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Pressemeldungen

Meldung vom 08.01.2020
Diskussion um die Sanierung und Ausweitung des Feuerwehrgerätehauses
Informationen der Stadt Arnsberg

Arnsberg.

In den vergangenen Wochen hat es in Teilen der Hüstener Öffentlichkeit eine emotionale Diskussion um die Sanierung und Ausweitung des Feuerwehrgerätehauses an der Heinrich-Lübke-Straße gegeben. Mit der anhängenden Erklärung möchte die Stadt Arnsberg zur Versachlichung des Themas beitragen, aber auch deutlich machen, dass sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Feuer- und Katastrophenschutz nachzukommen hat.

Die Stadt Arnsberg muss - wie alle anderen Kommunen auch - den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehren als gemeindliche Einrichtungen unterhalten. Die Gemeinden haben dabei unter Beteiligung ihrer Feuerwehr Brandschutzbedarfspläne und Pläne für den Einsatz der öffentlichen Feuerwehr aufzustellen, umzusetzen und spätestens alle fünf Jahre fortzuschreiben. Dabei geht es um Standorte und Erreichbarkeiten, um Personalverfügbarkeit, aber auch um standort-, gebäude- und gerätebezogene Ausstattungen und Standards.

Im November 2018 wurde der aktualisierte Brandschutzbedarfsplan einstimmig durch den Rat der Stadt Arnsberg beschlossen. Der externe Gutachter kommt dabei in Bezug zum derzeitigen Feuerwehrgerätehaus Hüsten zum Ergebnis, dass die vorhandenen Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Arbeitssicherheit entsprechen und dass es unmöglich sei, neue und moderne Fahrzeuge dort unterzubringen. Ferner fehlten geeignete Sozial- und Umkleideräume, die derzeit weder in ihrer Größe, noch unter dem Gesichtspunkt der Geschlechtertrennung ausreichend seien. Erschwerend kommt die schmale und für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtliche Ein- und Ausfahrt auf die Heinrich-Lübke-Straße hinzu. Insgesamt sei hier entsprechender Handlungsbedarf gegeben.

Bereits während der Aufstellung des Brandschutzbedarfsplanes gab es dementsprechend erste Überlegungen, das Gerätehaus an einer anderen Stelle im Ortsteil Hüsten neu zu errichten. Im eigentlichen Ortskern fehlen aber die erforderlichen Flächen, sodass ein Neubau nur in Randlage des Ortsteils realisierbar wäre. Ins Auge gefasst wurde hier u.a. der Standort der Polizeiwache an der Arnsberger Straße.

Bei der Standortauswahl sind neben der Verkehrsanbindung und der Flächenverfügbarkeit (u.a. Eigentumsverhältnisse) verschiedene andere Aspekte zu berücksichtigen. So müssen auch die Wohnorte der einzelnen Feuerwehrangehörigen berücksichtigt werden, da nach der Alarmierung gem. der Vorgaben lediglich 9,5 Minuten Zeit verbleiben, um zum Gerätehaus zu fahren, sich dort umzuziehen, mit dem Feuerwehrfahrzeug auszurücken und zur Einsatzstelle zu gelangen. Mit zunehmender Entfernung des Feuerwehrgerätehauses von den Wohnorten und Arbeitsstätten der Feuerwehrangehörigen verlängert sich aber die Anfahrt, was gleichzeitig zu einer Verringerung des verbleibenden Einsatzradius innerhalb der gesetzten zeitlichen Frist führt. Das Schutzzielniveau würde also sinken und die Feuerwehr hierdurch in entsprechenden Bereichen später am Einsatzort eintreffen (z.B. Klinikum Hüsten).

Seitens der Verwaltung und der Feuerwehr wurde mit dem Gutachter daher die mögliche Erweiterung am bisherigen Standort in der Heinrich-Lübke-Straße in Betracht gezogen. Unter Berücksichtigung der begrenzten räumlichen Verhältnisse werden seitens der Verwaltung in enger Abstimmung mit der Feuerwehr derzeit die denkbaren Optionen am Standort geprüft. Diese beinhalten die Variante Aus- und Anbau ebenso wie einen Abriss und Neubau in verschiedenen Varianten. Bei alledem ist zu berücksichtigen, dass die Feuerwehr auch während der Bauzeit einsatzfähig sein muss. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Prüfung werden den beteiligten Ausschüssen dann vorgestellt und von diesen beraten. Erst anschließend wird endgültige Klarheit über den weiteren Weg bestehen.

„Wir werden und müssen nach den besten Lösungen suchen, um der Bevölkerung bestmöglichen Schutz zu bieten im Einsatzfall der Feuerwehr, es darf hier kein gegeneinander der Interessen geben. Vielmehr gilt es, für alle Interessen gute Lösungen zu suchen und zu finden. Das werden wir tun, auch um unseren hochmotivierten Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr beste Einsatzmöglichkeiten zu bieten“, erklärt hierzu der Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner.

Da nicht auszuschließen ist, dass im Zusammenhang mit diesen für Hüsten positiven Entwicklungen auch Parkplätze auf dem Ludgeri-Parkplatz in unbestimmter Anzahl entfallen können, wird seitens der Stadtverwaltung parallel zu weiteren Planungen ein Parkraumkonzept erstellt. Dieses soll sicherstellen, dass Kunden, Patienten und insgesamt Kurzzeitparker ausreichend Parkraum im Ortskern von Hüsten finden. Dabei ist es Wunsch und Ziel der Stadtverwaltung, auch im Bereich der Feuerwehr öffentlich nutzbare Parkplätze zu erhalten.



Pressekontakt: Stephanie Schnura, Tel. 02932 201-1477
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