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Ralf Herbrich

Stadt Arnsberg
Rathaus
Raum 14
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg
02932 / 201-1340

Glockenturm

Denkmal des Monats März 2004

 

Der Entwurf der Arnsberger Regierung, die sich 1819 zu einem evangelischen Kirchenneubau entschloss, wurde unter Einfluss und Mitwirkung des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel an der Südseite des Neumarktes  1822-1825 erbaut. Der klassizistische Zentralbau hat die Form eines griechischen Kreuzes mit achteckigem Mittelturm über flachgeneigten Walmdächern. Die Putzfassade ist mit einer Pilastergliederung gestaltet. Die in Westfalen selten anzutreffende Raumform wird durch die bauzeitliche Ausstattung vervollkommnet: der Altar mit dem Bild des auferstehenden Christus (1834 Ernst Deger, Düsseldorf) sowie die Kanzel und die Taufe. 1891 wurde die Kirche aus Platzmangel nach Westen verlängert, 1951/52 erhielt sie eine neue Ausmalung unter Leitung von Professor Thol.

Nach einer technischen Sanierung im Jahr 1994 erfolgte aufgrund der Schadenserhebung 1998 eine umfangreiche Instandsetzung des Dachwerkes im 2. Bauabschnitt. Mit Hilfe der deutschen Stiftung Denkmalschutz und vielen weiteren Spendern wurde von Juni bis Dezember 2001 die Renovierung des Innenraumes durchgeführt. Der dabei wiedergewonnene klassizistische Raum beeindruckt durch seine gestalterische Geschlossenheit und den festlichen Charakter. Die Einheit von Bau und Ausstattung des bedeutenden klassizistischen Kirchenbaus sucht im überregionalen Vergleich - mit Ausnahme Berlins- seinesgleichen. Die Kirche steht neben ihrer ursprünglichen Funktion auch für Konzerte, Vorträge, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen offen.