Bundespräsident Gauck besucht Arnsberg

Bundespräsident Joachim Gauck
Quelle: Bundespräsidialamt
Die Konzepte, Ideen und Praxismodule der Fachstelle „Zukunft Alter" der Stadt Arnsberg sind es, die den Bundespräsidenten interessieren und die Stationen seines Besuches in Arnsberg prägten: Die Fachstelle engagiert sich seit Jahren mit großem Erfolg dafür, den demographischen Wandel, der viele Kommunen betrifft, aktiv zu gestalten: durch neue Bilder vom Alter, durch Unterstützung des Engagements Älterer, durch Sorge für die Ältesten und durch Generationendialoge im Alltag.

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich im Rahmen seines mehrstündigen Besuches in Arnsberg intensiv mit den Vertretern der Fachstelle Zukunft Alter und der städtischen Engagementförderung sowie mit Partnern aus den kommunalen Projekten ausgetauscht und so einen tiefen Einblick in die Arbeit der Fachstelle erhalten und deren Wirken ganz praxisnah erlebt. Dieser Eindruck konnte vertieft werden durch Besuche der Kindertagesstätte „Kleine Strolche" und des Wohnprojektes „Service-Wohnen" in der Senioren-Wohnanlage Hellefelder Str. 70. Das Programm wurde abgerundet durch einen Empfang im Historischen Rathaus der Stadt sowie eine persönliche Begrüßung der Arnsberger Bevölkerung auf dem Steinweg.

Der Bundespräsident wurde begleitet durch die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens.

Zum Hintergrund des Besuches:
Arnsberg praktiziert verschiedene kreative Konzepte, die junge und ältere Mitbürger zusammenführen und ihnen die Chance geben, voneinander zu lernen und vom gemeinsamen Austausch zu profitieren: „Seit Jahren öffnen sich in Arnsberg Seniorenheime, Pflege-Wohngemeinschaften und Tagespflegen, um junge Menschen in ihren Alltag zu integrieren. Gleichzeitig sind viele Jugendzentren, Schulen und Kitas dem Generationen-Dialog gegenüber sehr positiv eingestellt. Ergebnis dessen sind gemeinsame Initiativen wie „Kinder zaubern Lachfalten", „Karneval der Generationen" oder die „Akademie 6 bis 99". Der Austausch zwischen den Generationen gelingt somit nicht nur, sondern er macht allen Beteiligten zudem auch großen Spaß", erklärt Marita Gerwin von der Fachstelle Zukunft Alter.

„Im Rahmen unserer Arbeit haben wir eine Vielzahl lebendiger Netzwerke und sorgender Gemeinschaften gemeinsam mit unseren Partnern entwickelt", ergänzt Martin Polenz von der Fachstelle. „Die Begegnungen, die auf diese Weise entstehen, berühren alle Beteiligten emotional. Dabei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, gute lokale Rahmenbedingungen sowohl für das aktive als auch für das unterstützungsbedürftige Alter zu organisieren. Auf diese Weise bringen wir Menschen miteinander in Kontakt und sichern so ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben."
Die Fachstelle Zukunft Alter entwickelt kontinuierlich neue Engagementformen, zugleich werden bewährte Konzepte fortgeführt. Auf diese Weise ist ein breites Repertoire an Bausteinen entstanden, mithilfe dessen der demografische Wandel positiv für Stadt und Bürger gestaltet wird. Das Ergebnis dieses Prozesses kann sich sehen lassen - nicht nur lokal, nicht nur überregional, sondern sogar bundesweit und mitunter auch über die Landesgrenzen hinweg. Davon zeugen verschiedene Besuche ausländischer Delegationen in den vergangenen Jahren - wie etwa aus Frankreich und Japan.

„Es geht uns um eine Stadt des langen und guten Lebens", fasst Bürgermeister Hans-Josef Vogel zusammen. „Der Erfolg unserer Arbeit in der Stadt Arnsberg ist begründet im bürgerschaftlichen Engagement, das die Fachstelle Zukunft Alter anregt, entwickelt und unterstützt, in neuen Netzwerken der Akteure und im Bewusstsein, dass es um unser aller Zukunft geht. Der Besuch unseres Bundespräsidenten bedeutet für uns Anerkennung und Unterstützung, weiterzumachen."

Der Ablauf des Besuches des Bundespräsidenten in Arnsberg:

10.30 Uhr
Bürgerzentrum Bahnhof, Clemens-August-Straße 116
Präsentation der Fachstelle Zukunft Alter mit ausgewählten Akteuren der Arnsberger Projekte

11.55 Uhr
Gang durch die Innenstadt zum Alten Rathaus

12.10 Uhr
Empfang im Alten Rathaus, Alter Markt 19

14.40 Uhr
Kindertagesstätte Kleine Strolche, Auf der Alm 127
Patenschaftsprojekt zwischen Seniorenwohnheim "Haus zum Guten Hirten" und der KiTa "Kleine Strolche" gemeinsam mit Kindern und Senioren

15.45 Uhr
Seniorenwohnanlage, Hellefelder Straße 70
Gesprächsrunde zum Thema Wohnen im Alter (Verein "Gemeinsam statt Einsam"; Stadtentwicklung: Städte des langen Lebens; Technische Assistenzsysteme; Bedeutung von Beleuchtung)


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