Suchtbehandlung – nachhaltige Erfolge durch gelungene Kooperation

Spezielles für Ärzte

Rudolf Hillenkamp

Ansprechpartner:
Rudolf Hillenkamp
Lange Wende 16a
59755 Arnsberg
Tel.: 02932 201-2209
E-Mail: wendepunkt@arnsberg.de

Der Patient steht im Mittelpunkt, wenn es um medizinische-, psycho- und sozialtherapeutische Hilfen geht.

Damit die eingeleiteten Hilfen auch Früchte tragen und zu langfristig positiven Veränderungen führen wird in Arnsberg und Sundern ein koordinierter Beratungs- und Behandlungsverlauf angeboten.

Ziel ist es, den Zugang zu medizinischen und psycho- sozialen Hilfsangeboten zu erleichtern und eine Rückfallgefahr für Betroffenen zu verringern.

Sie können als behandelnder Arzt gerne Gebrauch von diesem Angebot machen.

Das Prozedere ist einfach und effektiv.

Fallbeispiel:

  • Aufgrund der Diagnose eines Suchtmissbrauchs oder einer Abhängigkeitserkrankung bittet der Arzt seinen Patienten, sich im Wendepunkt vorzustellen. Dieser sichert zu, dem Rat zu folgen und wirklich etwas zu tun.
  • Der Patient kommt erneut in die Praxis, hat aber nichts unternommen. Der Arzt versucht einen zweiten Anlauf. Wieder geschieht nichts. Nun ist guter Rat teuer. Vielleicht ist der Patient ja auch zu einem Kollegen gegangen, weil er sich ertappt fühlte und lässt sich gar nicht mehr blicken.
  • Die Erfahrung mit suchtkranken Patienten zeigt, dass eine Willensbekundung allein nicht ausreicht, um wirklich eine Verhaltensveränderung einzuleiten. Besonders im Anfangstadium ist eine freiwillige, konstruktive Mitarbeit in der Regel noch nicht möglich.

Diese Probleme treten fast immer auf. Um in der Sache aber weiterzukommen, haben wir sehr gute Erfahrungen mit einer strukturierten Kooperation gemacht. Der Ablauf ist dann wie folgt:

  • Betreffende Patienten bekommen von ihrem behandelnden Arzt eine Überweisung an den Wendepunkt. Auf diesem Vordruck werden Arzt und Berater gegenseitig von der Schweigepflicht befreit. Wichtig ist für die Berater noch der Grund der Vorstellung (das kann nach ICD sein, muss aber nicht).
  • Der Berater/Therapeut führt mit dem Patienten ein Gespräch im Wendepunkt; motiviert den Patienten zum Einstieg in einen Beratungsprozess und zur Annahme notwendiger, weiterer Hilfen.
  • Nach Abschluss des Gesprächs, bekommt der Patient den Überweisungsvordruck zurück mit einer obligatorischen Rückmeldung an den Arzt. Informationen über die weiteren Ziele und Planungen werden dabei beschrieben.

Sehr gute Erfahrungen einer unbürokratischen, strukturierten Zusammenarbeit mit Ärzten vor Ort haben wir in folgenden Situationen:

  • Motivation zu - und Organisation von ambulanten und stationären Therapien.
  • Beratungen und Therapie von Suchtmittelkranken und deren Angehörigen in Einzel- und Gruppensettings.
  • Übernahme der psychosozialen Betreuung bei Substitutionstherapien.
  • Nachsorge und sozialarbeiterische Betreuung von Patienten.

Gerade bei Suchtpatienten ist die feste Einbindung in örtliche Unterstützungsstrukturen, um eine Nachhaltigkeit positiver Verhaltensveränderungen zu erreichen, sehr wichtig. Eine gut funktionierende Kooperation zwischen dem behandelnden Arzt, dem örtlichen Suchthilfenetzwerk und der Selbsthilfe, ist dabei ein primärer Erfolgsfaktor.

Hier finden Sie weitere interessante Infos.
Überweisungsvordruck

Alle Angebote im Bereich der Suchthilfe finden Sie im Flyer (pdf; 956 kb).