Vermittlungsverfahren

Bei einer Entscheidung für eine Kindesfreigabe beraten wir zum Verlauf, zu rechtlichen Konsequenzen und Möglichkeiten nach der Abgabe des Kindes. Die Herkunftseltern können laut des Bürgerlichen Gesetzbuches (§1747 Abs. 2 Satz 1) frühestens 8 Wochen nach der Geburt des Kindes bei einem Notar eine Einwilligungserklärung zur Adoption unterschreiben. Nach dem Ablauf der 8 Wochen ruhen die Rechte und Pflichten der leiblichen Eltern.

Die Adoptionsvermittlungsstelle sucht unter den vorbereiteten Adoptionsbewerbern dasjenige Paar heraus, welches am besten geeignet scheint, den speziellen Bedürfnissen dieses Kindes gerecht zu werden. Umfassende Informationen zum Kind, die erste persönliche Begegnung und die Entwicklung einer auf gegenseitiger Sympathie beruhenden anfanghaften Beziehung sind wichtige Schritte im Vermittlungsprozess. Bein der Aufnahme des Kindes spricht man von dem Beginn der Adoptionspflegezeit. Nach ca. 1 Jahr stellen die Adoptiveltern einen Antrag auf Annahme des Kindes. Die Kindesannahme ist zulässig, wenn sie dem Kindeswohl dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Adoptivkind und den Adoptiveltern ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht (§ 1741 Abs. 1 Satz 1 BGB). Wird dem Antrag der Annehmenden stattgegeben, erlöscht das Verwandtschaftsverhältnis des Kindes zu der bisherigen Herkunftsfamilie und die sich aus ihm ergebenen Rechte und Pflichten (§1755 Abs. 1 Satz 1).

Betreuung der Adoptivfamilien

Die Adoptiveltern und späteren Familien werden während des gesamten Adoptionsverfahrens sowie auf Wunsch auch darüberhinaus begleitet und beraten.

Zudem wird ein Austausch mit anderen Adoptiveltern angeboten.