ZIELKONZEPT BRUCHHAUSEN

Das Dorf weiterentwickeln

Auf der Grundlage des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes ( IKEK | „Die Arnsberger Dörfer“) wurden für die einzelnen Stadtteile und Dörfer Arnsbergs Leitprojekte erarbeitet, die zu einer Stärkung von Dorf, Stadt und Region beitragen sollen.

Für Bruchhausen wurde hierzu das ZIELKONZEPT BRUCHHAUSEN erarbeitet und vom Bezirksausschuss Bruchhausen sowie dem Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt zustimmend zur Kenntnis genommen (vgl. Drs. 70/2019 und Drs. 65/2020).

Dabei wurde der Bereich zwischen Klausen- und Lindenstraße in den Fokus genommen. Wesentliche Ziele sind eine zukünftig sichere und bequeme Querung der Bruchhausener Straße, die Minimierung der trennenden Wirkung der Straße der nördlichen und südlichen Dorfbereiche sowie die Herausbildung eines attraktiven Dorfplatzes. Darüber hinaus soll die ehem. Wallfahrtskapelle Rodentelgen als wichtiger Identifikationsort für Bruchhausen und Ort für kirchliche, religiöse und kulturelle Veranstaltungen in den öffentlichen Raum eingebunden werden.

Das ZIELKONZEPT BRUCHHAUSEN schlägt je fünf Teilprojekten erster (A1 – A5) sowie zweiter (B1 – B5) Priorität vor (vgl. Maßnahmenplan zum ZIELKONZEPT BRUCHHAUSEN (pdf, 6,1 MB) und Drs. 65/2020).

Öffentlicher Raum mit neuem Dorfplatz und Rodentelgenkapelle

Als wesentliche Maßnahmen für die weitere Entwicklung des Dorfes wurde insbesondere die Herausbildung eines Dorfplatzes im Kontext der Umgestaltung der Hauptdurchgangsstraße (Bruchhausener Straße) und der Verlegung der Bushaltestelle in diesen Bereich (Maßnahmen A1, A2 und A3) sowie die Umgestaltung des öffentlichen Raums zwischen Heerstraße und Bruchhausener Straße (Klausen-/Rodentelgenstraße) mit der Inwertsetzung der Rodentelgenkapelle (A4 und A5) herausgearbeitet und im städtischen Haushalt 2020/21 Finanzmittel für weitere Planungen bereitgestellt.

Bruchhausener Straße
In weiteren Abstimmungsgesprächen wurde deutlich, dass für die Bruchhausener Straße ein komplette Erneuerung notwendig wird. Hierzu soll geprüft werden, welche weiteren Planungen notwendig sind, um einen mittelfristigen und nach Möglichkeit geförderten Vollausbau der Straße zu erzielen. Dabei sollen auch die Maßnahmenvorschläge aus dem Zielkonzept Bruchhausen Eingang finden. Weiterhin ist dabei aber auch die Umleitungsfunktion der Straße bei der Sperrung der Autobahn im Rahmen von Neuplanungen zu berücksichtigen.

Klausen-/Rodentelgenstraße
Mit der Erstellung einer Entwurfsplanung für den Bereich um die Rodentelgenkapelle und einer darauf aufbauenden Kostenschätzung durch das beauftragte Büro PLANERSOCIETÄT, Dortmund soll die Grundlage für einen Förderantrag im Rahmen der Dorferneuerung erarbeitet werden. Hierzu lädt die Stadt Arnsberg gemeinsam mit den Stadtwerken Arnsberg die betroffenen Anlieger zu einer ersten Informationsveranstaltung im August ein.

MITEINANDER REDEN | Politische Bildung auf neuen Wegen in ländlichen Räumen

MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln ist ein Ideenwettbewerb und Weiterbildungsangebot für Akteure in ländlichen Räumen, initiiert und finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, unterstützt vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume und vom deutschen Volkshochschul-Verband, realisiert von der Bildungsagentur labconcepts.

Aus über 300 eingesendeten Projekte wurden nach Durchlauf eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens 100 innovative Dialogprojekte in die Förderung des neuen politischen Bildungsprogramms „MITEINANDER REDEN Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln (2018-2020)“ aufgenommen, darunter auch Arnsberg mit dem Werkstattgespräch Arnsberg-Bruchhausen.

Hierzu erfolgen derzeit die Vorbereitungen für geeignete Formate zur Ansprache von Zielgruppen, wie Kinder und Jugendliche.

Weiteres Vorgehen Bruchhausener Straße

Zur Umsetzung der Maßnahme „Umgestaltung Ortsdurchfahrt“ soll die gesamte Bruchhausener Straße betrachtet werden, da u. a. aufgrund des weichen Untergrundes im Stadtteil Absackungen im Straßenverlauf festzustellen sind, die im Zuge eines Gesamtumbaus behoben werden sollen. Im Rahmen eines Werkstattverfahrens sollen darüber hinaus die wesentlichen Ziele Verkehrsberuhigung, Lärmreduzierung und Querungsmöglichkeiten, aber auch die Zielkonzept-Maßnahme „Haltestelle Lindenstraße“ betrachtet werden, wobei zwingend zu beachten ist, dass die Straße als Bedarfsumleitung der Autobahn weiterhin funktionieren muss (insbesondere mit der hierfür notwendigen Straßenbreite).

Die Umbaumaßnahmen der Bruchhausener Straße sollen nach Möglichkeit in den Jahren 2024 bis 2026 erfolgen. Hierzu ist geplant, entsprechende Förderanträge zu stellen und notwendige städtische Eigenanteile im Haushalt 2024/25 vorzusehen.
Als KAG-beitragspflichtige Maßnahme werden nach derzeitiger Rechtslage 25% der Umbaukosten der Fahrbahn sowie 65% der Kosten für die Gehwege als KAG-Beitrag angerechnet. Dabei kann voraussichtlich die Hälfte der KAG-Beiträge durch das Land erstattet werden.
Zu berücksichtigen ist, dass die Umgestaltung nur eines Teilstücks der Straße abrechnungstechnisch schwierig und wenig sinnvoll ist, da nur die gesamte Straße als KAG-beitragspflichtige Maßnahme abrechnungsfähig ist.

Im Anschluss daran soll die Maßnahme „Neuer Dorfplatz“ überplant und ggf. als gefördertes Projekt im Rahmen der Dorferneuerung ab 2025 umgesetzt werden. Hierzu sollen im Haushalt 2024/25 entsprechende Haushaltmittel für Planung und Umsetzung berücksichtigt werden.