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Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein

Wie hoch sind die Einkommensgrenzen?

Die Einkommensgrenzen für die Ausstellung von Wohnberechtigungsscheinen betragen seit dem 01.01.2022:

1-Personen-Haushalt 20.420,00 €
2-Personen-Haushalt 24.600,00 € zzgl. 740,00 € je minderjähriges Kind
3-Personen-Haushalt 30.260,00 € zzgl. 740,00 € je minderjähriges Kind
4-Personen-Haushalt 35.920,00 € zzgl. 740,00 € je minderjähriges Kind

Für jede weitere Person im Haushalt erhöht sich die Einkommensgrenze um 5.660,00 € bzw. bei Minderjährigen um 6.400,00 €.

Wird in den nächsten 6 Monaten ein Kind erwartet, wird dieses bereits in den Einkommensgrenzen mit berücksichtigt.

Beispiel 4-Personen-Haushalt (2 Erwachsene + 2 Kinder):

35.920,00 € + 740,00 € (1.Kind) + 740,00 € (2. Kind) = 37.400,00 €

 

Bei den o.g. Grenzen handelt es sich um das bereinigte Einkommen (= nach Abzug von Pauschalen und Freibeträgen).

Die o.g. Einkommensgrenzen dürfen für eine Wohnung aus dem 2. Förderweg um 60% überschritten werden.


Welche Einkommensunterlagen müssen für welchen Zeitraum vorgelegt werden?

Von allen Personen, die in dem Antrag eingetragen wurden, müssen Nachweise von jeglichem Einkommen vorgelegt werden (auch Kinder)

Maßgeblich ist das Einkommen, das im Kalenderjahr vor der Antragstellung erzielt wurde.

Steht am Tag der Antragstellung fest, dass dieses Einkommen sich in den nächsten 12 Monaten verändert (z.B. neue Arbeitsstelle, Lohnerhöhung etc.), ist dieses geänderte Einkommen zu berücksichtigen und nachzuweisen.

Einkommensnachweise sind z.B.

  • Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate
  • aktueller Rentenbescheid
  • Bewilligungsbescheid von  ALG I  oder  ALG II
  • letzter Steuerbescheid oder Gewinn- und Verlustrechnung (für Selbstständige)
  • Bewilligungsbescheid von Elterngeld
  • Bewilligungsbescheid von Krankengeld
  • BaföG-Bescheid
  • Nachweis über Unterhaltszahlungen
  • etc.

Des Weiteren werden ggf. folgende Unterlagen benötigt:

  • Mutterpass
  • Schulbescheinigung bei Kindern über 16 Jahren

Ermittlung des anrechenbaren Einkommens

Vom Jahres-Bruttoeinkommen werden die Werbungskosten (z.B. der Arbeitnehmer-Pauschbetrag), Abzugsbeträge bis zu 34% (10% für die Entrichtung von Krankenversicherungsbeiträgen, 12% für die Entrichtung von Rentenversicherungsbeiträgen sowie 12% für die Zahlung von Steuern) abgesetzt.

Darüber hinaus können Freibeträge für pflegebedürftige und/oder schwerbehinderten Menschen, Zweipersonenhaushalte, junge Familien etc. berücksichtigt werden.

Hierzu benötigen wir ebenfalls Nachweise, wie z.B.:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Nachweis über zu leistende gesetzliche Unterhaltsleistungen
  • aktueller Steuerbescheid bei erhöhten Werbungskosten
  • Heiratsurkunde (max. 5 Jahre verheiratet und beide Partner nicht älter als 40 Jahre)