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Veranstaltungskalender

Andrea Sawatzki (Foto: Bruno Berkel)

Andrea Sawatzki liest „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz

Eine Veranstaltungsreihe der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen

Dem Antisemitismus gestern und heute ist eine Lesereise mit Prominenten aus Film, Fernsehen und Theater/ Medien gewidmet, die von Sabine Leutheusser – Schnarrenberger, der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW, ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Menschen über den in der Gesellschaft verbreiteten Judenhass aufzuklären und zum Nachdenken zu bringen. Antisemitismus ist eine Herausforderung für uns alle, er verletzt unsere Menschenwürde.
 
Andrea Sawatzki liest:
„Der Reisende“
von Ulrich Alexander Boschwitz
Sauerland-Theater Arnsberg, 05. September 2020 um 19.30 Uhr
 
ANDREA SAWATZKI:
Frau Sawatzki wurde 1963 in Bayern geboren und wuchs dort und in Baden-Württemberg auf. Mit 15 Jahren wurde sie Mitglied im Schultheater, wo sie ihre Leidenschaft für die Schauspielkunst entdeckte. Nach Abitur und erfolgreich abgeschlossenem Schauspielstudium führten diverse Theaterengagements Andrea Sawatzki von 1989 bis 1992 unter anderem an das Schauspielhaus Stuttgart, an die Landesbühne Wilhelmshaven und an die Münchner Kammerspiele. Ihr Talent und ihre Vielseitigkeit stellt sie seit 1988 auch in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen unter Beweis. 1997 wurde sie durch den Kinofilm "Die Apothekerin" einem größeren Publikum bekannt. Darüber hinaus spielte Frau Sawatzki in erfolgreichen Kinofilmen wie "Scherbentanz" (Regie: Chris Kraus) und "Das Experiment" (Regie: Oliver Hirschbiegel). Als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Sänger stand sie gemeinsam mit Jörg Schüttauf von 2002 bis 2010 vor der Kamera. Neben ihrer Schauspieltätigkeit liest Andrea Sawatzki Hörbücher ( u. a. Glennkill, Gut gegen Nordwind, Alle sieben Wellen, die Romane von Nicci French und Alan Bradley) und wurde mit der Goldenen Schallplatte geehrt. Für ihre Rolle in der ZDF-Komödie "Bella Vita" (2010) erhielt sie neben zahlreichen anderen Preisen 2011 den Bayerischen Fernsehpreis. Für ihre Synchronisation in "Der gestiefelte Kater" wurde sie mit dem Deutschen Trickfilmpreis ausgezeichnet. Im März 2013 erschien ihr Romandebüt "Ein allzu braves Mädchen", mit dem sie 10 Wochen in der Spiegelbestsellerliste vertreten war, weitere erfolgreiche Bücher aus ihrer Feder waren "Tief durchatmen, die Familie kommt", "Von Erholung war nie die Rede", "Der Blick fremder Augen", "Ihr seid natürlich eingeladen" und "Andere machen das beruflich". Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Berkel hat sie die Schirmherrschaft für die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ übernommen und unterstützt die Berliner Stadtmission.
 
Zum Buch:
Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage. Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten. Adressat unbekannt, 1938 erstmals veröffentlicht, ist ein Buch von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert dieses Meisterwerk die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. »Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt ... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben«, resümiert Elke Heidenreich in ihrem Nachwort.
 
Im Anschluss an die Lesung diskutieren Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen und Bundesministerin a.D., und Andrea Sawatzki über das Buch und gesellschaftliche Herausforderungen.

Termine Uhrzeit
Samstag, 05.09.2020 19:30 Uhr
Preise
Normalpreis ab15,00 €

Veranstaltungsort Veranstalter
Sauerland-Theater
Feauxweg 9
59821 Arnsberg

Telefon: 02932/201-1118
Webseite: http://www.arnsberg.de/kultur/sauerlandtheater
LAMALO Consulting
Schillerstr. 7
59065 Hamm

Telefon: 0234-89015810
Webseite: http://www.lamalo-consulting.de
Karte und Anfahrt

Anfahrt: Routenplaner aufrufen


Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten.


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Hauptkategorie:
Unterkategorie: Theater, Comedy & Lesungen
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Kalender: Alle Veranstaltungen