Gestalt das Ruhrtal bei Rumbeck.

Die massive Steinbrücke, benannt nach Kaiser Wilhelm I. (1797-1888), ersetzte eine alte Holzbrücke, die über die Gleise der 1871 eröffneten Ruhrtalbahn führte und dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen war. Der Bau kostete 65.000 Reichsmark, die durch die Reichsbahn, das Gut Rumbeck, die Provinz Westfalen und den Kreis Arnsberg aufgebracht wurden.

Die dreifeldrige Gewölbebrücke besteht aus Stampfbeton und ist mit Grauwacke verkleidet, die Steine sind bossiert. Auf dem mittleren Segmentbogen sind Rundbögen aufgesetzt. Der mittlere Bogen wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst 1950 wieder aufgebaut.

Die Brückenpfeiler mit Wellenbrecher stehen vor und treten in Höhe der Fahrbahn als Mauerpfeiler hervor. Das filigran gestaltete Eisengitter trägt seinen Teil zur unverwechselbaren Gestalt der Brücke bei.

Seit 1990 ist die Brücke als technisches Denkmal in die Denkmalliste der Stadt Arnsberg eingetragen, nachdem sie bereits 1982 Teil der Denkmalliste des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege war.

Einige Meter flussabwärts wurde 1986/87 eine neue Straßenbrücke über die Ruhr und die Bahn erbaut. Gleichzeitig wurde die Kaiser-Wilhelm-Brücke grundlegend denkmalgerecht saniert und dient seitdem ausschließlich als Geh- und Fahrradbrücke. 1995 wurde aus verkehrstechnischen Gründen ein zweites, höheres Geländer innen vor das historische gesetzt.

Die bei einer neuerlichen Brückenüberprüfung festgestellten Mängel wurden im Jahr 2004 behoben. Bei der Sanierung wurden unter anderem Steine gereinigt, Fugen saniert und die Beschichtung verbessert. Hierfür wurden erhebliche Fördermittel vom Land Nord-rhein-Westfalen und vom Westfälischen Denkmalamt gewährt.