Bewerbervorbereitung

Ziele der Bewerbervorbereitung

Ziel der Bewerbervorbereitung ist es, zahlreiche potentielle AdoptionsbewerberInnen mit den unterschiedlichsten Kompetenzen und Ressourcen auf die Aufnahme und Annahme eines Adoptivkindes vorzubereiten und Voraussetzungen für eine kindgerechte Entwicklung zu schaffen. Hintergrund ist hierfür die Sicherstellung von zeitnahen, bedarfsorientierten Vermittlungsmöglichkeiten für Kinder.

Die Adoptionsvermittlungsstelle bereitet Adoptivfamilien darauf vor, Kinder unterschiedlicher Herkunft sowie aus individuellen und sozialen Konfliktlagen dauerhaft aufzunehmen und umfassend zu integrieren. Sie sollen für die unterschiedlichen Lebensgeschichten und Bedürfnisse von Kindern sensibilisiert  werden. Im Hinblick darauf wird angestrebt, für jedes betroffene Kind die passende Adoptivfamilie zu finden.

 Wir suchen demnach Adoptiveltern für:

  • Kinder und Jugendliche, deren Eltern auf Grund der persönlichen Lebenssituation nicht für ihre Kinder sorgen können
  • Kinder und Jugendliche, mit (schwerwiegenden) traumatischen sowie belastenden Lebenserfahrungen, deren Eltern tatsächlich nicht in der Lage sind, die Versorgung und die Erziehung ihres Kindes sicherzustellen
  • Kinder und Jugendliche mit (therapiebedürftigen) Entwicklungseinschränkungen verschiedener Formen

Rahmenbedingungen und Eignungskriterien für BewerberInnen

Im Hinblick auf die anspruchsvollen Aufgaben als Adoptiveltern sollten die BewerberInnen verfügen über:

  • Gefestigte Persönlichkeit
  • Stabilität der Partnerschaft
  • Erziehungsfähigkeit
  • Eigene Lebenszufriedenheit/-ziele
  • Kooperationsbereitschaft
  • Reflexionsfähigkeit
  • Mindestalter

Gemäß § 1743 BGB muss ein Annehmender des verheirateten Adoptivpaares  mindestens 21 und der andere Ehepartner mindestens 25 Jahre alt sein. Wer ein Kind allein annehmen will, muss 25 Jahre alt sein. Eine obere Altersgrenze ist gesetzlich nicht festgelegt. Das Alter der Annehmenden ist aber ein Indikator, der auf andere Merkmale wie z. B. Lebenserfahrung, Belastung, Flexibilität etc. verweist (Säuglinge stellen andere Anforderungen als heranwachsende, pubertierende Kinder an Adoptionsbewerber).

Daher hat sich in den vergangenen Jahren die Praxis durchgesetzt, dass der Altersabstand zwischen Kind und den Annehmenden einem natürlichen Eltern-Kind-Verhältnis entsprechen sollte. Oberhalb dieser Grenze kommt eine Vermittlung deswegen nur in Ausnahmefällen in Betracht.

Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Wohn- und Lebensformen (leibliche Kinder, Lebensgemeinschaft etc. ) oder Berufstätigkeit werden in persönlichen Gesprächen individuell in den Blick genommen.

Benötigte Unterlagen

Die folgenden notwendigen Unterlagen werden im Bewerbungsverfahrens erbeten: 

  • Bewerberbogen der Vermittlungsstelle
  • Lebenslauf sowie ausführlicher Lebensbericht mit Darstellung der Lebensgeschichte und der  Beweggründe für die Annahme eines Kindes (inkl. aktueller Fotos)
  • Ärztliches Gesundheitsattest
  • Führungszeugnis gemäß § 30a Bundeszentralregistergesetz
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Meldebescheinigung mit Angabe der Staatsangehörigkeit
  • Ggfls.Scheidungsurteile
  • Einkommensnachweis nebst Angabe von finanziellen Belastungen
  • Ggfls. Schufa-Auskunft
  • Auskünfte zu evtl. Privatinsolvenzverfahren
  • Nachweis zu den Wohnverhältnissen (Mietvertrag, Eigentumsnachweis)