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Ralf Herbrich

Stadt Arnsberg
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Kloster Oelinghausen

Denkmal des Monats Mai 2005

 

Das Prämonstratenserinnen - Kloster Oelinghausen - im Jahre 1174 gestiftet - liegt in einer kuppigen, waldreichen Landschaft. Es fungierte in den ersten hundert Jahren seines Bestehens als Doppelkloster. Die Paternität über das Kloster hatte anfangs das Prämonstratenserkloster Scheda bei Wickede. Doch ging sie bald auf das Arnsberger Kloster Wedinghausen über. Oelinghausen wurde vom Hochadel massiv gefördert, etwa von Erzbischof Engelbert II. von Köln und den Grafen von Arnsberg, die es mit großen Ländereien ausstatteten. Es gehörte bei seiner Auflösung 1804 zu den reichsten Klöstern Westfalens. Die Kirche St. Petri und einige Klostergebäude blieben als Mittelpunkt einer ländlichen Pfarrei erhalten. 1956 bis 1991 lebten Mariannhiller Missionare dort, seit 1992 wirken hier die Schwestern der Gemeinschaft der hl. Maria Magdalena Postel (Heiligenstädter Schulschwestern).

Die Kloster- und Wallfahrtskirche entstand in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts, der Dachreiter wurde erst im 16. Jahrhundert ergänzt. Wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt die heutige Sakristei auf der Südseite, deren gotische Gewölbemalereien freigelegt sind. Der älteste Bauteil ist der romanische dreijochige Raum unter der Nonnenempore mit dem Gnadenbild der Muttergottes.

Die Kirche birgt viele Kunstwerke und bedeutende Ausstattungsstücke aus der Zeit der Romanik bis zum Barock, darunter gotische Wandmalerei oder den Hochaltar von 1712, der in seiner ungewöhnlichen Form dem Chorraum angepasst ist. Die große, reich gestaltete Nonnenempore im Westen umgibt mit den Pfeifenfeldern in den Brüstungen kongenial die barocke Klausing - Orgel, die unter Orgelhistorikern höchstes Ansehen genießt. Der Johannesaltar und das barocke Chorgestühl ergänzen die wertvolle Ausstattung.

Von den Klostergebäuden sind zwei schlichte Bauten des 18. Jahrhunderts  und der Wirtschaftshof erhalten, der sich seit 1830 im Besitz des Freiherrn von Fürstenberg befindet. Der ehemalige Klosterbezirk wird von einer Mauer eingefasst.

Seit 1983 unterstützt der Freundeskreis Oelinghausen maßgeblich die Restaurierungsarbeiten und hat auch die Errichtung des Klostergartenmuseums im sog. Herbsthaus, einem Wirtschaftsgebäude neben der Kirche, initiiert.