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Pressemeldungen

Meldung vom 05.04.2019
Gespräch zur erhaltenswerten Bausubstanz am Dienstag, 9. April

Arnsberg.

Zu Beginn des Jahres 2018 wurde die Stadt Arnsberg als Modellkommune für den Praxistest zur "besonders erhaltenswerten Bausubstanz" ausgewählt, ein Projekt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Das Bundesministerium untersucht unter diesem Begriff die Fragestellung: Wie können Gebäude und stadträumliche Strukturen dazu beitragen, dass unsere Städte einzigartig und unverkennbar bleiben? Die Teilnahme am Projekt ist ein weiterer Baustein des Arnsberger Modells Baukultur.

In einem ersten Schritt erfolgte im Stadtteil Arnsberg die Erfassung von "besonders erhaltenswerter Bausubstanz" durch das Büro Strauß|Fischer|historische Bauwerke GbR und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Arnsberg. Hierbei lag der Schwerpunkt bei der Erfassung und Bewertung unterhalb der Schwelle der Denkmaleigenschaft und über den bereits im Denkmalpflegeplan "Alt Arnsberg" sehr detailliert beschriebenen historischen Stadtkern hinaus. Dies erscheint für die künftige Ausrichtung des Stadtteils, der Stadt und der Stadtentwicklung von großer Bedeutung, denn hier gilt es das richtige Maß zwischen Erhaltung von Bauten und Strukturen einerseits und zeitgemäßem Weiterbauen und Weiterentwickeln andererseits zu finden.

Neben der Erfassung und Bewertung stellte sich die Frage nach der Umsetzung der sich daraus ergebenden Empfehlungen bzw. der Sicherung der gewünschten Qualitäten im städtebaulichen Kontext. Abseits der Anwendung von Satzungs- und Baurecht liegt es im besonderen Interesse der Stadt Arnsberg, die im Rahmen des Arnsberger Modells Baukultur bereits erfolgreich erprobten "weichen Instrumente" der Vermittlung und Überzeugung (unter anderem frühzeitige Einbindung der interessierten Bewohnerschaft / Öffentlichkeitsarbeit, Beratungsge-spräche mit Bauwilligen, Einbindung des Beirates für Stadtgestaltung) anzuwenden.

Ein Siedlungsbereich, der sich in der Erfassungsphase als "besonders erhaltenswerte Bausubstanz" herauskristallisiert hat, ist die in den 1960ér Jahre gebaute Siedlung an der Bördestraße mit dem liebevollen Spitznamen "Klein-Jerusalem", den die Arnsberger der Siedlung in der Vergangenheit gegeben haben.

Es geht in Zukunft darum, die Siedlung "Klein-Jerusalem" in ihrem baulichen und städtebaulichen Ausdruck zu erhalten und sie gleichzeitig mit den und für die Bewohnerinnen und Bewohner weiterzuentwickeln. Die Stadt Arnsberg hat sich dazu entschieden, im Rahmen des Forschungsprojektes (und darüber hinaus) einen partizipativen Ansatz zu erproben: Hierfür will sie mit den Bewohnern ins Gespräch kommen und erfahren:

Was schätzen die Bewohnerinnen und Bewohner an ihrer Siedlung, was wollen sie bewahren und was würden sie gerne ändern?

Auch das Projektteam der Stadt (Untere Denkmalbehörde, Stadtplanung) und das das Büro Strauß|Fischer|historische Bauwerke GbR haben sich Gedanken über die Siedlung gemacht. Diese Punkte wollen sie zur Diskussion stellen. Was schätzen die Fachleute an der Siedlung, was sollte gegebenenfalls bewahrt und was geändert werden?

So oder so: die Stadtverwaltung möchte mit den Bewohnern ins Gespräch kommen und lädt alle Interessierten ein, sich am Dienstag, 9. April, ab 17 Uhr für einen Rundgang mit Erläuterungen am Kreuzungsbereich Bördestraße 31/33 zu treffen. Hiernach geht es gemeinsam zum Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg, um dort zu diskutieren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Foto: "Klein Jerusalem" Luftbildaufnahme Stadt Arnsberg, Februar 2019.



Pressekontakt: Elmar Kettler, Telefon 02932 201-1634

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Erhaltenswerte Bausubstanz
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