Abfallwirtschaftskonzept 2018

Erläuterung zum Abfallwirtschaftskonzept 2018:

Der Rat der Stadt Arnsberg beschließt das dargestellte Abfallwirtschaftskonzept 2018. Nach der Einführung der Biotonne haben sich Änderungen bei der Laubsammlung ergeben. Aufgrund  aktueller Rechtsprechung zum Thema Altkleidersammlung ist es erforderlich das Sammelsystem Altkleider und Schuhe ausführlicher zu beschreiben. Aktionen zur europäischen Woche der Abfallvermeidung haben keine Resonanz gefunden, so dass künftig darauf verzichtet wird.

Abfallwirtschaftskonzept 2018

a) Holsystem

Regelabfuhr

Restabfall:

Für die Restabfallabholung werden die Gefäßgrößen 120 Liter, 240 Liter und 1.100 Liter angeboten. Der Abfuhrturnus wird 4-wöchentlich angeboten. Dies entspricht der einheitlichen Praxis im Hochsauerlandkreis. Die knapp 500 Gefäße für Großwohnanlagen und Gewerbebetriebe mit einem Volumen von 1.100 Litern werden in den Rhythmen (2x wöchentlich/wöchentlich/14-täglich) abgefahren.

Bioabfälle:

Die freiwillige Biotonne wird in den Gefäßgrößen 120 Liter und 240 Liter angeboten.  Die Tonne erfasst Garten- und Küchenabfälle, damit diese zu Kompost verarbeitet werden und somit dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden können. Eine Abholung wird ganzjährig 14-täglich direkt ab Grundstücksgrenze erfolgen. Optional kann ein Filterdeckel für die Biotonne bei der Abfallwirtschaft erworben werden. Dadurch entfallen für den Nutzer der Biotonne Einzelfahrten zum Wertstoffbringhof. Eine CO²-Einsparung erfolgt hier demzufolge durch zwei Komponenten, zum einen die  Verarbeitung zu Kompost und zum anderen durch Einzelfahrtreduzierung.

Papierabfälle:

Das bisherige Holsystem hat sich bewährt. Die Gefäßgrößen 240 Liter und 1.100 Liter stehen weiterhin zur Verfügung, auf Antrag wegen nachgewiesener Behinderung auch die Größe 120 Liter. Die Papierbehälter werden 4-wöchentlich geleert.

Saisonabfuhr

Weihnachtsbäume:

Die Weihnachtsbaumabfuhr erfolgt jeweils im Januar zu den bekanntgegebenen Terminen je Stadtteil.

Laub:

Das anfallende Laub an städtischen Baumalleen wird über die Verteilung von Laubsäcken entsorgt. Es werden keine zusätzlichen Container aufgestellt. Die Laubsäcke werden neben den Bioabfallbehältern am gleichen Abfuhrtag eingesammelt. Bei größeren Laubmengen ist eine kostenlose Annahme am Wertstoffbringhof für die betroffenen Bürger sichergestellt. Laub von privaten Bäumen ist über die Biotonne zu entsorgen. 

Mobile Schadstoffsammlung:

Jeweils einmal im Frühjahr und einmal im Herbst findet die Rundtour des Schadstoffmobils in den einzelnen Stadtbezirken statt. Neben den haushaltsüblichen Sonderabfällen können dort auch Elektrokleingeräte abgegeben werden. Die direkte stadtteilbezogene Sammlung kommt einer „Haustürabholung“ nahe und reduziert somit Einzelfahrten zu Entsorgungszwecken.

Bedarfsabfuhr

Für die Abfallgruppen

  • Sperrgut,
  • Baum-und Strauchschnitt,
  • Großschrott und
  • Elektro- und Elektronikschrott

 

kann jeweils eine individuelle Bedarfsabfuhr telef., schriftlich bzw. elektronisch angefordert werden. Die Abholung wird möglichst zeitnah innerhalb zusammenhängender Stadtbezirke organisiert.

b) Bringsystem

Altkleider:

Eine Altkleider- und Schuhsammlung wird auf öffentlichen Straßen innerhalb der Stadt Arnsberg ausschliesslich durch die Stadt Arnsberg durchgeführt. Gemeinnützigen Organisationen bleibt es unbenommen, auf privaten Flächen der Stadt Arnsberg Container aufzustellen. Die Stadt Arnsberg kann sich zur Durchführung der Sammlung Dritter bedienen. Die Stadt Arnsberg hält innerhalb des gesamten Stadtgebietes Containerstandplätze vor, an denen Alttextilien und Schuhe nach Bedarf in kommunale Altkleidercontainer abgegeben werden können. Die Zahl der Container auf öffentlichen Flächen wird auf eine Dichte von 1 Container pro 2.000 Einwohner begrenzt. Damit soll gewährleistet werden, dass der öffentliche Raum nicht mit Containern überfrachtet wird, ein gepflegtes sauberes Stadtbild erhalten bleibt und die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtigt wird.

Elektro- und Elektronikaltgeräte:

Die Stadt Arnsberg bietet in bzw. bei allen Stadtbüros Tonnen zur Aufnahme von alten ausgedienten Elektrokleingeräten an.

Wertstoffbringhof:

Bei dem etablierten städtischen Wertstoffbringhof in der Hüstener Straße 15, 59821 Arnsberg können an 6 Tagen in der Woche aus Privathaushalten aus dem Stadtgebiet Arnsberg zahlreiche Abfälle (14 verschiedene Abfallgruppen) in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden:

  • Akten (zur Vernichtung)
  • Altglas
  • Altkleider
  • Altpapier
  • Altreifen
  • Baum- und Strauchschnitt
  • Bioabfälle
  • Elektro- und Elektronikgeräte
  • Flaschenkorken
  • Gartenabfälle
  • Großschrott (Metall)
  • Schadstoffe
  • Sperrgut

c) Abfallvermeidung

Arnsberg putz(t) munter

Gemeinsamer Frühjahrsputz von Bürgerinnen und Bürgern zusammen mit der Stadt als saisonale Aufräumaktion, die insbesondere der Beseitigung von Littering und wilden Müllablagerungen dient. Seit 2015 erfolgt die Aktion im Rahmen der europaweiten Initiative „Let’s clean up Europe“.

Pflanzentauschbörse

In Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Engagement der Stadt Arnsberg wird einmal jährlich im Frühjahr eine Pflanzentauschbörse beim Wertstoffbringhof organisiert.

Verschenk- und Tauschbörse

Zur Umsetzung der neuen 5-stufigen Abfallhierarchie aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) bietet die Stadt Arnsberg ganzjährig beim Wertstoffbringhof eine Verschenk- und Tauschbörse im Bauwagen an.

 

d) Abfallberatung

Eine ganzjährige Abfallberatung seitens der Stadt Arnsberg findet grundsätzlich durch alle MitarbeiterInnen in der Abfallwirtschaft sowie Öffentlichkeitsarbeit durch verschiedene Medien, z.B. Abfallkalender, Internet, Infoblätter, örtliche Presse, Radio und Fernsehen, statt.

Nachrichtlich:

e) Duale Systeme

Bei den dualen Systemen handelt es sich um rein privatwirtschaftlich organisierte Entsorgungssysteme neben der öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgung. Diese sind bereits in das System der Stadt Arnsberg integriert.

Holsystem

Gelbe Säcke

Werden 14-täglich abgefahren.

Bringsystem

Glascontainer

Stehen innerhalb des gesamten Stadtgebietes in ausreichender Anzahl zur Verfügung.