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Pressemeldungen

Meldung vom 05.11.2021
Bundesweiter Aktionstag der Suchtberatungsstellen auch in Arnsberg
Beratungsstelle "Wendepunkt" informiert zum 10. November unter dem Motto "Beratung wirkt"

Arnsberg. Der bundesweite Aktionstag Suchtberatung findet in diesem Jahr am kommenden Mittwoch, 10. November, unter dem Motto „Suchtberatung wirkt“ statt. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und ihre Mitgliedsverbände haben den Aktionstag Suchtberatung ins Leben gerufen, um Zielgruppen über die Arbeit der Suchtberatungsstellen vor Ort zu informieren. Der Aktionstag Suchtberatung möchte auf den Stellenwert der Suchtberatungsstellen aufmerksam machen und die Aufgaben verdeutlichen.

Suchtberatungsstellen beraten, behandeln und begleiten, unterstützen und stabilisieren Abhängigkeitskranke in Krisen sowie in dauerhaft herausfordernden Lebenssituationen. Damit bieten sie vor Ort eine unverzichtbare Hilfe für suchtgefährdete und abhängigkeitskranke Menschen und ihre Angehörigen. Suchtberatungsstellen sind unter anderem dafür zuständig, Hilfesuchende ins medizinische Hilfesystem (stationäre oder ambulante Rehabilitation) überzuleiten. Sie informieren über die verschiedenen Möglichkeiten und motivieren Betroffene, Hilfsangebote wahrzunehmen. Dazu gehören:

  • Beratung und Begleitung: Durch die beratende und begleitende Funktion wird für eine Stabilisierung der Situation Betroffener gesorgt.
  • Netzwerkarbeit: Fachkräfte der Suchtberatung sind Anlaufstelle für unterschiedliche Ansprechpersonen und vermitteln zwischen unterschiedlichen Institutionen. Das können z. B. Angehörige, Arbeitgebende oder das Jobcenter sein. Darüber hinaus kooperieren Suchtberatungsstellen auch mit anderen Hilfestellen (wie z. B., Mediziner*innen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Selbsthilfegruppen) und erschließen dadurch Angebote für Betroffene.
  • Beziehungsqualität: Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Klientinnen bzw. Klienten legt den Grundstein für eine gelungene und nachhaltige weiterführende Versorgung Betroffener.

Suchtberatung wirkt auf zahlreichen Ebenen. Damit ist sie eine tragende, unverzichtbare Säule des Suchthilfesystems. Die Ursachen für das Entstehen einer Suchterkrankung sind vielfältig. So spielen u.a. körperliche (biologische, genetische), psychische und soziale Faktoren eine wichtige Rolle. Alle „stoffgebundenen" Suchterkrankungen rufen eine psychische und eine körperliche Anhängigkeit hervor, die sich im Zusammenspiel gegenseitig verstärken.

Hintergrund:

Die Suchtberatung vor Ort wird für die Bürger*innen der Städte Arnsberg und Sundern von der städtischen Beratungsstelle „Wendepunkt“, Dicke Hecke 40, 59755 Arnsberg, bereitgestellt. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 419 Personen, davon 367 Personen mit einer eigenen Problematik und 52 mit einer Problematik im sozialen Umfeld, beraten und betreut. Die Anzahl der männlichen Ratsuchenden lag bei 267 Personen und 100 weiblichen Personen. Bei den Ratsuchenden Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld fragten 42 weibliche Personen an und 10 männliche Personen. Menschen mit einer Alkoholproblematik stellen mit 187 Personen die größte Gruppe dar. Gefolgt von Personen mit einem Cannabiskonsum (87) und Amphetaminkonsum (36). Die am stärksten betroffene Altersgruppe bilden die Personen der 25- bis 30-Jährigen.

Vertrauensvolle und individuelle Beratung

Insgesamt vier Berater*innen und eine Verwaltungsfachkraft bieten in der Beratungsstelle „Wendepunkt“ eine vertrauensvolle, datengeschützte und individuelle Beratung und Begleitung bei allen Fragen über problematischen Konsum von Alkohol, Medikamenten, illegalen Drogen und anderen Süchten, bis hin zu einer Abhängigkeitserkrankung. Hierbei ist es den Mitarbeiter*innen wichtig bei schwierigen Entscheidungs-, Krisen- und Konfliktsituationen zu unterstützen und einen gemeinsamen Lösungsweg zu finden.

Gemeinsamer Lösungsweg gesucht

Der Wendepunkt arbeitet mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, wie z.B. bei der Notwendigkeit einer Entzugsbehandlung mit der psychiatrischen Fachklinik des Klinikum Hochsauerland oder der LWL-Klinik in Warstein. Eine besondere Verbundenheit besteht mit Rehabilitationszentrum Südwestfalen der LWL-Klinik Warstein, das im Dachgeschoss in der Dicken Hecke 40 befindet und seit vielen Jahren den Bürger*innen aus Arnsberg und Sundern das Angebot einer ambulanten Therapie ermöglicht.

Gute Zusammenarbeit

Eine weitere gute Zusammenarbeit besteht mit anderen stützenden und ergänzenden Diensten und Beratungsangeboten, wie z.B.

  • Klinikum Hochsauerland, -Klinik für Psychiatrie-
  • dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Hochsauerlandkreises
  • dem Betreuten Wohnen für Suchtkranke und der Beratungsstelle für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten der Diakonie Ruhr Hellweg e.V.
  • dem Sozialwerk St. Georg
  • AKIS im HSK
  • sowie weitere Beratungsstellen und soziale Dienste im unmittelbaren Einzugsgebiet

Die Vermittlung in Selbsthilfegruppen ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Beratungsarbeit im „Wendepunkt“. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe unterstützt Abhängigkeitskranke maßgeblich bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz und ist eine wichtige Unterstützung nach oder während Beratung und Therapie. Die Selbsthilfegruppen der Anonymen Alkoholiker (AA-Gruppen) und des Kreuzbundes richten sich an betroffene Personen und deren Angehörige.

Finanzierung auf breiter Basis

Die Finanzierung der Beratungsstelle setzt sich aus Landesmitteln und kommunalen Leistungen zusammen. Die Grundlage dafür sind politische Entscheidun­gen der Städte Arnsberg und Sundern im Rahmen der kommunalen Daseinsfürsorge. Der Hauptanteil wird als freiwillige Leistung von der Stadt Arnsberg erbracht. Ohne diese Leistungen wäre die Suchtberatung vor Ort nicht realisierbar.



Pressekontakt: Pressestelle Stadt Arnsberg, Frank Albrecht, Telefon: 02932 201 1477
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