Renaturierung der Ruhr in Hüsten

Zur Erfüllung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie der EU, nämlich die Erreichung des "guten ökologischen Zustandes von Gewässern"  wurden durch die Stadt Arnsberg an vielen Bereichen der Ruhr und ihrer Nebengewässer im Stadtgebiet Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei wird weiterhin auch der Hochwasserschutz verbessert.

Denn die Ruhr wurde in der Vergangenheit zum Zwecke der Landgewinnung in der Aue in ein durch Steinschüttungen befestigtes, gleichförmiges und schmales Bett gezwängt.

Hierdurch gingen Gewässerdynamik und Artenvielfalt verloren.

Daher ist das Ziel auch der Maßnahme „Renaturierung der Ruhr oberhalb der Eisenbahnbrücke"  auf rund 900 Metern Fließstrecke die Eigendynamik des Gewässers zu fördern, den ökologischen Zustand und die Strukturvielfalt zu verbessern sowie den Hochwasserschutz zu optimieren.

Ebenfalls dient das Ruhrtal in diesem siedlungsnahen Bereich der Naherholung und es verläuft der stark frequentieret Ruhrtal Radweg parallel zum Gewässer, so dass hier auch die Themen "Erlebbarmachen des Flusses" und Freizeitnutzung eine Rolle spielen.

Diese Ziele wurden durch folgende Maßnahmen am Gewässer erreicht:

  • Großflächiges Abgraben der bindigen und stark mit Feinsanden durchsetzten kiesigen Substrate im Ruhrvorland auch außerhalb der Gewässerparzelle
  • Zulassen von eigendynamischen Umgestaltungen, soweit dieses aus Objektschutzgründen zugelassen werden kann
  • Etablierung von gewässerbegleitenden, standortgerechten Gehölzsäumen, insbesondere dort, wo aktuell ein sehr lückiger bis gar kein Gehölzsaum vorzufinden ist
  • Erhöhung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Ruhr durch Schaffung von Retensionsraum und Modellierung des Geländes.

Finanzierung:

Die Maßnahme wurde im August 2013 begonnen und im Dezember 2013 fertig gestellt.

Insgesamt wurden rund 40.000 m³ Boden bewegt.

Die Baukosten für diese Maßnahme beliefen sich auf rund 600.000 Euro.

Des weiteren fielen noch rund 200.000 Euro für Grunderwerb und Ingenieurskosten an.

Finanziert wurde die Renaturierung durch:

  • 80 % aus Mitteln der Abwasserabgabe, durch das Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt.
  • 20 % Eigenanteil der Stadt, über Ausgleichsmaßnahmen refinanziert