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Meldung vom 11.07.2019
Gedenkveranstaltung: Kranzniederlegung und Brückeneröffnung

Arnsberg.

Der Mord an den Polizisten Bernd Korb und Michael Gödde jährte sich am 10. Juli zum vierzigsten Mal. Zu diesem Anlass wurde die Gedenkstätte an der Sauerlandstraße in Niedereimer reaktiviert und für die Bürgerinnen und Bürger wieder zugänglich gemacht.

Durch privaten Initiatoren, insbesondere Peter Hering, und Sponsoren wurde der Gedenkstein gesäubert und neu beschriftet. Bürgermeister Ralf Paul Bittner legte nach einer Gedenkminute gemeinsam mit Pierre Maton, dem Vorsitzenden der belgischen Vereinigung "Les Anciens Belges d´Arnsberg", als Zeichen der Versöhnung in Anwesenheit von Landrat Dr. Karl Schneider und Polizeidirektor Klaus Bunse einen Kranz an der Gedenkstätte nieder. Unter den Gästen befanden sich weitere Mitglieder der belgischen Delegation, ehemalige Kollegen der getöteten Polizeibeamten, politische Vertreter sowie die Initiatoren und Sponsoren.

Unter dem Motto "Eine Brücke, die verbindet!" wurde direkt im Anschluss eine neu errichtete Brücke über den Perstorp-Obergraben in Betrieb genommen, über die die Gedenkstätte am Ruhrtalradweg nun fuß- und radläufig erreichbar ist. Für die Stadt Arnsberg nahmen der erste stellvertretende Bürgermeister Peter Blume und der Geschäftsführer der Stadtwerke Arnsberg Wolfgang Schomberg die Eröffnung der Brücke vor.

Im Vorfeld hatte der Landrat als Kreispolizeibehörde zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen, die mit einem Gottesdienst begann und während der ein weiterer Kranz am Gedenkstein an der Polizeiwache Arnsberg niedergelegt wurde.

Hintergrund:

In der Nacht vom 10. Juli 1979 wurden die beiden Polizisten von einem 18-jährigen, belgischen Soldaten erschossen. Dieser hatte zuvor in seiner Kaserne einen Jeep, Munition und ein Sturmgewähr gestohlen. Nach Hinweisen eines Taxifahrers kontrollierten Bernd Korb und Michael Gödde den Fahrer des Jeeps, als dieser die Waffe zog, die Polizisten mit mehreren Schüssen niederstreckte und mit dem Jeep flüchtete. Der Taxifahrer, der zuvor die Beamten alarmiert hatte, fand die sterbenden Polizisten am heutigen Ort der Gedenktafel, rief die Rettung, doch jede Hilfe kam zu spät. Der belgische Militärangehörige wurde kurze Zeit später gefasst. Er wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt und bekam zehn Jahre. Nach seiner Entlassung verübte er noch mehrere Straftaten und beging schließlich im Gefängnis Selbstmord.

 

Fotos: Stadtwerke Arnsberg



Pressekontakt: Elmar Kettler, Telefon 02932 201-1634

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Gedenkstein 2
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